• 2015
  • Übrige

Klimawandel: Was er für die Städte bedeutet

IPCC AR5 Kurzreport-Serie

Kurzreport Klimawandel und Städte: Klimawandel: Was er für die Städte bedeutet
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Kurzreport Klimawandel und Städte: Klimawandel: Was er für die Städte bedeutet
Kurzreport Klimawandel und Städte: Klimawandel: Was er für die Städte bedeutet

Der vorliegende Kurzreport ist Teil einer Serie, in der die wichtigsten Ergebnisse des AR5 für einzelne Branchen und Sektoren zusammengefasst werden.

Kernergebnisse Klimawandel und Städte:

  • Viele der entstehenden Risiken des Klimawandels ballen sich in urbanen Gebieten. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten. Dort konzentrieren sich zugleich die meisten Gebäude und wirtschaftlichen Aktivitäten.
  • Der Klimawandel wirkt sich schon heute auf die Städte aus, und die Auswirkungen werden stärker. Zu den wichtigsten Aspekten gehören steigende Temperaturen und Hitzestress, Versorgungssicherheit und Qualität von Wasser und Lebensmitteln, steigende Meeresspiegel, Sturmfluten sowie Extremwetterereignisse, etwa Starkregen, Stürme oder Überschwemmungen an Flüssen.
  • Die Stadtbevölkerung wird sich weltweit bis zum Jahr 2050 voraussichtlich verdoppeln. Dadurch wird sich die Zahl der Menschen und Vermögenswerte erhöhen, die Klimarisiken ausgesetzt sind. Durch die rasche Urbanisierung in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen ist bereits die Zahl der informellen Siedlungen gestiegen. Diese sind besonders anfällig für die Folgen des Klimawandels und beispielsweise sehr stark durch Extremwetterereignisse bedroht.
  • Wenn Städte widerstandsfähiger gemacht werden gegenüber dem Klimawandel oder ganz allgemein deren nachhaltige Entwicklung gefördert wird, dann nützt dies der Klimaanpassung auch im weltweiten Maßstab. Möglichkeiten zur Anpassung existieren beispielsweise in den Bereichen Wasserversorgung, Ernährung, Energieversorgung oder Verkehr.
  • In den rasch wachsenden Städten der Schwellenländer liegt das vielleicht größte Potenzial für die Verringerung von Treibhausgasemissionen. Zu den urbanen Sektoren mit Klimaschutzpotenzial gehören Gebäude, Energie, Verkehr und Industrie. Allerdings fehlt es gerade diesen Städten häufig an den finanziellen, technologischen, institutionellen und politischen Kapazitäten für wirksame Klimaschutzmaßnahmen.

Quelle: Diese Publikation wurde erarbeitet und herausgegeben von der European Climate Foundation (ECF), von ICLEI – Local Governments for Sustainability sowie von der Judge Business School (CJBS) und dem Institute for Sustainability Leadership (CISL) der Universität Cambridge. Das Projekt wurde von der ECF initiiert und finanziert und vom CISL gefördert.
Die deutsche Ausgabe wird von klimafakten.de in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund sowie von ICLEI herausgegeben.

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Deutsch