• 02.05.2018
  • Medienmitteilung
  • Forum Biodiversität Schweiz

Der Ballenberg setzt auf Artenvielfalt

Die Kulturlandschaft im Freilichtmuseum Ballenberg soll in Zukunft noch mehr Lebensräume für Tiere und Pflanzen bieten
Bild: Ballenberg, Freilichtmuseum der Schweiz
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Die Kulturlandschaft im Freilichtmuseum Ballenberg soll in Zukunft noch mehr Lebensräume für Tiere und Pflanzen bieten
Die Kulturlandschaft im Freilichtmuseum Ballenberg soll in Zukunft noch mehr Lebensräume für Tiere und Pflanzen bieten (Bild: Ballenberg, Freilichtmuseum der Schweiz)

Anlässlich des Europäischen Kulturerbejahrs 2018 spannt das Forum Biodiversität Schweiz mit dem Freilichtmuseum Ballenberg zusammen. Verschiedene Projekte machen den Zusammenhang von natürlicher und kultureller Vielfalt sichtbar. Denn Biodiversität und Kulturerbe sind zwei Seiten einer Medaille.

Die ehemals durch vielfältige Nutzungsformen geprägte Kulturlandschaft in der Schweiz wird zusehends eintöniger. Damit einher geht der anhaltende Rückgang der Artenvielfalt. «Kulturelle Vielfalt und biologische Vielfalt sind untrennbar miteinander verbunden», sagt Daniela Pauli, Geschäftsführerin des Forums Biodiversität der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz. «Deshalb ist es wichtig, dass die Akteure beider Bereiche enger zusammenarbeiten.»

Neue Umgebungsgestaltung für den Ballenberg
In diesem Sinn lancieren das Forum Biodiversität und das Freilichtmuseum Ballenberg anlässlich des Europäischen Kulturerbejahrs 2018 mit Unterstützung des Bundesamts für Umwelt erstmals gemeinsame Projekte. Den Auftakt macht am 6. Mai eine Führung, bei der Besucherinnen und Besucher auf dem Ballenberg erleben, wie traditionelle Bauformen, landwirtschaftliche Techniken und die biologische Vielfalt zusammenhängen. Geplant ist auch ein Lehrmittel, mit dem Schulen die Zusammenhänge vor Ort selber entdecken können.

Die auf dem Ballenberg gezeigten Gebäude stammen aus unterschiedlichen Regionen der Schweiz und wurden zu unterschiedlichen Zeiten erbaut. Heute entspricht die Umgebung im Freilichtmuseum allerdings nicht immer dem originalen natur- und kulturhistorischen Kontext der Häuser. Die Umgebung in Zukunft noch stimmiger und damit gleichzeitig artenreicher zu gestalten, ist ein gemeinsames Anliegen des Freilichtmuseums und des Forums Biodiversität.

Auch in der realen Welt umsetzbar
Dass dieser Ansatz nicht nur fürs Museum taugt, zeigt die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift «Hotspot» des Forums Biodiversität. Darin wird unter anderem das Projekt «Neue Nutzungen» der Kantone Aargau und Zürich vorgestellt, das biodiversitätsfördernde Landschaftsnutzungen identifiziert, die unter den heutigen Rahmenbedingungen umsetzbar sind. In Zürich arbeiten zudem Archäologie und Denkmalpflege erfolgreich mit dem Fledermausschutz zusammen, um gefährdete Arten zu fördern. «Es ist Zeit, kulturhistorisches Wissen in die aktuellen Debatten zum Biodiversitätsschutz einzubringen – und umgekehrt», sagt Daniela Pauli.

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2018
Mai 6
Freilichtmuseum Ballenberg
  • Ballenberg
  • Forum Biodiversität Schweiz
  • Führung
  • Hofstetten bei Brienz

Natur und Kultur im Dialog

Der Mensch prägt die Landschaft seit Jahrtausenden. Seine Aktivitäten und Bauten haben viele neue Lebensräume geschaffen, aber auch zahlreiche Tier- und Pflanzenarten verdrängt. Auf dieser zweieinhalbstündigen Führung durch die vielfältige Kulturlandschaft im Freilichtmuseum Ballenberg entdecken Sie zusammen mit Fachleuten solche Lebensräume und lernen ihre Bewohner kennen. Sie erhalten einen Einblick, wie traditionelle Bauformen, landwirtschaftliche Techniken und die Artenvielfalt zusammenhängen und erfahren, weshalb die Biodiversität ein Teil des kulturellen Erbes ist.
2018
Mai 6
Freilichtmuseum Ballenberg
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Natur und Kultur im Dialog

Der Mensch prägt die Landschaft seit Jahrtausenden. Seine Aktivitäten und Bauten haben viele neue Lebensräume geschaffen, aber auch zahlreiche Tier- und Pflanzenarten verdrängt. Auf dieser zweieinhalbstündigen Führung durch die vielfältige Kulturlandschaft im Freilichtmuseum Ballenberg entdecken Sie zusammen mit Fachleuten solche Lebensräume und lernen ihre Bewohner kennen. Sie erhalten einen Einblick, wie traditionelle Bauformen, landwirtschaftliche Techniken und die Artenvielfalt zusammenhängen und erfahren, weshalb die Biodiversität ein Teil des kulturellen Erbes ist.
HOTSPOT 37/18: Biodiversität und Kulturerbe
  • 2018
  • Forum Biodiversität Schweiz
  • Magazin

Hotspot 37/18: Biodiversität und Kulturerbe

Natur und Kultur – zwei unvereinbare Gegensätze? Mitnichten! Natur und Kultur stehen in vielfältiger Wechselbeziehung zueinander. Einerseits sind die biologische Vielfalt und die Landschaften Mitteleuropas das Ergebnis des kulturell geprägten Umgangs des Menschen mit natürlichen Ressourcen und deren Nutzung. Andererseits ist sowohl das materielle wie auch das immaterielle kulturelle Erbe stark geprägt von der Natur. Das Forum Biodiversität Schweiz spürt anlässlich des Europäischen Kulturerbejahres 2018 mit der aktuellen Ausgabe des Magazins HOTSPOT den Verflechtungen zwischen Biologischer Vielfalt und Kulturerbe nach. Anhand von konkreten Beispielen offenbaren sich zahlreiche Abhängigkeiten, Parallelen und gemeinsame Herausforderungen. Beide, Kulturerbe wie Naturerbe, sind unverzichtbarer Teil der menschlichen Geschichte. Und beide stehen heute unter Druck. Um sie zu bewahren und weiterzuentwickeln, braucht es neue Allianzen zwischen der Pflege des Kulturerbes und der Förderung der Biodiversität.
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