Klimaschutz

Der Klimawandel ist ein globales Problem und der Klimaschutz ein Beitrag zu einem öffentlichen Gut. Die Emissionsminderungen eines Landes haben für das Land selbst einen wirtschaftlichen Preis, während vom entsprechenden Nutzen getroffener Massnahmen alle Länder profitieren. Sollen die globalen Treibhausgasemissionen und die Auswirkungen des Klimawandels bedeutend vermindert werden, ist deshalb eine internationale Zusammenarbeit von Staaten und Nichtregierungsorganisationen unabdingbar. Die Möglichkeit, ohne Eigenleistungen von anderen zu profitieren, beinhaltet indessen die Versuchung des Trittbrettfahrens. Sie erschwert die internationale Zusammenarbeit erheblich, zumal sich Schwellenländer auf den Standpunkt stellen, dass die historische Hauptverantwortung bei den Industriestaaten liege. Charakteristisch für die heutige internationale Zusammenarbeit sind eine zunehmende Hinwendung zu unilateralen Massnahmen, eine institutionelle Vielfalt, die Aufweichung von internationalen Verpflichtungen und die sich verändernde Unterscheidung zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern. Das zeigt sich mitunter in der unilateralen Anwendung innovativer Politikinstrumente, die bisweilen Gegenstand von gerichtlichen Auseinandersetzungen im Rahmen der WTO sind sowie in der zunehmenden Bedeutung lokaler und nichtstaatlicher Akteurinnen. (Quelle: Brennpunkt Klima Schweiz 2016)

Chancen und Auswirkungen einer CO2-Lenkungsabgabe auf Treibstoffe
  • 2019
  • ProClim
  • Faktenblatt

Chancen und Auswirkungen einer CO2-Lenkungsabgabe auf Treibstoffe

Eine CO2-Lenkungsabgabe auf Treibstoffe ist ein marktwirtschaftliches Politikinstrument zur Minderung der CO2-Emissionen. Sie stärkt das Verursacherprinzip im Hinblick auf die Kosten durch Umweltauswirkungen des Verkehrs. Sie ist volkswirtschaftlich sinnvoll, da die Massnahmen vorzugsweise dort ergriffen werden, wo sie am günstigsten sind. Und sie ist im Falle einer Rückerstattung der Einnahmen an die Bevölkerung auch sozialverträglich: Die untersten Einkommensschichten werden nicht zusätzlich belastet, sondern sie profitieren zum Teil sogar davon. Dies scheint auch in Randregionen mit geringer ÖV-Erschliessung so zu sein. CO2-Abgaben mit nur teilweiser Rückerstattung der Einnahmen erlauben die Finanzierung von Massnahmen zur Verbesserung der Klimaverträglichkeit des Verkehrs. Eine entsprechende Zweckbindung der Einnahmen erhöht auch die Akzeptanz einer Abgabe in der Bevölkerung.
Decarbonisation of transport: options and challenges
  • 2019
  • EASAC
  • Bericht

Entkarbonisierung des Verkehrs: Optionen und Herausforderungen

Dieser EASAC-Bericht untersucht Möglichkeiten zur Reduktion der Treibhausgasemissionen des europäischen Verkehrs. Er plädiert für eine stärkere Überbrückung der Kluft zwischen der Verringerung der Treibhausgasemissionen, die durch die derzeitigen Politiken erreicht werden, und dem Niveau, das erforderlich ist, um die globale Erwärmung auf weniger als 2°C oder sogar 1,5°C zu begrenzen (Pariser Vereinbarung).
Projekte und Programme zur Emissionsverminderung im Inland
  • 2019
  • BAFU
  • Bericht

Projekte und Programme zur Emissionsverminderung im Inland

Hersteller und Importeure fossiler Treibstoffe sowie Betreiber fossil-thermischer Kraftwerke sind gemäss CO2-Gesetz dazu verpflichtet, einen Teil der verursachten CO2- Emissionen ganz, respektive teilweise, durch Massnahmen im Inland zu kompensieren. Zur Erfüllung dieser Pflicht können Projekte oder Programme zur Emissionsverminderung im Inland durchgeführt werden. Das Verfahren für die Durchführung und Anrechnung von Emissionsverminderungen aus selbst durchgeführten Projekten oder Programmen der Treibstoffimporteure wird durch diese Mitteilung konkretisiert.
Emissionen rückgängig machen oder die Sonneneinstrahlung beeinflussen: Ist «Geoengineering» sinnvoll, überhaupt machbar und, wenn ja, zu welchem Preis?
  • 2018
  • Akademien der Wissenschaften Schweiz
  • ProClim
  • Faktenblatt

Emissionen rückgängig machen oder die Sonneneinstrahlung beeinflussen: Ist «Geoengineering» sinnvoll, überhaupt machbar und, wenn ja, zu welchem Preis?

Das Klimaübereinkommen von Paris strebt als Ziel eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius, wenn möglich sogar 1,5 Grad Celsius an. Verschiedene Szenarien zeigen, dass sich diese Ziele allein durch Emissionsminderungsmassnahmen nur noch mit sehr grossen Anstrengungen erreichen lassen. Das motiviert die Suche nach zusätzlichen Lösungsmöglichkeiten. Technische Eingriffe ins Klimasystem, oft mit Sammelbegriffen wie «Geoengineering» oder «Klimaintervention» bezeichnet, werden deshalb diskutiert.
Teaser: Die europäische Union erklärt: Klimaschutz
  • 2014
  • Lehrmittel

Die europäische Union erklärt: Klimaschutz

Die Europäische Union erklärt in dieser Publikation die europäische Klimapolitik. Der Fokus liegt auf Klimaschutz und den Erläuterungen, dass eine kohlenstoffarme Wirtschaft Wachstum und Arbeitsplätze fördert.
Gezielte Eingriffe in das Klima?
  • 2011
  • Übrige

Gezielte Eingriffe in das Klima?

Für die Bewältigung des Klimawandels scheint „Climate Engineering“ auf den ersten Blick einen neuen Ausweg zu eröffnen. Entsprechende technologische Verfahren erzielen Aufmerksamkeit – insbesondere auf internationaler Ebene. Von einer Umsetzung ist Climate Engineering allerdings noch weit entfernt. Eine Bewertung der Verfahren ist überaus schwierig – aufgrund der Neuartigkeit sowie der ökologischen, politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen. Ob Climate Engineering eine Ergänzung zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung bilden könnte und sollte, ist noch völlig offen.
Teaser: Klima-Tipps
  • 2008

Klima-Tipps

Wer Heizenergie sorglos verpuffen lässt oder seine Ferienziele in Übersee wählt, lebt punkto Treibhausgasemissionen klar über seinen Verhältnissen. Zuhause, in der Gemeinde und an der Arbeit stehen zahlreiche Möglichkeiten offen, etwas fürs Klima zu tun.