Grüne Gentechnik

Als “Grüne Gentechnik” bezeichnet man die Anwendung gentechnischer Verfahren in der Pflanzenzüchtung. Diese Methoden werden seit den 1980er Jahren angewandt und seit Mitte der 1990er Jahre werden gentechnisch veränderte Nutzpflanzen weltweit kommerziell angebaut. Die Anwendung dieser Technologie hat viele Fragen aufgeworfen: Wie sicher sind diese Pflanzen? Welche Vorteile könnten sie uns bringen? Wie sollen sie reguliert werden? Dieses Themenportal gibt einen Überblick über die wissenschaftlichen Erkenntnisse und offenen Fragen.


Eine Auswahl von Themen:

Die beliebte Apfelsorte „Gala“ soll mit Hilfe der Cisgenetik gegen Feuerbrand und Schorf resistent werden.

Krankheitsresistente Äpfel

Pflanzenschutzmittel einsparen dank Feuerbrand- und Schorf-resistenten Äpfeln
Agroinfiltration bei Tabak. Foto: Christoph Lüthi, Forum Genforschung

Neue Züchtungstechniken

Neue Techniken ermöglichen präzisere Züchtung
Rund 90% des in den USA angepflanzten Mais ist gentechnisch verändert. GV- Lebensmitteln – wie beispielsweise Cornflakes – gehören deshalb in den USA zum Alltag.

Konsum

Import, Kennzeichnung und Kontrolle von gentechnisch veränderten Lebensmitteln in der Schweiz
landwirtschaft acker agrarlandschaft

Koexistenz

Nebeneinander von GV- und konventionellen Kulturen
Eine von Schädlingen befallen Baumwollpflanze.

Resistenzentwicklung

Die Entwicklung von Resistenzen in Schädlingen und Unkraut ist eine ständige Herausforderung im Pflanzenschutz
Freilandversuch mit GV-Weizen in Zürich-Reckenholz im Rahmen des NFP 59.

Freilandversuche

Versuche im Feld sind unerlässlich für die Schweizer Pflanzenforschung

  • Meldungen

Genom Editierung (Quelle: The Broad Institute)
  • 19.10.2017
  • Meldung

Genome editing: Science, policy, and security experts call for proactive international dialogue about security - and benefits

A recent international workshop in Hanover, Germany, organised by a global collaboration of academies of science assessed the security implications of genome editing technology.
Agroinfiltration bei Tabak. Foto: Christoph Lüthi, Forum Genforschung
  • 17.10.2017
  • SCNAT
  • Meldung

SCNAT lanciert Evidence Review Group zur Agrogentechnik

Die Akademie der Naturwissenschaften (SCNAT) hat am Freitag, 1. September 2017, die Evidence Review Group zum Thema «Risiken und Chancen der Gentechnologie in der Landwirtschaft im schweizerischen Kontext» lanciert. Die Expertinnen und Experten werden in den kommenden Monaten die wissenschaftliche Evidenz aus allen Bereichen zu Chancen und Risiken der Gentechnologie in der Landwirtschaft sammeln. Sie werden dazu die relevante wissenschaftliche Literatur zusammentragen und nach gemeinsam vereinbarten Kriterien bewerten, analysieren und synthetisieren. Das Ziel ist ein gemeinsames Verständnis über die verfügbare und fehlende wissenschaftliche Evidenz zu schaffen als Basis für den Dialog mit Politik und Öffentlichkeit.
Séance de réflexion "Gene Drive" (Foto: Forum Genforschung)
  • 21.09.2017
  • Meldung

Gene mit Spezialantrieb

Die Gene Drive-Technologie hat in der Tagespresse bereits für erste Schlagzeilen gesorgt – Zeit also, um diese Methode wissenschaftlich fundiert vorzustellen und zu erörtern. Daher haben das Forum Genforschung und das Forum Biodiversität der SCNAT mit Unterstützung des BAFU sechs Fachleute eingeladen, um Gene Drive aus naturwissenschaftlichem, aber auch aus regulatorischem, naturschützerischem und ethischem Blickwinkel auszuleuchten.
  • 20.09.2017
  • Meldung

Präsentationen Séance de réflexion "Gene Drive"

