Eis und Schnee

Die Klimaänderung wirkt sich deutlich auf die Kryosphäre aus. Mit Kryosphäre werden alle Gebiete der Erde bezeichnet, in denen Wasser in Form von Eis oder Schnee vorkommt. Dies umfasst Meereis, Schnee, Gletschereis und Permafrost. Weltweit betrachtet manifestieren sich die Folgen deutlich in den zwei Eisschilden (Grönland/Antarktis), im Meer-, See- und Flusseis sowie in den auch in der Schweiz weit verbreiteten Komponenten Schnee, Gletscher und Permafrost. Allen gemeinsam ist ihre Reaktion auf Änderungen von Temperatur und/ oder Niederschlag.

Die Schweizer Gletscher verschwinden zusehends. Bis zum Ende des Jahrhunderts dürfte der grösste Teil wegschmelzen. Im Hochgebirge entsteht eine neue Landschaft von Fels, Schutt, spärlicher Vegetation und vielen meist kleineren Seen. Letztere erhöhen das Naturgefahrenpotenzial, bieten aber auch Nutzungsmöglichkeiten.

Die Schneesaison wird sich in Zukunft um mehrere Wochen verkürzen und die Schneegrenze um mehrere hundert Meter ansteigen. Permafrost im Hochgebirge taut langfristig bis in tiefere Schichten auf, was vermehrte Steinschläge und Felsstürze zur Folge haben kann. Der Wandel der Kryosphäre wirkt sich in der Schweiz auf verschiedene Bereiche von Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft aus. (Quelle: Brennpunkt Klima Schweiz 2016)

Zürich, Seegfrörni 1963. ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv.
  • 16.12.2019
  • Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie
  • Meldung

Von der «Seegfrörni» und Klimavariabilität

Bis der Zürichsee zufriert, braucht es viel. Das letzte Mal geschah dies 1963. Trotz geringem Datenbestand zu dieser Zeit können nun solche Ereignisse aus der Vergangenheit mithilfe neuer Temperaturkarten besser beschrieben werden.
Niederschlagssummen November 2019 in Prozent zur Norm 1981−2010 (Stand 28.11.2019)
  • 29.11.2019
  • Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie
  • Meldung

November mit Rekordschnee auf Alpensüdseite

Während das Novemberwetter auf der Alpennordseite unspektakulär verlief, fielen auf der Alpensüdseite regional Rekordschneesummen. Die anhaltend wolkenverhangene Witterung mündete zudem in eine extreme Sonnenarmut. Die Alpensüdseite registrierte einen der sonnenärmsten Monate seit Messbeginn. Mit dem leicht zu milden November endet der sechstwärmste Herbst seit Messbeginn 1864.
Eine gewaltige Gletschermühle auf dem Glacier de la Plaine Morte (BE), durch welche sich Ende Juli 2018 der Faverges-Gletschersee ergoss.
  • 25.09.2019
  • SCNAT
  • ProClim
  • Medienmitteilung

Meeresspiegel steigt stärker als bisher angenommen

Die Gletscher, Permafrostböden und Ozeane weltweit verändern sich mit dem Klimawandel im Laufe des 21. Jahrhunderts markant. Dies zeigt der am Mittwoch in Monaco veröffentlichte neue Bericht des Weltklimarates (IPCC). Der Meeresspiegel wird bis 2100 um 43 bis 84 Zentimeter steigen und Gebiete unter Wasser setzen, in denen heute Hunderte von Millionen Menschen leben. Gletscher weltweit verlieren zwischen 2015 und 2100 18 bis 36 Prozent ihrer Masse, jene in Europa gar über 80 Prozent. Bei weiterhin hohen Treibhausgas-Emissionen könnten bis 2100 49 bis 89 Prozent der wenig tiefen Permafrostböden auftauen und damit an Stabilität einbüssen.
Brennpunkt Klima Schweiz

Brennpunkt Klima Schweiz

Hier finden Sie Fakten und Hintergrundinfos zum Bericht «Brennpunkt Klima Schweiz»
Kapitel Schnee, Gletscher und Permafrost
  • 2016

Schnee, Gletscher und Permafrost

Die Klimaänderung wirkt sich deutlich auf die Kryosphäre aus. Weltweit betrachtet manifestieren sich die Folgen deutlich in den zwei Eisschilden (Grönland/Antarktis), im Meer-, See- und Flusseis sowie in den auch in der Schweiz weit verbreiteten Komponenten Schnee, Gletscher und Permafrost. Allen gemeinsam ist ihre Reaktion auf Änderungen von Temperatur und / oder Niederschlag.
Kapitel Ozean und Kryosphäre
  • 2016

Ozean und Kryosphäre

Die Veränderungen im Klimasystem manifestieren sich auch im Ozean und in der Kryosphäre. Letztere umfasst Schnee und Eis an der Erdoberfläche (Land und Wasser) sowie die Regionen mit Permafrost im Untergrund. Typische Auswirkungen sind die Erwärmung und Versauerung der Weltmeere – mit Konsequenzen für die marinen Ökosysteme –, der Anstieg des Meeresspiegels, der Rückgang von Gletschern, polaren Eisschilden, arktischem Meereis und der Schneebedeckung in der Nordhemisphäre sowie die Erwärmung und das Auftauen von Permafrost.
Themenportal: Kryosphäre

Schnee, Gletscher, Permafrost

In der Schweiz gibt es viele einzigartige Messreihen zur Veränderung von Schnee, Gletschern und Permafrost. Die Expertenkommission für Kryosphärenmessnetze (EKK) betreut diese Messungen und hat die Aufgabe die Veränderungen der alpinen Kryosphäre langfristig zu dokumentieren. Dieses Portal zeigt und erklärt ausgewählte langjährige Messreihen zu Schnee, Gletschern und Permafrost.