NAGON Aktuell

Dr. Anita Idel (Foto Andreas Schölzel)
×
Dr. Anita Idel (Foto Andreas Schölzel)
Dr. Anita Idel (Foto Andreas Schölzel)

Die Kuh ist kein Klima-Killer

Zu den Potenzialen nachhaltiger Beweidung für Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität, Klima und Welternährung

öffentlicher Vortrag: Fr 23. März 2018 ab 19.00 Uhr, Hotel Engel Stans

Ja, Kühe rülpsen Methan, das 25 mal klimaschädlicher ist als CO2. Die Referentin belegt, dass sie dennoch unverzichtbar für die Welternährung sind, denn sie leisten einen großen Beitrag zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit und zur Begrenzung des Klimawandels – vorausgesetzt, sie werden artgerecht gehalten. In nachhaltiger Weidehaltung haben Wiederkäuer das Potenzial, die Entstehung von kohlenstoffhaltigem Humus im Boden zu fördern.


Kühe, Schafe und Büffel können in Symbiose mit ihren Pansen-Mikroorganismen Weidefutter zu Milch und Fleisch umwandeln. Deshalb sind sie prädestiniert zur Nutzung derjenigen Böden, die nicht beackert aber durch Beweidung vor Erosion geschützt werden können. Aber stattdessen werden sie mit Kraftfutter aus Mais, Soja und Getreide zu Nahrungskonkurrenten der Menschen gemacht. Milch und Fleisch aus Intensivproduktion sind nur scheinbar billig. Die Rechnung kommt später. Denn Monokulturen verdrängen die biologische Vielfalt und die CO2-Speicher: das Grasland und den (Regen-)Wald. Die höchsten landwirtschaftlichen Emissionen gehen von
synthetischem Stickstoffdünger aus; denn bei der Düngung der großen Monokulturen Mais und Getreide entsteht Lachgas – mehr als 300 mal klimaschädlicher als CO2.


Je mehr Menschen auf der Erde leben, desto wichtiger wird die Bodenfruchtbarkeit zur Sicherung der Ernten bei gleichzeitiger Begrenzung klimawirksamer Emissionen. Aber das energieaufwändige agroindustrielle System heizt den Klimawandel an und erhöht dadurch die Risiken für die Welternährung dramatisch. So haben die Böden Nordamerikas in den vergangenen 100 Jahren mehr als ein Viertel ihrer Fruchtbarkeit verloren. In ihrem Vortrag rehabilitiert die Referentin die Kuh, diskutiert Futtermittelimporte, Massentierhaltung und den steigenden Fleischkonsum und erläutert die zukunftsträchtigen Potenziale weltweiter nachhaltiger
Weidewirtschaft.


Die Tierärztin Dr. Anita Idel war Lead-Autorin im zukunftsweisenden UN-Weltagrarbericht (IAASTD 2005-2008), bewegt sich als Mediatorin und Projektmanagerin im Spannungsfeld Landwirtschaft – Tierschutz – Naturschutz und lehrt an der Universität Münster. Sie erhielt 2013 den Salus-Medienpreis für das Buch „Die Kuh ist kein Klima-Killer! Wie die Agrarindustrie die Erde verwüstet und was wir dagegen tun können“ (6. Auflage 2016). Ihre besonderen Interessen gelten der Kultur(geschichte) des Mensch-Tier-Verhältnisses und der Bedeutung nachhaltiger Nutzung von Tieren unter der Devise: Denken und Handeln in fruchtbaren Landschaften. Sie lebt
im deutschen Feldatal (Hessen).

Der Vorstand der Naturforschenden Gesellschaft Obwalden und Nidwalden lädt Sie ein zur 23. Generalversammlung

am Freitag, 23. März 2018, 18.00 Uhr,

im Hotel-Restaurant Engel in Stans.

Nach dem statutarischen Teil begrüssen wir Frau Dr. Anita Idel, Tierärztin und Buchautorin. Sie wird uns um 19.00 Uhr einen Vortrag halten (siehe oben).

Den Abend beschliessen wir mit einem gemeinsamen Abendessen. Wir erlauben uns, dafür einen Beitrag von Fr. 20.- an der Abendkasse der GV einzuziehen.

