Raumentwicklung

Der Klimawandel verändert den Lebensraum. Für den urbanen Raum sind global gesehen, je nach Lage, grössere Hitzebelastungen, der Anstieg des Meeresspiegels, Hochwasser an Küsten und Fliessgewässern, extreme Niederschlagsereignisse, Trockenheit, Hangrutschungen, Luftverschmutzung und Wasserknappheit die grössten Klimarisiken. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten und einigen Schätzungen zufolge wird dieser Anteil bis 2050 auf beinahe 70 Prozent steigen; in der Schweiz rechnet man sogar mit 80 Prozent.

Obwohl die Zunahme der Bevölkerungs-, Gebäude- und Infrastrukturdichte die Vulnerabilität der Schweizer Städte erhöhen wird, birgt die Urbanisierung ein grosses Potenzial, den Energiekonsum und die Treibhausgasemissionen zu mindern. Dazu gehören vor allem Massnahmen in der Raum- und Infrastrukturplanung sowie die Sanierung des Gebäudeparks: Zu fördern sind kompakte urbane Räume mit einer gemischten Bevölkerung und einer Mischnutzung, kurzen Versorgungswegen und einem grossen Anteil an Fussgänger- und Radwegen.

Die Sanierung des Schweizer Gebäudeparks und der existierenden Infrastrukturen kann die Emissionen um 50 bis 80 Prozent verringern im Vergleich zum Referenzniveau von 1990.

(Quelle: Brennpunkt Klima Schweiz 2016)

EASAC-Bericht "Opportunities for soil sustainability in Europe"
Chancen für die Nachhaltigkeit des Bodens in Europa

Dieser Bericht zeigt Möglichkeiten auf, den Boden als wertvolle Ressource zum Nutzen europäischer Bürger zu sichern. Zu den vorgeschlagenen Massnahmen gehören: Schutz und Wiederherstellung von Mooren zur Erhaltung und Vermehrung

Bild: EASAC
Die bauliche Entwicklung innerhalb und ausserhalb der Bauzone führt zum Verlust wertvoller Böden und ihrer Funktionen.
Wertvolle Böden erhalten

Jährlich gehen weiterhin knapp Tausend Hektaren Kulturland verloren. Dadurch werden auch zahlreiche Leistungen des Bodens wie die Wasserfiltration oder die Kohlenstoffspeicherung vernichtet, die für das Wohlergehen unserer Gesellschaft zentral sind.

Bild: Urs Steiger
Landnutzungsklassen für landwirtschaftlich genutzte Flächen im Schweizer Mittelland von 2000 bis 2015
Die Schweiz braucht eine flächendeckende Bodenkartierung

Eine nachhaltige Nutzung des Bodens erfordert ausführliche Informationen über seine Beschaffenheit. Diese fehlen aber für weite Gebiete der Schweiz. Das Nationale Forschungsprogramm «Nachhaltige Nutzung der Ressource Boden» (NFP 68) schlägt

Bild: Armin Keller, Agroscope
full report: European Atlas for a Low Carbon Urban Built Environment
European Atlas for a Low Carbon Urban Built Environment

Over the past few years, it has been acknowledged that carbon dioxide emissions resulting from human activity are one of the major causes of climate change. This report investigates, through

Klima und Raum im Wandel
Klima und Raum im Wandel

Dieses Heft zeigt auf, dass der Klimawandel die Politik vor völlig neue Herausforderungen stellt. Gleichzeitig bestehen noch viele Wissenslücken zum Potenzial der Raumplanung für die Bewältigung der Folgen des Klimawandels.

Kapitel aus CH2050: Urbane Schweiz
Kapitel aus CH2050: Urbane Schweiz

Die Schweiz ist urban geprägt, d.h. Stadt und Land sind durch starke Personen- und Güterflüsse eng vernetzt und bilden das urbane System. Die Entwicklung dieses Systems hängt von zahlreichen Faktoren

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