Biosecurity

Biologische Forschung erzeugt Wissen und Technologien, welche die Gesundheit von Mensch und Tier sowie die Umweltbedingungen massgeblich verbessern können. Einige derselben Erkenntnisse könnten jedoch auch missbraucht werden, beispielsweise als Biowaffen oder im Bioterrorismus. Das Forum Genforschung möchte dazu beitragen, dass dieses sogenannte "Dual-use"-Dilemma in der breiten wissenschaftlichen Community stärker thematisiert wird.

Biohazard
Biohazard (Bild: A. Chiang, flickr)
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Biohazard
Biohazard (Bild: A. Chiang, flickr)

Aktuelle Produkte

Specimen bag for biological sample.
  • 01.10.2018

Neue Methoden in der Genforschung – Segen, Gefahr oder beides?

Öffentlicher Vortrag über den Umgang mit dem Missbrauchspotential von biologischer Forschung von Ursula Jenal, Mitglied Forum Genforschung.
Erlenmeyer im Forschungslabor
  • 19.04.2018

Schweizer Perspektive auf das Missbrauchspotential biologischer Forschung

Schweizer Forschende der Biowissenschaften stehen einem formellen Verhaltenskodex zur Verhinderung von Missbrauch biologischer Forschung kritisch gegenüber. Dies ist eines der Ergebnisse eines Projektes des Forum Genforschung zur Biosecurity, das nun in der Fachzeitschrift „Frontiers in Bioengineering & Biotechnology“ publiziert wurde.
Titelblatt Broschüre Missbrauchspotenzial und Biosecurity in der biologischen Forschung
  • 2017

Missbrauchspotenzial und Biosecurity in der biologischen Forschung

Die Life-Science-Forschung entwickelt Wissen und Technologien, die den Menschen und der Umwelt grosse Vorteile bringen. Gewisse Entdeckungen aus der biologischen Forschung können jedoch zur Gefahr werden, wenn sie in schädigender Absicht missbraucht werden.

In Arbeit

Das Forum Genforschung verfolgt die Thematik weiterhin aktiv und beteiligt sich mit Vorträgen an verschiedenen Workshops und Veranstaltungen. Eigene Projekte sind zur Zeit keine geplant.


Abgeschlossene Arbeiten

Misuse of biological research - do we need to be concerned?
3. Februar 2017, Zürich
In Zusammenarbeit mit Life Sciences Switzerland und der Unterstützung des Bundesamts für Gesundheit

Im Rahmen des Symposiums "Misuse of biological resarch: do we need to be concerned?" am 3. Februar 2017 haben Nachwuchswissenschafterlinnen und -wissenschaftler über "Dual use" diskutiert. Das an der Veranstaltung produzierte Video gibt einen Einblick in die Diskussion und die unterschiedlichen Standpunkte.

Video (2017) Misuse of biological research: do we need to be concerned?

Workshops für die Forschungscommunity

Im Frühling 2016 hat das Forum Genforschung unterstützt vom Bundesamt für Gesundheit drei Workshops zum Thema "How to address the misuse potential of biological research?" durchgeführt. Über 40 Forschende der Life Sciences nahmen daran teil. Sie diskutieren, wie die Forschungscommunity aktuell mit dem "Dual use"-Dilemma umgeht und welche zusätzlichen Werkzeuge dabei nützlich sein könnten. Sie finden die Ergebnisse dieser Diskussion in untenstehender Zusammenfassung.

Horizonte_109_D
  • 2016

Waffen: entwickeln, verkaufen, benutzen

Ein Fleischmesser ist ein Beispiel für ein Produkt mit doppeltem Verwendungszweck: Es lässt sich zivil oder als Waffe nutzen. Dieses Dual-Use-Konzept findet sich auch in der Schweizer Gesetzgebung, die versucht, ethische Fragen zur Waffenindustrie zu regeln, indem sie militärische Güter in Kategorien einteilt, ebenso wie die Länder – je nachdem, ob Exporte dorthin zulässig sind oder nicht.

Externe Publikationen

Wissenschaftliche Integrität - Grundsätze und Verfahrensregeln
Akademien der Wissenschaften Schweiz, 2008

IAP Statement on Biosecurity
IAP, 2005