• 22.08.2019
  • Medienmitteilung
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Akademien fordern, Forschung in internationaler Zusammenarbeit besser zu nutzen

Forschende prüfen den Einsatz von Drohnen zur Stärkung der Gesundheitsversorgung in Madagaskar
Bild: Astrid Knoblauch, Swiss TPH Basel
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Forschende prüfen den Einsatz von Drohnen zur Stärkung der Gesundheitsversorgung in Madagaskar
Forschende prüfen den Einsatz von Drohnen zur Stärkung der Gesundheitsversorgung in Madagaskar (Bild: Astrid Knoblauch, Swiss TPH Basel)

Armut, soziale Ungleichheit, globale Umweltprobleme, Pandemien: Die Schweiz soll ihre internationale Zusammenarbeit stärker auf Armutsbekämpfung und die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 ausrichten und die Wissenschaft dazu nutzen, ihren globalen Beitrag zu leisten. Dies fordern die Akademien der Wissenschaften Schweiz in ihrer Stellungnahme zur internationalen Zusammenarbeit. Dafür müsse die Schweiz die heute bestehenden, starken Forschungspartnerschaften mit Entwicklungsländern in allen Aspekten der internationalen Zusammenarbeit umfassender miteinbeziehen. Die Akademien präsentieren über 50 umsetzungsreife Forschungsideen, welche die Erreichung der Agenda 2030 entscheidend unterstützen würden.

Die internationale Zusammenarbeit ist für die Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Agenda 2030 von elementarer Bedeutung. Die Schweiz muss deshalb sicherstellen, dass ihre Zusammenarbeit die Nachhaltigkeit optimal fördert. Die Akademien empfehlen, die SDG-Kompatibilität der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz mit einer Studie vertieft zu prüfen. Generell müsse die Zusammenarbeit stärker auf Evidenz abgestützt werden, um eine wirkungsorientierte Umsetzung zu ermöglichen.

Krisen, Migration, Klima: Lösungen beruhen auf wissenschaftlicher Zusammenarbeit

Seit Jahrzehnten arbeiten Forschungsinstitutionen der Schweiz eng mit Partnern in Entwicklungsländern zusammen. Dies fördert nicht nur den gegenseitigen Aufbau von Wissen und Kompetenzen und trägt zur Lösung von globalen Herausforderungen bei. Die Forschungspartnerschaften verhelfen der Diplomatie auch zu alternativen Zugängen zu Entscheidungsträgerinnen und -trägern und fördern die wirtschaftliche Zusammenarbeit. Gerade für das Zusammenspiel in den Schwerpunkten der Botschaft wie Migration, Klimakrise und Krisenbewältigung ist die wissenschaftliche Zusammenarbeit absolut zentral.

Forschung für Nachhaltigkeit: über 50 dringliche Forschungsideen

Die Kommission für Forschungspartnerschaften mit Entwicklungsländern der Akademie der Naturwissenschaften hat 2018 ihre Partner aufgerufen, Forschungsideen vorzuschlagen, die die Umsetzung der Agenda 2030 unterstützen und die drängenden globalen Herausforderungen angehen. Zusammengekommen sind über 50 Projekte von 22 Forschungsinstitutionen der Schweiz. «Nachhaltiger Frieden in urbanen Ballungsräumen», «Wissen zur Vermeidung von Wasserkrisen», «Optimierung der Kakaoproduktion»: Die Projektideen zeigen konkret auf, wie die Nachhaltigkeitsziele in Kooperation mit dem Globalen Süden effektiv erreicht werden könnten und wie Wissenschaft als Fundament die internationale Zusammenarbeit stärkt.

Zu den Forschungideen für Nachhaltigkeit

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Stellungnahme zum erläuternden IZA-Bericht 2012-24
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Stellungnahme zum erläuternden Bericht IZA 2021-24

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz begrüssen die Konsultation zur Botschaft über die internationale Zusammenarbeit 2021-2024 (IZA) der Schweiz, da dies eine breit abgestützte Debatte über deren strategische Ausrichtung ermöglicht. Die Akademien teilen die Einschätzung des Berichts über die bisherigen Erfolge und die künftigen Herausforderungen der Schweizer IZA, leiten aus Sicht der Wissenschaft jedoch differenzierte strategische Lösungsansätze für die Zukunft ab.

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