Environmental Humanities

Environmental humanities
Environmental humanities (Bild: Alison Pouliot)
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Environmental humanities
Environmental humanities (Bild: Alison Pouliot)

Co-Leitung: Marc Hall, Philippe Forêt und Christoph Küffer

Mitglieder: Samer Angelone (Universität Zürich), Flurina Gradin (ZHdK), Brack Hale (Franklin University Switzerland), Qing Pei (Universität Zürich), Alison Pouliot (Australian National University), Veronika Rall (Universität Zürich), Rory Rowan (Universität Zürich), Juanita Schläpfer-Miller (Zurich-Basel Plant Science Center), Emily Scott (ETHZ/ University of Oregon), Dan Tamir (Universität Zürich), Katharina Thelen Lässer (Universität Zürich), Cosetta Veronese (HSR Rapperswil), Caroline Wiedmer (Franklin University Switzerland).

Ziele und Fokus

Die «Environmental Humanities» wollen die geisteswissenschaftliche Forschung zu Umweltproblemen koordinieren und stärken. Mittels Konzepte und Methoden der Geisteswissenschaften werden die kulturellen, sozialen, historischen und philosophischen Dimensionen von Umweltproblemen untersucht. Die Naturwissenschaften sind ein integraler Bestandteil der Environmental Humanities und erarbeiten naturwissenschaftliche Beiträge zu einem geisteswissenschaftlichen Verständnis von Umweltproblemen.
Das Ziel der Arbeitsgruppe «Environmental Humanities» ist es, die Umweltgeisteswissenschaften in der Schweiz zu stärken und zu vernetzen. Dazu initiierte sie gemeinsame Aktivitäten: regelmässige Treffen und Tagungen, Formulierung einer Forschungsagenda, Koordination und Ausbau von Lehrangeboten an verschiedenen Universitäten, Publikationen und Öffentlichkeitsarbeit wie Vortragsreihen oder Filmzyklen. Die Arbeitsgruppe bringt Forschende aus den Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften von Schweizer Universitäten zusammen. Die Webplattform «Environmental Humanities Switzerland» dient als wichtigstes Instrument für die Vernetzung.


Aktuell

Im Jahr 2018 stand die Frage nach der Anwendungsrelevanz der Environmental Humanities (EH) im Zentrum. Dazu wurde eine von der SAGW mitfinanzierte weltweite Befragung von EH-Forschungszentren durchgeführt. Untersucht wurde wie die Gesellschafts- und Politikrelevanz von Geisteswissenschaften von und für die Umwelt gestärkt werden kann. Der Schlussbericht wurde zusammen mit einer deutschen und englischen Zusammenfassung, einem Artikel in GAIA (Kueffer et al. 2018) und einem Blogbeitrag (Kueffer und Hall 2018) publiziert. Ferner veranstalte die AG am Zürcher Biodiversitäts-Festival «Abenteuer Stadtnatur» eine künstlerische Intervention mit dem Titel «Baumgeschichten». Auf einer Tour zu nicht einheimischen Bäumen aus aller Welt erzählten Menschen von ihrer Beziehung zum jeweiligen Baum (http://environmentalhumanities.ch/tree-stories/).
Unter dem Titel «Hot Hot Hot – Klimawandel in der Schweiz» realisierte Flurina Gradin mit Unterstützung weiterer AG-Mitgliedern das Design Symposium 2018 sowie das anschliessende interdisziplinäre Modul für 120 Design-Studierende zum Thema Klimawandel und Design. Auch das Seminar «Concrete jungles: Urban ecology and its design» von Emily Scott (Architekturtheorie) und Christoph Küffer (Ökologie) am Department Architektur der ETH Zürich ist dank der AG entstanden. Es brachte Studierende der Architektur und der Umweltwissenschaften zusammen.

Weitere Publikationen

  • Kueffer, C., Hall, M., Forêt, P., 2014: Environmental Humanities. SAGW Bulletin 4/2014, 31-32. (PDF)
  • Forêt, P., Hall, M., Kueffer, C., 2014: Developing the Environmental Humanities: A Swiss Perspective. GAIA 23 /1: 67-69. (PDF)
  • Hall, M. & P. Kupper (eds). 2014: Crossing Mountains. The Challenges of Doing Environmental History. RCC Perspectives 4/2014.

Kontakt

Marc Hall, Philippe Forêt und Christoph Küffer

  • Publikationen

  • 2018

Applying the Environmental Humanities

Environmental issues require answers from
science, society, and culture. How can we apply
the humanities and arts to these issues while
cultivating methodologies that value context-dependence,
multiperspectivity, relativism, and subjectivity?
Titelseite_Bericht_Applying_EH
  • 2017

Applying the Environmental Humanities: Ten steps for action and implementation

There is a growing perception in society and among decision makers that addressing
environmental problems requires fundamentally new approaches. This report is based upon a survey of practitioners who work in the field of Environmental Humanities and summarizes ten steps for action and implementation.
GAIA 2-17
  • 2017

Potenziale der Fachhochschulen für die Schweizer Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung

Gesellschaftliche Transformationsprozesse
sind auf praxisnahe Forschung angewiesen.
Fachhochschulen sind dafür ideal positioniert,
werden in der Schweiz aber dahingehend
kaum unterstützt.
Die grosse Transformation der Schweiz
  • 2016

Eine große Transformation der Schweiz: Auf Bewährtes setzen und mit Neuem experimentieren

Die saguf-Jahrestagung 2015 widmete sich den Möglichkeiten und Grenzen einer großen
gesellschaftlichen Transformation hin zu einer nachhaltigen Schweiz. Auf etliche Errungenschaften kann aufgebaut werden. Experimente und Neuorientierungen sind dennoch nötig.
Seeing the Environment through the Humanities: A New Window on Grand Societal Challenges
  • 2015

Seeing the Environment through the Humanities: A New Window on Grand Societal Challenges

The Environmental Humanities draw from insights of the human and natural sciences for proposing new concepts and solutions to society’s pressing environmental problems.