Forschung

Eine starke öffentliche Agrarforschung ist notwendig, um der Landwirtschaft nachhaltig einsetzbare Nutzpflanzen zur Verfügung zu stellen. Dabei bleiben auch die Rechte an den gezüchteten Sorten in öffentlicher Hand.

Pflanzenbiotechnologie in der Schweiz

Wissenschaftler an öffentlichen Forschungsinstituten der Schweiz haben eine Reihe von gentechnisch veränderten (GV) Pflanzen entwickelt, die in Zukunft für die Landwirtschaft an Bedeutung gewinnen könnten – besonders in Afrika und Asien. Zudem wurde zwischen 2007 und 2012 das Nationale Forschungsprogramm NFP 59 zu “Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen” durchgeführt.1

Während in Schweizer Labors und Gewächshäusern erfolgreich an Projekten zur Pflanzenbiotechnologie geforscht wird, ist es hierzulande sehr schwierig, Freilandversuchen mit GV-Pflanzen durchzuführen.

> Mehr über die Projekte Schweizer Forschungsgruppen

> Mehr über Freilandversuche

Neue Züchtungsziele und neue Methoden

Zurzeit wird eine neue Generation von GV-Pflanzen entwickelt. Dabei stehen nicht mehr nur die Herbizidtoleranz und Insektenresistenz (Bt-Toxine) im Vordergrund, sondern auch neue Eigenschaften wie:

  • Pflanzen mit verstärkten pflanzeneigenen Abwehrmechanismen
  • Ernteprodukte, die mit essentiellen Nährstoffen angereichert sind
  • Verringerte unerwünschte Stoffe wie Toxine oder Allergene im Erntegut
  • An Dürre, Hitze oder Überschwemmung angepasste Pflanzen
  • Wurzeln mit einer optimierten Nährstoffaufnahme

Die Wissenschaftler bedienen sich dabei neben traditionellen Methoden der Gentechnik auch neuer Techniken, die entweder nur noch wenig oder gar keine artfremde DNA in den Kulturpflanzen zurücklassen.

> Mehr über neue Züchtungsmethoden

Referenzen

(1) Nationales Forschungsprogramm NFP 59. Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen. Link

Freilandversuche

Freilandversuch mit GV-Weizen in Zürich-Reckenholz im Rahmen des NFP 59.

Versuche im Feld sind unerlässlich für die Pflanzenforschung und -züchtung

Gentechnisch veränderte Sorten für die Schweiz

Kartoffeln mit Resistenz gegen Kraut- und Knollenfäule

Gewisse gentechnisch veränderte Sorten könnten auch in der Schweiz zu einer nachhaltigen Landwirtschaft beitragen