Urban Agriculture

Kühe am Stadtrand der Stadt Zürich (Marion Nitsch).
Kühe am Stadtrand der Stadt Zürich (Marion Nitsch).
×
Kühe am Stadtrand der Stadt Zürich (Marion Nitsch).
Kühe am Stadtrand der Stadt Zürich (Marion Nitsch).

Leitung: Heidrun Moschitz (Co-Leitung), Ruth Moser (Co-Leitung; ruth.moser@agridea.ch)

Mitglieder: Gaelle Bigler, Jérémie Forney, Ingrid Jahrl, Christoph Küffer, Moritz Maurer, Ruth Moser, Cyril Mumenthaler, Joëlle Salomon Cavin, Sopie Rochefort, Bettina Scharrer, Hans Wydler

Fokus

Unter urbaner Agrikultur versteht die Arbeitsgruppe alle Arten von Lebensmittelproduktion oder landwirtschaftlicher Produktion innerhalb urbaner Regionen, die sich auf lange ebenso wie kurze Wege oder auf Selbstversorgung ausrichten. Die urbane Agrikultur integriert alle Funktionen der Landwirtschaft, d.h. Versorgung mit Lebensmitteln, Landschaft, Erholung und Ökologie. Diese absichtlich weit gefasste Definition ist notwendig, um den gesamten Umfang, die Komplexität und den hybriden Charakter des Phänomens urbane Landwirtschaft verstehen zu können. Herkömmliche Kategorien, die für landwirtschaftliche Produktion und Stadt bisher verwendet werden, tragen der Vielfalt und der Debatten im Themenfeld urbane Agrikultur nicht genügend Rechnung. Initiativen wie beispielsweise Gemeinschaftsgärten, Landwirtschaft auf Dächern, städtische Bauernhöfe, Vertragslandwirtschaft oder Direktvermarktung sowie Debatten zu Ernährungssouveränität, regionale Landwirtschaft, multifunktionale Landwirtschaft, Qualität der Ernährung, nachhaltige Entwicklung der Städte, Schutz des Kulturlandes stellen Landwirtschaft und Gartenbau neu zueinander in Beziehung

Der Fokus urbane Agrikultur erlaubt einen Perspektivenwechsel auf die Beziehungen zwischen Landwirtschaft, Stadt und Ernährung ebenso wie auf die Stadt-Land-Beziehungen in der Schweiz.

Netzwerk

Die Arbeitsgruppe «Urban Agriculture» wurde im Jahr 2015 gegründet. Sie führt die Arbeiten des Swiss Urban Agriculture Network (SUAN) weiter und setzt sich als dessen Kerngruppe für die Stärkung des Netzwerkes ein. Ziele der Arbeitsgruppe sind, das wissenschaftliche Wissen und die öffentliche Anerkennung der urbanen Landwirtschaft in der Schweiz zu fördern sowie die Forschung im Zusammenhang mit urbaner Landwirtschaft zu erleichtern. Sie bringt interessierte Personen zusammen, die sich für die Entwicklung und die konzeptionellen Hintergründe der urbanen Landwirtschaft interessieren und einsetzen, und die Zusammenarbeit zwischen Forschung, Lehre und Praxis stärken wollen. Gegenwärtig sind mit AGRIDEA und FiBL, den Universitäten für angewandte Forschung HAFL, HSR Rapperswil und ZHAW, und den Universitäten Basel, Bern, Lausanne und Neuchâtel die wichtigsten Forschungs- und Bildungsinstitutionen im Bereich urbane Landwirtschaft vertreten.

Aktivitäten

Zu den Aktivitäten der Arbeitsgruppe gehört der Informationsaustausch über Projekte und die Organisation von Veranstaltungen. Im Jahr 2016 organisierte die Arbeitsgruppe die saguf-Jahrestagung. Diese fand unter dem Titel «Urbane Agrikultur – Impulse für eine nachhaltige Transformation von Stadt und Land» am 22. November in Sutz bei Biel statt. Ausserdem publizierte die Arbeitsgruppe einen Artikel zum Thema in GAIA (Moschitz und Küffer, 2016). Die Ergebnisse der saguf-Jahrestagung ausgewertet und als Grundlage für die weitere Arbeit der Arbeitsgruppe dienen.

  • Publikationen

Urbane Agrikultur - Titelbild
  • 2017

Urbane Agrikultur - Impulse für eine nachhaltige Transformation von Stadt und Land

Bei der saguf-Jahrestagung 2016 wurden ausgehend von Praxisbeispielen die
Potenziale und Herausforderungenn urbaner Agrikultur für eine nachhaltige Transformation von Stadt und Land diskutiert.
Urban Agriculture: Passing Fad or New Prospects for Agriculture and Cities?
  • 2016

Urban Agriculture: Passing Fad or New Prospects for Agriculture and Cities?

While urban agriculture might be considered a passing fad, we argue that it is a vehicle to deal with many urgent topics of societal transformation towards a sustainable future. We discuss the potential of urban agriculture to change agriculture and urban life.