Schweizerische Entomologische Gesellschaft

Die Schweizerische Entomologische Gesellschaft (SEG) wurde 1858 mit dem Ziel gegründet, die einheimische Insektenfauna zu erforschen, die Kenntnisse in allen entomologischen Disziplinen zu erweitern sowie den Kontakt unter den Mitgliedern zu fördern. Allen Berufsentomologen und entomologisch Interessierten steht die Mitgliedschaft in der Gesellschaft offen.

Der Gesellschaft sind gegenwärtig zehn Regionalsektionen angeschlossen: Appenzell–St.Gallen, Basel, Bern, Freiburg, Genf, Luzern, Neuenburg, Waadt, Wallis und Zürich.


Insekten—Vielfalt und Bedeutung

Die Biodiversität der Arthropoden und insbesondere der Insekten ist höher – viel höher – als die jeder anderen makroskopischen Organismengruppe. Während weltweit mehrere Millionen Arten von Insekten zu erwarten sind, wird in der Schweiz mit einer Fauna von mindestens 30'000 Arten gerechnet – etwa dem Zehnfachen unserer heimischen Gefässpflanzendiversität.

Viele von diesen Lebewesen spielen – etwa als Bestäuber oder als Nahrung – eine wichtige Rolle im Gefüge der natürlichen Ökosysteme, aber auch in der Land- und Forstwirtschaft kann ihre Bedeutung – sei es als Schädlinge oder Nützlinge – kaum überschätzt werden. Zudem sind die Insekten in der Human- und Veterinärmedizin als Überträger von gefürchteten Krankheiten von grossem wissenschaftlichem Interesse. Und schliesslich können sie im Naturschutz aufgrund ihrer oft spezifischen Habitatsansprüche als empfindliche Indikatoren für die Lebensraumqualität und den Klimawandel genutzt werden.



  • Publikationen

Mountain Research and Development Vol 37, No 1
  • 2017

Mountain Research and Development, Vol 37, No 1

This issue offers 14 peer-reviewed articles focusing on questions related to water, risk reduction, energy, land use change, biodiversity, vegetation ecology, conservation, gender policy, ethnobotany, indigenous knowledge, economic opportunities, mobility, and glacier monitoring — always with sustainable development in mind. Geographically, papers present insights from Nepal, China, Thailand, Kyrgyzstan, Poland, Switzerland, Italy, Ecuador, and Colombia.
IBS 2017/120
  • 2017

Informationsdienst Biodiversität Schweiz IBS Nr. 120

Citizen Science: Daten zeigen Bestandesückgang der Erdkröte
Hitze und Trockenheit im Sommer 2015
  • 2017

Hitze und Trockenheit im Sommer 2015

Der Sommer 2015 ist in der Schweiz nach 2003 der zweitwärmste Sommer, der je gemessen wurde. Er ist geprägt durch niedrige Pegelstände und geringe Abflussmengen in den Gewässern, starken Gletscherschmelze und eine rekordhohe Erwärmung von Permafrostböden. Hitze und Trockenheit haben Auswirkungen auf Gesundheit, Landwirtschaft, Wald, Biodiversität, Luftqualität und Stromproduktion. Wegen der Sommerhitze sind 2015 rund 800 Todesfälle mehr zu beklagen, als in einem normalen Jahr. Bei der Wasserversorgung ist die Lage 2015 weniger angespannt als 2003. Bis Mitte des 21. Jahrhunderts dürften Verhältnisse wie im Sommer 2015 zum Normalfall werden.

Kontakt

SEG
c/o Hannes Baur
Naturhistorisches Museum Bern
Bernastrasse 15
3005 Bern


031 350 72 64
E-Mail
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Willkommen im unerschöpflichen Forschungsgebiet

Portraitfoto - Stefan Ungricht

Die taxonomische und ökologische Vielfalt der Insekten bringt es mit sich, dass über die meisten Arten noch verhältnismässig wenig bekannt ist, und es gibt dementsprechend auch in der Schweiz noch viel Neues zu entdecken.

Unsere Gesellschaft vereint die Expertise von Berufsentomologen und Naturkundlern, die ein breites Insektenspektrum abdecken – von Grossen Sackträgern und Kleinen Waldgärtnern bis zu Heiligen Pillendrehern und Gemeinen Becherjungfern.

Insekten sind ideale Studienobjekte: Oft wunderschön, manchmal bizarr-skurril, aber vor allem immer wieder überraschend und faszinierend. Geben Sie Ihrem Forschungstrieb nach, lernen Sie diese kleinen Sechsbeiner besser kennen – und werden auch Sie Mitglied!

—Stefan Ungricht

Präsident der Schweizerischen Entomologischen Gesellschaft