Fritz Fuhrer

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Fritz Fuhrer
Fritz Fuhrer

Leidenschaftlicher Präparator

Anlässlich ihrer 88. Jahresversammlung vom 24. Oktober 2009 in Basel hat die Schweizerische Paläontologische Gesellschaft Fritz Fuhrer für seine besonderen Verdienste geehrt, Fossilien durch fachgerechte Bergung und Präparation der Allgemeinheit und der Forschung zugänglich gemacht und konservatorisch erhalten zu haben.

An verschiedenen Fronten gelingt es ihm seine Passion für Fossilien und sein reiches Wissen an Jung und Alt weiter zu vermitteln.
Von seiner Erfahrung, seinen technischen Kenntnissen und seiner Ausdauer konnten und können verschiedene Institutionen (Paléontologie A16, Naturhistorisches Museum der Burgergemeinde Bern, Fondation Paléontologique Jurassienne) profitieren, für welche er Fossilien als Sammlungsgut, für Ausstellungen und für die Wissenschaft präpariert.
Über die Jahre hat er bei zahlreichen Geländebegehungen eine ansehnliche Sammlung von kostbaren Fossilien zusammengetragen.


Kurzbiographie

Fritz Fuhrer, geboren 1935, ist im Berner Seeland aufgewachsen und hat in Busswil eine Schreinerlehre abgeschlossen. Nach einiger Zeit im Bündnerland kehrt er zurück ins Bernbiet und arbeitet als Schreiner. Später wechselte er in eine Schlosserei, um mit dem etwas grösseren Verdienst seine fünf Kinder grosszuziehen. Seit 2000 ist er im "Un-Ruhe"-Stand.
Sein Interesse an Fossilien wurde durch 2 unpräparierte Herzmuscheln geweckt, welche als Geschenk in seinen Haushalt kamen. Erst Ende der 80er- Jahre, auf der Suche nach einer neuen Freizeitbeschäftigung, kam er über das Naturhistorische Museum der Burgergemeinde Bern und eine Fernsehsendung "Chumm und lueg" aus dem Laufental auf die Idee selber auf Fossilsuche zu gehen. Dabei begegnete er "Gleichgesinnten" wie Peter Borer, Bernhard Hostettler und Hermann Zbinden und lernte von gemeinsamen Suchkampagnen und in Kursen. Mit den vielen Funden erwachte auch sein Interesse an der Präparation.
Als Mitglied der Berner Mineralienfreunde (MFB) schliesst er etliche Bekanntschaften. So kam er zu seinem Nebenjob in Olten, wo er während 2 Jahren für das Geowissenschaftliche Atelier der Gebrüder Imhof präparierte. Aktiv machte er im Verein Jurafossilien mit. Fritz Fuhrer ist 2002 eines der Gründungsmitglieder der Fondation Paléontologique Jurassienne (FPJ) und stellt so sein eigenes Sammlungsgut der FPJ zu Verfügung: etwa 5 Vitrinen mit Funden von Liesberg, Reuchenette und kleineren Fundstellen aus der Umgebung Liesberg. Ab Februar 2000 arbeitet Fritz Fuhrer für die Paléontologie A16 (Transjurane) Teilzeit für ein Jahr als Präparator auf den Grabungsstätten, anschliessend (mit der Gründung der Gesellschaft PräpGem im Juni 2001) im Mandatsverhältnis, vor allem zuhause im selber eingerichteten eigenen Atelier. Seit 2002 unterstützt er das Naturhistorische Museum Bern an einem fixen Tag pro Woche im Geowissenschaftlichen Präparationsatelier. Zusätzlich hilft er mit seinen Kenntnissen dem Museum an Spezialanlässen wie der Museumsnacht, der Klopfstelle oder einem Tag der offenen Türe. In der SPG bildet er sich seit den 90er-Jahren weiter, benutzt Kurse und Veranstaltungen auch zur Kontaktpflege. Gerne gibt er auch sein Wissen weiter, sei es in Kursen für die SPG oder den MFB oder an Museumsveranstaltungen für Kinder.
Alle schätzen ihn sehr, vor allem seine Bescheidenheit, seine Liebenswürdigkeit, aber auch seine technischen Kenntnisse und seine praktischen Ideen für raffinierte Lösungen von speziellen Problemen.