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15.6.2017: Forschung international
Biolandbau und die kleinräumige Pflanzendiversität erhöhen die Arthropodenvielfalt in Feldern

Basierend auf einem globalen Metadatensatz bestimmten Forschende die Effekte des Biolandbaus und einer erhöhten pflanzlichen Vielfalt in Feldern auf die Häufigkeit und die Diversität von Arthropoden (Bestäuber, Prädatoren, Herbivoren, Detritivoren). Im Vergleich zum konventionellen Anbau und eine tiefe Pflanzenvielfalt erhöhten die beiden Ansätze die Anzahl und Häufigkeit der Arthropoden, vor allem für seltene Artengruppen, für Bestäuber und Prädatoren.
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15.6.2017: Forschung international
Klimaerwärmung reduziert die mikrobielle Vielfalt im Darm von Eidechsen

In Experimenten haben Forschende die möglichen Konsequenzen des Klimawandels auf die Vielfalt des Darmmikrobioms einer Eidechsenart untersucht. Eine Erhöhung der Temperatur um 2 bis 3 °C hatte eine 34%ige Reduktion der Vielfalt der Darmbakterien zur Folge. Experimente zeigten zudem, dass die Bakterienvielfalt positiv mit dem Überleben des Wirtes nach einem Jahr korrelierte. Die Autoren vermuten deshalb, dass der Verlust von Bakteriengruppen einen negativen Einfluss auf das Überleben der untersuchten Eidechsenart hat. Generell zeigt die Studie, wie wichtig es ist, die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf Arten und insbesondere auf ihr Mikrobiom besser zu verstehen.
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15.6.2017: Forschung CH
Mikroverunreinigungen verursachen ökologischen Stress

Über das gereinigte Abwasser gelangen Mikroverunreinigungen aus den Kläranlagen in Bäche und Flüsse. Ein Forschungsprojekt zeigt, dass die Mikroverunreinigungen nicht nur einzelne Arten beeinträchtigen, sondern auch die Funktionen der Wasserökosysteme, etwa den Laubabbau, verändern. Die technische Aufrüstung der ersten Kläranlagen mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe zur Entfernung von Mikroverunreinigungen zeigt positive Wirkung.
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15.6.2017: Forschung CH
Neue methanabbauende Bakterienart in Seen entdeckt

Bakterien bauen in Seen einen grossen Teil des Treibhausgases Methan ab, bevor es in die Atmosphäre gelangen kann und dort zur Klimaerwärmung beiträgt. Jetzt zeigt eine Studie im Rotsee und im Zugersee, dass dabei nicht die bekannten methanabbauenden Bakterien die Hauptarbeit leisten, sondern eine bisher nur von Trinkwasseruntersuchungen bekannte, fädige Bakterienart.
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15.6.2017: Aufgegriffen
Symposium «Gene drive- eine Technik für die Manipulation wilder Populationen», 18. September 2017, Bern

Die «Gene Drive» Technik ermöglicht es, Eigenschaften rasch und gezielt in ganzen Populationen zu verändern oder neu einzubringen. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: Beispielsweise liessen sich Krankheitsüberträger, Landwirtschaftsschädlinge oder invasive Arten lokal oder gar global auslöschen. Doch wie würden sich solche «Gene Drives» in der freien Natur verhalten? Wie gross sind das Potential und die Risiken für Mensch und Umwelt? Ist es ethisch überhaupt vertretbar, die Technik anzuwenden, und wenn ja, wer entscheidet darüber? Das Forum Genforschung und das Forum Biodiversität der SCNAT organisieren gemeinsam dieses Symposium, wo über die Chancen und Risiken der Gene Drive Technologie diskutiert wird.
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15.6.2017: Aufgegriffen
Tagung «Naturnahe Freiräume in Siedlungen – ein Gewinn», 22. September 2017, Bern

Frei- und Grünräume in Siedlungen schaffen Spiel- und Begegnungsorte, ermöglichen Naturerlebnisse und bieten Freizeit- oder Bewegungsmöglichkeiten. Sie helfen mit, den Wasserhaushalt zu regulieren, wirken temperaturregulierend und fördern die Biodiversität. Die Tagung zeigt, wie Städte und Gemeinden mit naturnahen Freiräumen diese Synergien nutzen und gleich mehrfach profitieren können. Zudem stellt sie anhand konkreter Beispiele vor, wie sich die Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum in bestehende Planungsinstrumente integrieren lässt, wie Gemeinden die Bevölkerung zum Mitmachen motivieren können und welche Hilfsmittel und Fördergelder zur Verfügung stehen.
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15.6.2017: Forschung international
Wie verändert der Verlust von Arten die Ökosysteme?

