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Umweltveränderungen und Migration in Entwicklungsländern: Was geht das uns an?

60. Parlamentariertreffen der Gruppe «Klimaänderung» vom 24. September 2013

2013
Okt 23
Veranstaltungsort
Bern
Teaser: Umweltveränderungen und Migration in Entwicklungsländern: Was geht das uns an?
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Prof. Etienne Piguet (Geographisches Institut, Univ. Neuenburg) stellte in seinem Vortrag die verschiedenen Faktoren dar, welche zur Migration führen. Die meisten Studien lassen darauf schliessen, dass die Industrieländer nicht von grossen Wellen von Umweltflüchtlingen überrollt werden wird. Bevölkerungsbewegungen, die durch klimatische Faktoren ausgelöst werden, finden vor allem regional und in Entwicklungsländern statt. Allerdings bereiten uns selbst die wenigen Flüchtlinge verglichen mit der Migration im Süden grosse Sorgen. Darum liegt die Herausforderungen für die Schweiz vor allem in der Hilfe vor Ort wie beispielsweise der Katastrophenhilfe, oder in lokalen Anpassungsmassnahmen. Die Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz hat deshalb damit begonnen, die Umweltveränderungen miteinzubeziehen.
Prof. Walter Kälin (Institut für öffentliches Recht, Univ. Bern) führte im anschliessenden Referat aus, dass grosse Schutzlücken bestehen, wenn Menschen wegen Naturkatastrophen in Nachbarländer fliehen. Sie sind für das Völkerrecht weder Kriegsflüchtlinge noch Arbeitsmigranten. Das führt zu unklaren Mandaten für humanitäre Organisationen und Entwicklungsagenturen. Als Delegierter der Nansen-Initiative engagiert sich Walter Kälin im Namen verschiedener Länder, unter ihnen der Schweiz, für eine Regelung anhand einer Schutz-Agenda.

Die Veranstaltung wurde von ProClim-, Forum für Klima und Global Change und der Kommission für Forschungspartnerschaft mit Entwicklungsländern (KFPE) der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz SCNAT, im Namen der parlamentarischen Gruppe Klimaänderung organisiert.

  • Verknüpfungen

Fact Sheet: Umweltveränderungen und Migration in Entwicklungsländern
  • 2013
  • Bericht
  • Faktenblatt

Umweltveränderungen und Migration in Entwicklungsländern

Wie beeinflussen globale Umweltveränderungen und insbesondere der Klimawandel die Migrationsströme in und aus den Entwicklungsländern? Die Akademien der Wissenschaften Schweiz fassen den Stand des Wissens in einem soeben publizierten Faktenblatt zusammen. Die meisten Studien lassen darauf schliessen, dass die Schweiz nicht von grossen Wellen von Umweltflüchtlingen überrollt werden wird. Bevölkerungsbewegungen, die durch klimatische Faktoren ausgelöst werden, finden vor allem über kleine Distanzen statt – innerhalb von Staaten und, in geringerem Umfang, zwischen benachbarten Staaten. Die Herausforderungen für die Schweiz liegen vor allem in der Hilfe vor Ort.

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