Permafrost - dauernd gefrorener Boden

Die Erwärmung des dauernd gefrorenen Untergrundes im Hochgebirge ist ein langsam ablaufender und langfristig wirkender Prozess. Der tauende Permafrost stellt für zahlreiche Bergbahnen ein kostspieliges Risiko dar, da Fundamente von Masten und Stationen in höheren Lagen häufig im gefrorenen losen Gestein verankert sind. Die Steinschlag- und Felssturzgefahr im Gebirge erhöht sich ebenfalls. Von der Gefährdung durch Steinschlag ist insbesondere der Alpinismus (Wander-, Bergtour- und Kletterrouten) betroffen.

Quelle: Klimaänderung und die Schweiz 2050, OcCC, 2007

  • Meldungen
  • Publikationen

Feldarbeit in der Nähe der Monitoringstation am Stockhorn (VS): links die Aufnahme von Messmarken, rechts eine Wetterstation und der oberste Teil eines Bohrlochs.
  • 09.04.2018
  • EKK
  • Medienmitteilung

Kurze Pause bei der Erwärmung des alpinen Permafrosts

Erstmals seit 2009 wurde der Erwärmungstrend des alpinen Permafrosts in den Schutthalden und Blockgletschern vorübergehend unterbrochen. Das zeigen die neusten Resultate des Schweizer Permafrostmessnetzes (PERMOS). In Gebieten, in denen sich alljährlich eine dicke Schneeschicht bildet, führte das späte Einschneien in den letzten beiden Jahren zu einer Auskühlung im Winter. Dies konnte die anhaltend warmen Bedingungen an der Bodenoberfläche vorübergehend kompensieren. An Standorten mit typischerweise wenige Schnee, beispielsweise in steilen Felswänden, ist der Erwärmungstrend jedoch ungebrochen.
Feldarbeit auf dem Tsarmine-Blockgletscher: Links im Bild ein permanent installiertes GPS, rechts: Aufnahme von Messmarken per DGPS.
  • 06.02.2017
  • EKK
  • Medienmitteilung

Fortschreitende Erwärmung des alpinen Permafrosts

Der Erwärmungstrend des alpinen Permafrosts ist ungebrochen. Das zeigen die neusten Resultate des Schweizer Permafrostmessnetzes (PERMOS). Die ausserordentlich hohen Permafrosttemperaturen sind das Ergebnis anhaltend warmer Bedingungen an der Bodenoberfläche. Das späte Einsetzen der Schneedecke in den letzten Jahren sowie die späte Ausaperung im Sommer 2016 schwächten diesen längerfristigen Trend nur wenig ab.
Permafrost in Switzerland 2010/2011 to 2013/2014
  • 2016
  • EKK
  • Bericht

Permafrost in Switzerland 2010/2011 to 2013/2014

Glaciological Report (Permafrost) No. 12–15 of the Cryospheric Commission
GPS Messungen zur Bestimmung der Blockgletschergeschwindigkeiten an der Arrête de l'Arpille (Sanetsch, VS).
  • 22.02.2016
  • SCNAT
  • Akademien der Wissenschaften Schweiz
  • Medienmitteilung

Rekordtemperaturen im alpinen Permafrost

Noch nie war der Permafrost derart stark erwärmt wie im Beobachtungsjahr 2014/2015. Das zeigen die jüngsten Resultate des Schweizer Permafrostmessnetzes (PERMOS). Die ausserordentlich hohen Permafrosttemperaturen sind jedoch nicht nur auf den warmen Sommer 2015 zurückzuführen, sondern das Ergebnis anhaltend warmer Bedingungen während der letzten Jahre.
Webseite des BAFU: Permafrost
  • 13.08.2013
  • BAFU
  • Meldung

Permafrost

Die Webseite des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) gibt einen Überblick über das Phänomen Permafrost. Nebst Informationen zu Eigenschaften und Vorkommen, Forschung und Messmethoden wird auch auf die Folgen des Klimawandels eingegangen: Als Folge der Erwärmung erwarten Experten ein Abschmelzen des Permafrosts mit Folgen auf die Wahrscheinlichkeit von Naturgefahren wie Felsstürze und Murgänge.
Alpiner Permafrost - ein Überblick
  • 2010
  • Übrige

Alpiner Permafrost - ein Überblick

Permafrost ist ein in hohen Gebirgen wie den Alpen sehr weit verbreitetes Phänomen: in der Schweiz enthalten ca. 5% der Landesfläche wahrscheinlich Permafrost, was etwa dem Doppelten der vergletscherten Fläche entspricht.
In den Medien wird über Permafrost meist im Zusammenhang mit dessen Erwärmung infolge der Klimaänderung und den möglichen Folgen wie vermehrte Felssturz- und Murgangereignisse berichtet. Seine Bedeutung geht aber weit darüber hinaus.