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Herkunft und Herstellungstechnik archäologischer Keramik

Die erdwissenschaftliche Perspektive

Herkunft und Herstellungstechnik archäologischer Keramik
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Herkunft und Herstellungstechnik archäologischer Keramik
Herkunft und Herstellungstechnik archäologischer Keramik (Bild: NGB)

Erdwissenschaftliche Standarduntersuchungen dienen nicht nur der Untersuchung von Gesteinen sondern auch von gesteinsähnlichen Materialien, wie Keramik. Da diese im Boden häufig und gut erhalten bleibt, stellt sie eine wichtige archäologische Fundgattung dar. Dünnschliffuntersuchungen helfen, verwendete Rohmaterialen zu unterscheiden und erlauben damit Aussagen zur Herkunft des Materials, aber auch zu Mobilität ihrer Hersteller.

Materialanalysen tragen einen wichtigen Beitrag zur Erforschung von archäologischen Funden bei. Ein Grossteil der archäologischen Hinterlassenschaft aller Epochen besteht aus anorganischen Materialien, da diese über Jahrtausende im Boden erhalten bleiben. Ob Steinwerkzeuge, Silexpfeilspitzen oder Keramikscherben aus der Steinzeit – Metallfragmente, Verhüttungsprodukte oder Erze aus den Metallzeiten – oder Mauern und Mörtelreste aus jüngeren Epochen: stets kommen ArchäologInnen in Kontakt mit anorganischen Werkstoffen. Aus diesem Grund finden auch erdwissenschaftliche Untersuchungsmethoden, v.a. aus den Fachgebieten der Mineralogie und Petrographie/Petrologie, bei zahlreichen archäologischen Untersuchungen ihre Anwendung.

In diesem Beitrag wird aufgezeigt, wie mittels einer geologischen Standard-Methode, der Polarisationsmikroskopie am Dünnschliff, die mineralogische Zusammensetzung eines anorganischen Fundobjektes bestimmt werden kann. Diese Methode wird ebenfalls sehr häufig in Keramikuntersuchungen eingesetzt, oft parallel und ergänzend zur Bestimmung der chemischen Zusammensetzung.

Autoren: Gisela Thierrin-Michael, Caroline Heitz, Regine Stapfer

Seitenangabe: 156-165

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