• 2016
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Felsstürze und Klimawandel

Auswertung historischer Daten aus dem Kanton Bern

Am 28. April 2016 stürzten um 9.00 Uhr, nach Schneeschmelze und einer kalten Nacht, rund 50 m3 Fels direkt auf die Sustenpassstrasse unterhalb von Gadmen. Der grösste Block hatte ein Gewicht von etwa 30 Tonnen.
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Am 28. April 2016 stürzten um 9.00 Uhr, nach Schneeschmelze und einer kalten Nacht, rund 50 m3 Fels direkt auf die Sustenpassstrasse unterhalb von Gadmen. Der grösste Block hatte ein Gewicht von etwa 30 Tonnen.
Am 28. April 2016 stürzten um 9.00 Uhr, nach Schneeschmelze und einer kalten Nacht, rund 50 m3 Fels direkt auf die Sustenpassstrasse unterhalb von Gadmen. Der grösste Block hatte ein Gewicht von etwa 30 Tonnen.

Bilder von spektakulären Felsstürzen schaffen es in der Schweiz bis in die Hauptausgabe der Tagesschau und bis auf die Frontseiten der Zeitungen. Solche Bilder prägen das Bewusstsein der Öffentlichkeit, und meist ist auch gleich der Schuldige gefunden: Die Klimaerwärmung soll es sein, welche dafür verantwortlich ist. Und je wärmer es wird, desto mehr Felsstürze soll es geben.

Nur: Stimmt diese Schuldzuweisung? Was wissen wir heute aus wissenschaftlicher Sicht über die Einflüsse von Temperatur, Niederschlag, Wind sowie über den Auftauprozess von Permafrost auf das Verhalten des Gebirges und somit auf Sturzprozesse? Was zeigen Statistiken über Sturzprozesse im Kanton Bern aus? Was zeigen uns historische Daten von Sturzereignissen, auch in Bezug auf das frühere Klima? Und nicht zuletzt: Welche Rolle spielen die Medien?

Autoren: Ueli Gruner, Cornelia Brönnimann

Seitenangabe: 135-149

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