• 25.10.2017
  • Medienmitteilung
  • Forum Biodiversität Schweiz Geschäftsstelle

Artensterben – auch in der Schweiz

In der Schweiz ausgestorben: die Grosse Zangenlibelle (Onychogomphus uncatus).
Bild: Hansruedi Wildermuth
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In der Schweiz ausgestorben: die Grosse Zangenlibelle (Onychogomphus uncatus).
In der Schweiz ausgestorben: die Grosse Zangenlibelle (Onychogomphus uncatus). (Bild: Hansruedi Wildermuth)

Pflanzen, Tiere und Pilze sterben nicht nur im Regenwald aus, sondern auch bei uns. In der jetzt erschienenen Ausgabe des Magazins HOTSPOT «Auf den Spuren des Artensterbens» macht das Forum Biodiversität Schweiz der Akademie der Naturwissenschaften das Ausmass und die Mechanismen des Aussterbens in der Schweiz sichtbar.

In weiten Teilen Deutschlands ist die Zahl der Insekten massiv zurückgegangen. Dies zeigte eine wissenschaftliche Studie, die letzte Woche veröffentlicht wurde. Solche massiven Bestandseinbrüche sind ein Warnsignal: Sie deuten darauf hin, dass ein umfangreiches Aussterben im Gange ist. Aussterben passiert nicht von heute auf morgen; vielmehr bahnt es sich langsam an. Zuerst gibt es immer weniger Individuen einer Art, dann verschwinden einzelne Populationen, das Verbreitungsgebiet wird löchriger – und irgendwann geht die Art endgültig verloren.

Pflanzen, Tiere und Pilze sterben nicht nur im tropischen Regenwald, in Korallenriffen oder den Savannen Afrikas aus, sondern auch bei uns. Mit jedem Aussterben endet ein einzigartiger Zweig des in Milliarden Jahren entstandenen Baums des Lebens – was damit verloren geht, ist irreversibel und lässt sich auch mit neusten technischen Methoden nicht wiederherstellen.

Im neusten HOTSPOT «Auf den Spuren des Artensterbens» präsentieren WissenschaftlerInnen und Biodiversitätsfachleute die neusten Erkenntnisse zum Ausmass und zu den Mechanismen des Aussterbens in der Schweiz.

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HOTSPOT 36/17
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HOTSPOT 36/17: Auf den Spuren des Artensterbens

Wenn eine Veränderung der Biodiversität irreversibel ist, dann das Aussterben einer Art. Denn mit jedem Aussterben endet ein einzigartiger Zweig des in Milliarden Jahren entstandenen Baums des Lebens. Ebenso beunruhigend sind die oft unterschätzten Warnsignale, die dieses Aussterben begleiten: die schleichende Erosion der Pflanzenvielfalt in unserem Land, welche nicht nur die seltensten Arten betrifft, der Rückgang der Insektenbestände, die Verarmung von Wiesen auf lokaler Ebene. Besorgnis erregend ist aber auch das Aussterben von Spezialisten - Taxonominnen und Systematikern - die in der Lage sind, diese Änderungen zu dokumentieren. Das Magazin HOTSPOT 36/2017 spürt den aktuellen Trends nach, geht aber noch weiter: Es spricht auch Möglichkeiten an, um der Negativspirale entgegenzuwirken, zum Beispiel mit konkreten Massnahmen der Artenförderung, der verstärkten Wahrnehmung individueller und kollektiver Verantwortung oder dem evidenzbasierten Naturschutz. Die Abbildungen dieser HOTSPOT-Ausgabe stellen acht Arten von Pflanzen, Tieren und Pilzen vor, die in den letzten Jahrzehnten aus der Schweiz verschwunden sind.

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Biodiversität ist die Vielfalt des Lebens. Dieses Portal bringt Ihnen näher, was Biodiversität genau ist und wie es um Arten, Artengruppen und Ökosysteme in der Schweiz steht. Zudem zeigt das Portal einen Überblick über die Aktivitäten in unserem Land in der Forschung, Beobachtung, Erfassung sowie Aus- und Weiterbildung zur Biodiversität.