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Entomo Helvetica Band 5, 2012

Entomo Helvetica 2012/5: Titelseite
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Entomologische Zeitschrift der Schweiz

Bei der Gelegenheit der Veröffentlichung des fünften Bandes der Entomo Helvetica schlage ich euch ein wenig Statistik vor. Ich habe mich dafür interessiert, welches die beliebtesten Insektengruppen der schweizerischen EntomologInnen sind. Abgestützt auf die letzten 113 erschienenen Artikel, wurden Coleoptera und Lepidoptera am meisten untersucht. Diese beiden Ordnungen machen je 25 % der publizierten Artikel aus. Die Diptera folgen mit 17 %, dann die Hymenoptera (11 %) und die Odonata (8 %). Diese Zahlen verwundern jedoch nicht, gehören Coleoptera, Diptera und Lepidoptera doch zu den drei vielfältigsten Ordnungen in der Schweiz. Also nichts Erstaunliches über die am meisten untersuchten Gruppen, oder anders gesagt, über diejenigen über welche am meisten Publikationen erschienen sind.
Diese Statistik zeigt auch, dass viele Insektengruppen nur wenig Aufmerksamkeit seitens der EntomologInnen geniessen. Die Hemiptera gehören zu diesen «Waisenkindern» (nur 2 Publikationen in 5 Jahren), obwohl diese Ordnung immerhin mehrere hundert, ja tausend Arten in der Schweiz zählt.
Nicht zu reden von Thysanoptera, Psocoptera und andere Dictyoptera, welche bisher noch gar nie in unserer Zeitschrift behandelt wurden… Dies ist jedoch kein neues Phänomen, alle diese Gruppen besitzen schlicht nicht dasselbe «Sympathie-Kapital». Die Odonata und Orthoptera fesseln den Beobachter, Amateur oder Profi , einfacher als die Siphonaptera oder Dermaptera. Und das Fehlen von anerkannten Spezialisten für diese teilweise auch schwierigen Gruppen vereinfacht die Arbeit des Entomologen/der Entomologin keineswegs. Vielleicht helfen diese Überlegungen mit, den einen oder die andere dazu zu bewegen, sich einer solch vernachlässigten Ordnung zuzuwenden?
Es darf jedoch nicht angenommen werden, die Autoren/innen der Entomo Helvetica würden das Einfache suchen. Parasitische Fliegen auf Libellen, Kleinschmetterlinge, bei Ameisen lebende Fliegen, parasitoide Hautfl ügler sind nur einige Beispiele von weniger bekannten Insekten, welche in Artikeln in diesem Band abgehandelt werden. Schliesslich sind auch die EntomologInnen selbst, wie die Insekten, die sie untersuchen, sehr vielfältig!
Also, ob es sich um ein entomologisches Inventar einer Region, um eine neue Art für die Schweiz oder um die Beschreibung eines unbekannten Verhaltens eines Insekts handelt, fahren Sie fort uns Ihre Artikel und Kurzbeiträge zu schicken. Ihr Beitrag trägt zur Kenntnis der Schweizer Fauna bei.

Im Namen der Redaktion
Anne Freitag (Übersetzung Christoph Germann)

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