Wir bitten um Anmeldung zur GV der NAGON und zum Nachtessen mittels folgender Doodle-Umfrage:

https://doodle.com/poll/fyci569cu8sdtz82

oder via Mail an info@nagon.ch oder an Tel. 041 660 20 03


Heckenrose (Bild U. Vogel)
×
Heckenrose (Bild U. Vogel)
Heckenrose (Bild U. Vogel)

Einheimische Bäume und Sträucher kennenlernen

Wie wehrt sich die Birke gegen ihre Konkurrenten und wie schaut die Buche zu ihrem Nachwuchs? Sind Kornelkirsche und Vogelbeere essbar oder giftig? Wie unterscheidet man eine Rottanne von einer Weisstanne, wie einen Kreuzdorn von einem Faulbaum? In fünf über das Jahr verteilten Exkursionen treffen wir die Gehölze zuerst blühend, später mit Früchten und im Winter dann nur noch mit Knospen an. Der Kurs richtet sich an alle interessierten Personen, Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Kursdaten: Samstag 21. April, 26. Mai, 25. August 2018, 22. September 2015, 17. November 2018; jeweils 9.30 -11.30 Uhr
Kosten: Fr. 150.-, Mitglieder der Naturforschenden Gesellschaft Ob- und Nidwalden CHF 75.-
Kursleitung: Ingrid Schär, Biologin und Ursula Vogel-Schwank, Landschaftsarchitektin
Anmeldung: bis 24. März 2018 an u.vogel.schwank@bluewin.ch

Obwaldner Berge
×
Obwaldner Berge
Obwaldner Berge

Geologie von Ob- und Nidwalden (Kurs)


Wie entstand das Gebirge zwischen Titlis und Stanserhorn? Warum sind gewisse Berge kantig und steil, andere hügelig und flach?

Die Geologie unserer Region ist geprägt von Jahrmillionen-alten Prozessen, die Gesteine an Felsflanken und im Untergrund sind vielseitig, geologische Kräfte formten Berge und Täler. Wo kommen welche Gesteine vor und wie unterscheidet man sie mit einfachen Hilfsmitteln?

An einem einführenden Theorieabend im Natur-Museum Luzern lernen wir die Grundlagen der Geologie kennen und erhalten einen Überblick über die Entstehungsgeschichte der Unterwaldner Landschaft. Auf drei Ganztages-Exkursionen befassen wir uns mit charakteristischen Steinen und Felsformen des Gebietes. Der Kurs wird geleitet von Benedict Hotz, Geologe, Natur-Museum Luzern.

Ohne Vorkenntnisse wird die Teilnahme am Theorieabend vorausgesetzt. Die drei Exkursionen können auch einzeln besucht werden, wenn der Kurs nicht ausgebucht ist.

Anmeldung bis am 7. Juni an info@nagon.ch. Beschränkte Teilnehmerzahl.

Kurskosten: Fr. 180.- (Mitglieder NAGON/Freundesverein Natur-Museum Luzern Fr. 90.-).

Theorieabend Donnerstag, 21. Juni 2018, 19-21 Uhr, Natur-Museum Luzern

Die 3 Ganztages-Exkursionen finden jeweils an einem Samstag statt:
23. Juni 2018 (Verschiebedatum 7. Juli 2018): Engelberger Tal
18. August 2018 (Verschiebedatum 25. August): Melchtal
15. September 2018: Alpnach/Stanserhorn


Mond im Fernrohr
×
Mond im Fernrohr
Mond im Fernrohr

Sternbeobachtung mit dem Fernrohr des Kollegiums Stans

Auf dem Computerbildschirm kann man beliebig viele faszinierende Bilder astronomischer Objekte sehen. Doch möchten Sie einmal Himmelskörper direkt beobachten?

Auf dem Flachdach des Kollegiums St. Fidelis hat es eine Sternwarte mit einem 30 cm-Spiegelteleskop. Damit lassen sich diverse Objekte (Sonne, Mond, Planeten, Doppelsterne, Sternhaufen) gut beobachten.

Die NAGON bietet zusammen mit dem Kollegi unter der Leitung von Dr. Andreas Traber, Physiker, Beobachtungsabende an. Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich unter info@nagon.ch. Bei guten Wetterprognosen werden Sie per Mail informiert und können mittels Doodle-Umfrage mitteilen, ob Ihnen eine Teilnahme möglich ist. Maximale Teilnehmerzahl jeweils 8 Personen.

Pro Beobachtungsabend wird ein Unkostenbeitrag von Fr. 10.— verlangt (NAGON-Mitglieder Fr. 5.—; SchülerInnen, Lehrpersonen und MitarbeiterInnen vom Kollegi gratis).

Auskünfte erteilt Andreas Traber (info@nagon.ch oder Tel. 041 660 20 03)

Jahresprogramm 2018

unser aktuelles Jahresprogramm: