Der Wasser-Fussabdruck der Schweiz

Ein Gesamtbild der Wasserabhängigkeit der Schweiz

Wir alle brauchen Wasser für unser Überleben, zum Anbauen von Nahrungsmitteln, zur Energieerzeugung und zum Produzieren von Gütern, die wir jeden Tag benutzen. Der «Wasser-Fussabdruck» ist ein Mass für die Wassernutzung und lässt sich für einzelne Personen, Unternehmen, Städte und Länder berechnen. Er deckt die direkte Wassernutzung (beispielweise zum Trinken und Waschen) sowie die indirekte Nutzung ab (Wasser, das für die Erzeugung von Waren und Dienstleistungen erforderlich ist). Diese indirekte Wassernutzung wird mit dem Begriff «virtuelles» Wasser umschrieben.

Der Wasser-Fussabdruck der Schweiz

Nur 18 Prozent des Wasser-Fussabdrucks werden innerhalb der Schweiz erzeugt. Ein bemerkenswerter Anteil von 82 Prozent entfällt auf importierte Waren und Dienstleistungen. Dieser Anteil des Wasser-Fussabdrucks der Schweiz wird also durch Wasser erzeugt, das in anderen Ländern zur Produktion von Gütern genutzt wird.
Der durchschnittliche Schweizer verbraucht im Haushalt zum Trinken, Kochen, Reinigen und Waschen 162 Liter Wasser pro Tag. Wenn man das virtuelle Wasser, das benötigt wird, um Lebensmittel, Getränke, Kleidung und andere Konsumgüter herzustellen, berücksichtigt, beläuft sich der Wasser-Fussabdruck auf 4 200 Liter pro Person und Tag.
Der gesamte Wasser-Fussabdruck der Schweiz beläuft sich auf 11 000 Mio. m3 oder 11 Milliarden Liter pro Jahr. Produktion und Konsum landwirtschaftlicher Erzeugnisse machen mit 81 Prozent vom Total den Löwenanteil des Wasser-Fussabdrucks der Schweiz aus. Auf Industriegüter entfallen 17 Prozent, während die verbleibenden 2 Prozent in privaten Haushalten verbraucht werden.

Quelle: WWF/DEZA (2012)

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