Wissenschaftliche Politikberatung in Europa

Die SCNAT berät die Schweizer Politik wissenschaftlich. Sie bringt sich auch bei entsprechenden Aktivitäten in Europa ein, weil dort getroffene Entscheide für die Schweiz von Bedeutung sind. Damit unterstützt die SCNAT das Engagement der Akademien der Wissenschaften Schweiz (a+).

Science Advice for Policy by European Academies

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz sind Mitglied bei zwei europäischen Dachverbänden und dadurch Teil des Konsortiums Science Advice for Policy by European Academies (SAPEA). Bestehend aus über 100 Akademien aller Disziplinen aus mehr als 40 Ländern Europas, stellt SAPEA den politischen Gremien der EU unabhängige und transdisziplinäre wissenschaftliche Erkenntnisse zur Verfügung. Dies erfolgt über den sogenannten Scientific Advice Mechanism und wird finanziert durch das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation. Die SCNAT trägt mit Expertise aus ihrem Netzwerk zu den Arbeiten von SAPEA bei.

European Academies Science Advisory Council

Teil von SAPEA ist der Dachverband European Academies Science Advisory Council (EASAC), dem die Wissenschaftsakademien der EU-Mitgliedstaaten, der Schweiz und Norwegens angehören. Ergänzend zu ihrem Beitrag an SAPEA berät das EASAC die politischen Gremien der EU in den Bereichen Biowissenschaften, Energie und Umwelt. Die SCNAT delegiert Forscherinnen und Forscher aus der Schweiz in EASAC-Leitungsgremien und in Arbeitsgruppen zur Erarbeitung wissenschaftlicher Berichte mit Politikempfehlungen.

  • Publikationen

Report "Adaptation to health effects of climate change in Europe"
  • 2020

Anpassung an die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels in Europa

Die Veränderung des Klimas hat auch negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit aufgrund von Hitze(wellen), infektiösen und übertragenen Krankheiten, Extremereignissen wie Überschwemmungen und Bränden. Die Herausforderung besteht somit neben der Reduktion von Treibhausgasemissionen in der Anpassung an die unvermeidlichen Folgen des Klimawandels auf den Gesundheitssektor, um dessen Widerstandsfähigkeit in Europa zu stärken.
EASAC-FEAM report "Challenges and potential in regenerative medicine"
  • 2020

Herausforderungen und Potenziale in der regenerativen Medizin

Boomende Wunderheilungen und unangemessener Druck zur Erlangung von Schnellzulassungen bedrohen medizinische Versprechungen.
EASAC Commentary "How can science help to guide the European Union’s green recovery after COVID-19?"
  • 2020

Beitrag der Wissenschaft zur grünen Erholung Europas nach COVID-19

Die Gestaltung der Anstrengungen der Europäischen Union (EU) und ihrer Mitgliedstaaten zur Erholung nach COVID-19 wird die Lebensqualität der Menschen noch während Jahrzehnten bestimmen. Im Zusammenhang mit den EU-Plänen für eine grüne Erholung appellieren europäische Akademien an politische Entscheidungsträger, die entscheidende Rolle der Wissenschaft anzuerkennen und Bemühungen in drei Schlüsselbereichen zu verstärken: Energie, Ökosystem und Gesundheit.
SAPEA Bericht "A sustainable food system for the European Union"
  • 2020

Ein nachhaltiges Ernährungssystem für Europa

Die nachhaltige Gestaltung unserer Ernährungssysteme erfordert eine radikale Transformation von deren komplexen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Komponenten. Eine einfache Erhöhung der Produktivität reicht nicht aus, um die steigende weltweite Nachfrage nach Lebensmitteln in Zukunft zu befriedigen.
EASAC Commentary "The regulation of genome edited plants in the EU"
  • 2020

EU-Vorschriften über gentechnisch veränderte Pflanzen

Die derzeitigen EU-Vorschriften über gentechnisch veränderte Organismen (GVO) sind nicht mehr zeitgemäss, warnen führende Wissenschaftler in einem Kommentar des European Academies Science Advisory Council (EASAC), und fordern radikale Reformen.
EASAC Bericht "Packaging plastics in the circular economy"
  • 2020

Kreislaufwirtschaft bei Verpackungskunststoffen

Verpackungskunststoffe bieten Herstellern eine fast unendliche Auswahl an Möglichkeiten bezüglich Funktion und Design. Aufgrund ihrer Haltbarkeit und ihrer Beständigkeit gegen Zersetzung bleiben sie, wenn sie in die Umwelt ‘austreten’, dort liegen. Solches Austreten hat rasch zugenommen, und seine schädlichen Auswirkungen, insbesondere auf die Meeresumwelt, haben in der Öffentlichkeit und in der Politik grosse Besorgnis ausgelöst.