• 2015
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Hydrologisches Jahrbuch der Schweiz 2014

Hydrologisches Jahrbuch der Schweiz 2014
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Hydrologisches Jahrbuch der Schweiz 2014
Hydrologisches Jahrbuch der Schweiz 2014

Das «Hydrologische Jahrbuch der Schweiz» [1] liefert einen Überblick über das hydrologische Geschehen auf nationaler Ebene. Es zeigt die Entwicklung der Wasserstände und Abflussmengen von Seen, Fliessgewässern und Grundwasser auf und enthält Angaben zu Wassertemperaturen sowie zu physikalischen und chemischen Eigenschaften der wichtigsten Fliessgewässer der Schweiz. Die meisten Daten stammen aus Erhebungen des BAFU.

  • Das Jahr 2014 war zusammen mit 2011 das wärmste seit Messbeginn 1864. Die über die ganze Schweiz gemittelte Jahrestemperatur 2014 lag 1,2°C über der Norm 1981-2010. Der Jahresniederschlag erreichte in den meisten Regionen normale oder etwas unterdurchschnittliche Mengen. Auf der Alpensüdseite und im Engadin war das Jahr mit Mengen von 120 - 170% des Regerenzwertes deutlich zu nass. Die Gletscher der Schweizer Alpen zeigten im hydrologischen Jahr 2013/2014 verglichen mit dem Jahrzent davor relativ geringe Massenverluste.

  • Auf der Alpennordseite lagen die Jahresmittel des Abflusses in den grossen Flussgebieten unter oder nahe der Norm 1981-2010. In einem normalen Bereich lagen der Rhein, die Aare, die Reuss und die Limmat. In der Thur, im Doubs und in der Rhone flossen weniger als 90 % der erwarteten Mengen ab. Deutlich über dem langjährigen Mittel waren die Abflüsse von Inn, Ticino und Maggia.

  • Die Jahresmittelwerte der Wasserstände der meisten grösseren Seen der Alpennordseite lagen im Jahr 2014 nahe bei den Mittelwerten der Normperiode 1981-2010. Am Lago Maggiore und am Lago di Lugano wurden stark überdurschnittliche Pegelstände gemessen.

  • Bei den Wassertemperaturen der grösseren Flussgebiete lagen die Abweichungen zu den Mittelwerten der Normperiode 1981-2010 in einem Bereich zwischen +0.5 und 1.1.°C. Im ersten Halbjahr 2014 verzeichneten die Stationen in allen Monaten ausser dem Mai verbreitet durchschnittlich bis überdurchschnittlich hohe Wassertemperaturen. Nach einem durchzogenen und kühlen Sommer stiegen die Gewässertemperaturen von September bis Dezember auf Werte weit über der Norm.

  • In der Schweiz wurden im Jahr 2014 verbreitet normale Grundwasserstände und Quellschüttungen (=Ergiebigkeit einer Quelle) beobachtet. Im Juni traten jedoch lokal tiefe, im August und zum Jahresende teilweise hohe Grundwasserstände und Quellschüttungen auf.

Quelle: BAFU (2015): Publikation vom Bundesamt für Umwelt. Hydrologisches Jahrbuch der Schweiz 2014. Abfluss, Wasserstand und Wasserqualität der Schweizer Gewässer. www.bafu.admin.ch/publikationen [1]

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