• 22.06.2006
  • Meldung

CO2-Abgabe in Etappen einführen

Nationalrat beschliesst Kompromiss

In der Diskussion um die CO2-Abgabe hat sich am Mittwoch mit 110 zu 71 Stimmen ein Kompromiss der CVP durchgesetzt. Demnach soll die Abgabe gestaffelt eingeführt und jeweils nur erhöht werden, wenn der vorgegebene Pfad zur Reduktion der CO2-Emissionen bei den Brennstoffen verfehlt wird. CVP, SP und letztlich auch die Grünen sahen darin ein wirksamen Mittel, um die Klimaziele zu erreichen, ohne über das Ziel hinauszuschiessen.
Bundespräsident Moritz Leuenberger mahnte das Parlament, nun die Verpflichtung einzulösen, die es früher mit dem CO2-Gesetz und dem Kyoto-Protokoll eingegangen sei. Der Kompromiss der CVP sei deshalb das Mindeste. Im Sinne jener Unternehmen, die bereits in Reduktionsmassnahmen investiert hätten, dürften nun die Spielregeln nicht nachträglich geändert werden.
Hält das vom Nationalrat verabschiedete Modell auch im Ständerat Stand, kann frühestens 2008 eine CO2-Abgabe von 12 Franken pro Tonne CO2 eingeführt werden. Dies aber nur, wenn die Emissionen aus fossilen Brennstoffen mehr als 94 Prozent der Emissionen von 1990 betragen. Im schlechtesten Fall würde der Betrag dann per 2010 auf 36 Franken pro Tonne oder rund neun Rappen pro Liter Heizöl steigen.
Die Erträge aus dieser Abgabe sollen nach dem Willen des Rates über die Krankenkassenprämien und die AHV vollständig an Bevölkerung und Wirtschaft zurückerstattet werden. Die Idee der vorberatenden Kommission, jeweils 100 Millionen Franken für energiefreundliche Neubauten und Sanierungen zu verwenden, wurde mit 99 zu 64 Stimmen abgelehnt.
Quelle: NZZ online

Die Diskussion im Nationalrat:
Amtliches Bulletin, 21.06.06, 15 Uhr: CO2-Gesetz. Umsetzung

Die Forschenden haben sich bereits zu einem frühen Zeitpunkt zur Umsetzung des CO2-Gesetzes geäussert:
- ProClim- Klimaerklärung der Forschenden und
- Stellungnahme des OcCC zum Klimarappen
Version français de ce texte.

  • Verknüpfungen

Stellungnahme zum Klimarappen: OcCC-Stellungnahme zum Klimarappen
  • 2004
  • OcCC
  • Stellungnahme

OcCC-Stellungnahme zum Klimarappen

Comme alternative à la taxe sur le CO2, l'Union pétrolière a proposé de prélever 1 à 2 centimes par litre d'essence ou de carburant diesel (centime climatique). L'OcCC a examiné le centime climatique comme mesure librement consentie visant à satisfaire à la loi sur le CO2 pour les carburants et l'a comparé à la taxe sur le CO2, instrument prévu par la loi sur le CO2. Le centime climatique a l'avantage d'éviter un manque à gagner au niveau de l'impôt sur les huiles minérales, manque à gagner découlant d'une réduction de la consommation d'essence en raison de la taxe sur le CO2. Mais il implique en même temps de renoncer aux bénéfices secondaires des mesures de réduction de CO2 en Suisse. Le centime climatique n'a pratiquement aucun effet incitatif sur la consommation de carburants en Suisse et il n'a pas de perspective à long terme.

La prise de position de l'OcCC a été envoyée le 16 mars au Conseil fédéral et le 29 mars aux médias.

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