In Deutschland wurde das iDiv-Ecotron als eine zentrale Versuchsplattform des DFG-Forschungszentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) in Betrieb genommen. Mit der in ihrer Art einmaligen Anlage wollen Forscher die Folgen des Artenschwundes besser verstehen. Was passiert zum Beispiel, wenn einzelne Arten in grossen Nahrungsnetzen verschwinden? Kann ihre Funktion von anderen Arten übernommen werden? Und wie viele Verluste vertragen Ökosysteme? In 24 Versuchskammern können die Wissenschaftler künftig unter kontrollierten Bedingungen die Wechselwirkungen der Nahrungskette zwischen Pflanzen, Tieren, Mikroben und Boden untersuchen und wichtige Antworten liefern.
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15.6.2017: weitere Publikationen
Wissenssynthese für Umweltentscheidungen: Bewertung bestehender Methoden und Orientierung für deren Auswahl, Nutzung und Entwicklung

Ein neuer Bericht stellt die Bandbreite unterschiedlicher Methoden zur Wissenssynthese für Umweltentscheidungen vor: Der Bericht umfasst 21 bestehende Methoden sowie Leitlinien für deren Auswahl, Nutzung und Entwicklung. Diese Leitlinien beschreiben kurz jede Methode und listen ihre Stärken und Schwächen auf; Sie geben auch wichtige Referenzen und Beispiele dafür, wo eine Methode für politische Entscheidungen verwendet wurde.
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15.6.2017: weitere Publikationen
Die Orchideen des Schweizerischen Nationalparks, der Val Müstair und angrenzender Gebiete

In einem neu erschienenen Buch werden Biologie und Ökologie der Orchideen im Nationalpark und der Val Mustair vorgestellt. Die Autoren haben hierfür über 5200 Standorte besucht und 175 000 Orchideen gefunden. Die Funde wurden im GIS des Nationalparks erfasst und nach Höhenverbreitung, Exposition, geologischem Hintergrund und Habitattyp ausgewertet. Alle 33 vorkommenden Orchideenarten werden im Buch mit Fotos und Verbreitungskarten vorgestellt. Das Schlusskapitel enthält summarische Auswertungen zu Populationsgrössen, Hotspots, Höhenverteilungen, zur Gefährdung und zum Schutz von Orchideen. Diese Orchideen-Monographie schliesst eine wichtige Lücke bei der Beschreibung der Biodiversität im Nationalpark.
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15.6.2017: weitere Publikationen
Leitfaden «Biodiversität in Gemeinden»

Ein neuer Leitfaden «Biodiversität in Gemeinden» stellt Praxisbeispiele aus zwölf Gemeinden vor. Er zeigt, welche Faktoren entscheidend sind, damit Biodiversitätsprojekte von Erfolg gekrönt werden und wie die Gemeinden von solchen Projekte profitieren können. Daneben beinhaltet die Publikation Handlungsanleitungen für Planung und Kommunikation sowie eine umfangreiche Linkliste für weiterführende Informationen. Der Leitfaden ist auf Deutsch, Französisch und Italienisch erhältlich.
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15.6.2017: weitere Publikationen
Landschaften unter anhaltendem Druck

Landschaften sind für unsere Lebensqualität und die Standortattraktivität der Schweiz bedeutend. Sie sind indes weiterhin unter Druck: Die Erkenntnisse aus dem Monitoringprogramm Landschaftsbeobachtung Schweiz (LABES) werden in der neuen Publikation «Wandel der Landschaft» zusammengefasst. Die Analyse ergab, dass die Landschaften kontinuierlich an Qualität verlieren. Nur punktuell sind Verbesserungen festzustellen, etwa dank Revitalisierungen von Fliessgewässern.
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15.6.2017: weitere Publikationen
Anpassung an den Klimawandel: Eine Wegleitung für Schutzgebietsmanager und –planer

Der Klimawandel zählt weltweit zu den wichtigsten Bedrohungen für die Biodiversität. Veränderungen infolge des Klimawandels interagieren mit vielen anderen Umweltstressfaktoren und verstärken sich gegenseitig. Damit steht auch das Management von Schutzgebieten vor grossen Herausforderungen. In einer Best Practice-Wegleitung der IUCN für Schutzgebiete werden wesentliche Elemente von Planung und Umsetzung der Anpassung an den Klimawandel vorgestellt.
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