• 10.12.2019
  • Meldung
  • Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie

Weltweit milder November

berge alpen hügellandschaft herbst
Bild: M. Bolliger
×
berge alpen hügellandschaft herbst
berge alpen hügellandschaft herbst (Bild: M. Bolliger)

In der Schweiz lag die Novembertemperatur 2019 mit nur 0,3 Grad Celsius über der Norm 1981–2010 nicht im sehr milden Bereich. Im europäischen Mittel hingegen stieg der November 1,5 Grad Celsius über die Norm 1981–2010. Er gehört damit aber auch nicht zu den extrem milden Novembermonaten, welche in Europa 2015 oder 2009 mehr als 2 Grad Celsius über der Norm brachten. Im weltweiten Mittel war es mit 0,64 Grad Celsius über der Norm 1981−2010 einer der drei mildesten Novembermonate seit 1979, wie die aktuelle Copernicus-Analyse zeigt.

Mild in den tiefen Lagen der Schweiz

In der Schweiz zeigten sich vor allem die tiefen Lagen deutlich milder als die Norm 1981−2010. In der Ostschweiz, im zentralen Wallis und im südlichen Tessin stieg der November bis 1,5 Grad Celsius über die Norm. In hohen Lagen der Alpen blieb der November hingegen regional bis 1,4 Grad Celsius unter der Norm.

Milder November in Osteuropa

Während MeteoSchweiz das Klima in der Schweiz analysiert, beschäftigt sich Copernicus, das Programm der Europäischen Union zur Erdbeobachtung, mit dem europäischen und globalen Klima. Auch sie erstellen monatliche Klimabulletins. Die hier vorgestellten Informationen stammen aus dem Copernicus Novemberbulletin.

Die Durchschnittstemperaturen in Europa lagen im November 1,5 Grad Celsius über der Norm 1981−2010. Damit war dieser November kühler als andere, insbesondere als diejenigen in 2015 und 2009. Damals lagen die Temperaturen 2,3 Grad Celsius und 2,2 Grad Celsius über der Norm. In Zentral- und Osteuropa waren die Temperaturen überdurchschnittlich. Dies gilt insbesondere für den Südosten. In Westeuropa lagen die Temperaturen hingegen tiefer, auf den Britischen Inseln und regional in Nordeuropa auch deutlich unter der Norm.

Weltweit wärmster November seit 1979

Global war der November 2019 gemäss der Copernicus Analyse 0,64 Grad Celsius wärmer als die Norm 1981−2010. Gemeinsam mit dem November 2016 ist der diesjährige deshalb der wärmste November in dem ab 1979 verfügbaren Copernicus-Datensatz.

Die Arktis, der Westen der USA, Kanada, ein Grossteil Nordafrikas sowie Süd- und Ostasien – insbesondere die tibetische Hochebene – bewegten sich deutlich über der Novembernorm 1981 bis 2010. Die Temperaturen lagen ebenfalls in den zentralen Regionen Südamerikas, Südafrika, Westaustralien und über grossen Teilen der Antarktis darüber. Im Osten der USA, Kanada und einem zentralasiatischen Gebiet, das sich von Sibirien bis zu der iranischen Küste erstreckt, waren die Novembertemperaturen hingegen tiefer als die Norm.

Tags

Absender

Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie