Maximaltemperaturen Hitzesommer 2003

Arbeitsbericht MeteoSchweiz Nr. 212

Der erste Teil des Berichts widmet sich der Homogenisierung von Temperaturmesreihen, d.h. Messwerte über einen längeren Zeitraum werden vergleichbar gemacht, indem veränderte Messbedingungen berücksichtigt werden. Im zweiten Teil des Berichts wird auf extreme Hitzephasen sowie auf Sommer- und Hitzetage zwischen 1901 und 2003 eingegangen.

Teaser: Maximaltemperaturen Hitzesommer 2003

Da in früheren Jahren die Temperaturen in einer Hütte gemessen wurden, lagen sie an wolkenarmen Tagen infolge der Beeinflussung der Strahlung und der Erwärmung der Hütte mehr oder weniger deutlich zu hoch. Es wird deshalb im ersten Teil dieser Arbeit versucht, die damaligen Messwerte zu korrigieren und auf den heutigen Stand der Messtechnik zu bringen. An der MeteoSchweiz wurden bereits im Projekt NORM90 (Begert et al., 2003) Datenreihen homogenisiert, mit statistischen Methoden Homogenisierungsbeträge auf Monatsbasis bestimmt und anschliessend statistisch auf Tagesstufe umgelegt. Die Motivation für die vorliegende Arbeit besteht in der Einordnung der im Sommer 2003 gemessenen Maximaltemperaturen einzelner Tage sowie der Sommer- und Hitzetage in den historischen Datenreihen.

Im zweiten Teil der vorliegenden Arbeit wird zunächst auf die Grosswetterlage der extremsten Hitzephase vom 1. bis 13. August 2003 näher eingegangen. Anschliessend wird die bisher extremste Hitzephase, nämlich diejenige vom 21. bis 31. Juli 1983 genauer untersucht. Dann wird auf die weniger lang andauernden Hitzephasen vom Juni und Juli 2003 sowie auf den Temperaturrekord in Grono vom 11. August 2003 näher eingegangen. Weitere Schwerpunkte sind die Sommer- und Hitzetage an ausgewählten Stationen zwischen 1901 und 2003 sowie die mittleren und absoluten Maxima in der Schweiz, wobei die in dieser Arbeit homogenisierten Datenreihen besonders berücksichtigt werden.

Quelle: Z’graggen, L: 2006. Maximaltemperaturen Hitzesommer 2003 und Vergleich zu früheren Extremtemperaturen, Arbeitsberichte der MeteoSchweiz, 212, 74 pp.

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