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Kraut- und Knollenfäule im Kartoffelbau – Neue Lösungen für ein altes Problem

2016
Nov 30
13:20 - 17:30
Veranstaltungsort
Hotel Ador, Laupenstrasse 15, 3001 Bern
Den gesunden Kartoffelpflanzen (links) wurden mit Cisgenese mehrere Resistenzgene gegen die Kraut- und Knollenfäule aus Wildkartoffeln übertragen. Dadurch sind sie im Gegensatz zu den unveränderten Pflanzen (rechts) dauerhaft immun gegen diese Pflanzenkrankheit.
Bild: Agroscope
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Den gesunden Kartoffelpflanzen (links) wurden mit Cisgenese mehrere Resistenzgene gegen die Kraut- und Knollenfäule aus Wildkartoffeln übertragen. Dadurch sind sie im Gegensatz zu den unveränderten Pflanzen (rechts) dauerhaft immun gegen diese Pflanzenkrankheit.
Den gesunden Kartoffelpflanzen (links) wurden mit Cisgenese mehrere Resistenzgene gegen die Kraut- und Knollenfäule aus Wildkartoffeln übertragen. Dadurch sind sie im Gegensatz zu den unveränderten Pflanzen (rechts) dauerhaft immun gegen diese Pflanzenkrankheit. (Bild: Agroscope)

Um die Kartoffelkrankheit Kraut- und Knollenfäule umweltschonend und kostengünstig zu bekämpfen, sind neue Ansätze gefragt. Welche Lösungen kann die Forschung bieten und wie lassen sich diese zu einer nachhaltigen Strategie kombinieren?

Die Kraut- und Knollenfäule (KKF), die durch den Erreger Phytophthora infestans verursacht wird, hat im 19. Jahrhundert zu Hungersnöten und Armut in Europa geführt. Auch heute noch ist die KKF die verheerendste Krankheit im Kartoffelbau. Sowohl im konventionellen als auch im Biolandbau spielen Pflanzenschutzmittel (synthetische Fungizide, beziehungsweise Kupferpräparate) eine zentrale Rolle, um hohe Ertragsverluste zu vermeiden. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln belastet die Umwelt und verursacht für die Produzenten erhebliche Kosten. Entsprechend hoch ist das Interesse an neuen Bekämpfungsmethoden. Doch was hat die Forschung für Lösungen zu bieten? Und wie lassen sich verschiedene Ansätze zu einer nachhaltigen Bekämpfung kombinieren? Sechs ForscherInnen bieten eine umfassende Übersicht über die Problematik und zeigen unterschiedliche neue Lösungsansätze auf. In der anschliessenden Podiumsdiskussion mit den ReferentInnen sowie einem Vertreter des Bundesamtes für Landwirtschaft soll erörtert werden, wie eine nachhaltige Bekämpfungs-Strategie der KKF im Schweizer Kartoffelbau aussehen könnte.

ReferentInnen:

Brice Dupuis, Agroscope, Institut für Pflanzenbauwissenschaften
Grundlagen von Kartoffelzüchtung und -anbau (auf Französisch)

Tomke Musa-Steenblock, Agroscope, Institut für Nachhaltigkeitswissenschaften
Geschichte, Biologie und Epidemiologie der Kraut- und Knollenfäule (KKF) (auf Deutsch)

Helge Sierotzki, Syngenta AG, Disease Control Group
Neue Fungizide und andere synthetische Pflanzenschutzmittel (auf Deutsch)

Aurélien Bailly, Universität Zürich, Institut für Pflanzen- und Mikrobiologie
Das Kartoffel-Mikrobiom als Quelle alternativer Pflanzenschutzmittel (auf Französisch)

Lucius Tamm, Forschungsinstitut für Biologischen Landbau, Departement für Nutzpflanzenwissenschaften
Pflanzen-basierte Wirkstoffe gegen die KKF (auf Deutsch)

Evert Jacobsen, Wageningen UR, Laboratorium voor Plantenveredeling
Nachhaltige KKF-Resistenz dank Übertragung von Resistenzgenen aus Wildkartoffeln mittels Cisgenese (auf Deutsch)

Podiumsdiskussion:

ReferentInnen und Markus Hardegger, Bundesamt für Landwirtschaft

Moderation:

Urs Steiger (steiger texte konzepte beratung)

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