Die Tagung "Gene Drive – eine Technik für die Manipulation wilder Populationen" wurde am 18. September 2017 von den Foren Genforschung und Biodiversität durchgeführt.
Einsatz von Pflanzenschutzmitteln
  • 07.09.2017
  • Eidgenössisches Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF)
  • BAFU
  • Meldung

Bundesrat will Risiken von Pflanzenschutzmitteln weiter reduzieren

Der Bundesrat hat am 6. September 2017 den Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln verabschiedet. Die Risiken sollen halbiert und Alternativen zum chemischen Pflanzenschutz gefördert werden. Mit dem Aktionsplan setzt der Bundesrat klare Ziele. Um diese zu erreichen, werden bestehende Massnahmen ausgebaut und neue Massnahmen eingeführt. Der Aktionsplan erlaubt der Schweizer Landwirtschaft, sich mit der Produktion nachhaltiger Nahrungsmittel zu positionieren.
Hochgebirgssee mit Gletscher
  • 05.09.2017
  • SDA
  • Meldung

Mehr Tümpel braucht die Schweiz!

In der Schweiz gibt es nur noch ein Zehntel der Teiche, die es noch Ende des 18. Jahrhunderts gab. Für Artenvielfalt und Hochwasserschutz sei dies kritisch, warnt ein Genfer Biologe. Er plädiert daher für neue Kleingewässer.

Über das Portal

Dieses Themenportal wird vom Forum Genforschung der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz herausgegeben.

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Factsheet «Neue Pflanzenzüchtungstechniken für die Schweizer Landwirtschaft – grosses Potenzial, offene Zukunft
  • 2016

Neue Pflanzenzüchtungstechniken für die Schweizer Landwirtschaft – grosses Potenzial, offene Zukunft

Mit neuen Techniken lässt sich das Erbgut von Pflanzen präzise verändern. In den meisten Fällen könnten diese Veränderungen auch natürlich entstehen und es bleibt keine artfremde DNA in der Pflanze zurück. Die Techniken erweitern die Möglichkeiten in der Pflanzenzüchtung wesentlich und könnten so zu einer umweltverträglicheren, wirt- schaftlicheren und letztlich nachhaltigeren Schweizer Landwirtschaft beitragen. Da bereits erste Sorten existieren und weitere in Kürze folgen werden, gilt es dringend abzuklären, ob Pflanzen, die mit Hilfe dieser neuen Techniken entwickelt werden, unter das Gentechnikgesetz fallen oder nicht. Aus naturwissenschaftlicher Sicht gibt es keinen Grund für eine strenge Regulierung so gezüchteter Pflanzen.
Gentechnisch veränderte Nutzpflanzen und ihre Bedeutung für die Schweizer Landwirtschaft (2013, Akademien der Wissenschaften Schweiz)
  • 2013

Gentechnisch veränderte Nutzpflanzen und ihre Bedeutung für die Schweizer Landwirtschaft

Die Schweizer Landwirtschaft soll mehr produzieren und dies in gleicher Qualität und mit geringerer Belastung der Umwelt als bisher. Um diese Ziele der Agrarpolitik zu erreichen, sind neue landwirtschaftliche Methoden und Technologien wichtig. Zum Erreichen der Agrarziele könnten Züchtung und Anbau von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen beitragen. Deren Anwendung in der Forschung und der Nahrungsmittelproduktion werden aktuell durch gesetzliche Vorgaben gehemmt.
Gentechnisch veränderte Nutzpflanzen und ihre Bedeutung für eine nachhaltige Landwirtschaft in der Schweiz (2013, Akademien der Wissenschaften Schweiz)
  • 2013

Gentechnisch veränderte Nutzpflanzen und ihre Bedeutung für eine nachhaltige Landwirtschaft in der Schweiz

Gewisse gentechnisch veränderte Pflanzen (GV-Pflanzen) könnten für eine ertragreiche und umwelt- schonende Schweizer Landwirtschaft einen Beitrag leisten. Das zeigen dieAkademien derWissenschaften Schweiz im vorliegenden Bericht. Er schliesst an ein Forschungsprogramm des Nationalfonds (NFP 59) an, welches belegt, dass der Anbau von GV-Pflanzen mit keinen Umweltrisiken verbunden ist, die nicht auch für konventionell gezüchtete Pflanzen bestehen.