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Chancen und Risiken der Schweiz im globalen Wettstreit um Ressourcen

33. Treffen der Parlamentarischen Gruppe «Klimaänderung» vom 29. November 2005

2005
Nov 29
Veranstaltungsort
Bern

Prof. em. Peter Baccini [1], Präsident der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT), appellierte am Treffen für ein neues Verständnis einer Urbane Schweiz, um auf die sich immer rascheren globalen Veränderungen besser gewappnet zu sein. Die Präsentation von Hansjürg Leibundgut [2], Professor für Gebäudetechnik an der ETH Zürich und Geschäftsleiter der Amstein + Waltert AG zeigte am Beispiel der Gebäudetechnik, dass mit Mut viel wirksamere Schritten zur Reduktion der Treibhausgasemissionen bestehen würden.

Das Selbstverständnis unseres Landes ist geprägt durch die Pole Stadt - Land, Siedlung und Natur, Hoch- und Tiefland, wie P. Baccini ausführte. Ist dieses Wahrnehmungsmuster helvetischen Lebens eigentlich noch vertretbar oder hindert es uns daran, wichtige Kurskorrekturen vorzunehmen? Der Lebensraum Schweiz ist in den vergangenen rund 50 Jahren zu einer «Netzstadt» zusammengewachsen. In der Politik und in der Gesellschaft ist dieses Bild aber noch nicht verankert. Dies verhindert wichtige Anpassungen, die sich im Hinblick auf die absehbare weltweite Verknappung von Ressourcen und wegen anderen globalen Veränderungen aufdrängen. Heute fehlt eine nationale Strategie für die künftige Siedlungsentwicklung, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

Im Gebäudebereich hat die Schweizer Bauwirtschaft gemäss H. Leibundgut in den letzten Jahren innovative Lösungen entwickelt, die den Bau von Null-Emissionshäusern ermöglichen.

Die wirtschaftlichen Chancen für die Schweizer Bauwirtschaft werden aber durch verschiedene Hemmnisse gebremst:

  • Die Energiepolitik orientiert sich weiterhin an der Stabilisierung des CO2-Ausstosses auf dem Wert von 1990 statt am langfristigen Ziel einer viel weitergehenden Emissionsreduktion. Zudem bindet sie ihre Kräfte mit Studien, Marketingübungen und der Energieoptimierung alter Techniken.

  • Die Energiepolitik fördert Forschung und Entwicklung in Bereichen, wo die einheimische Industrie zur Umsetzung fehlt.

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