Der grösste Teil ist unsichtbar

Der Mensch ist vergänglich. Die Materie hingegen, aus der der Mensch besteht, ist sehr langlebig. Der Mensch – und mit ihm die Welt und das ganze Universum – besteht aus Protonen, Neutronen, und Elektronen, die in einem Sekundenbruchteil nach dem Urknall gebildet wurden. Das war vor 13 700 Millionen Jahren. Materie ist also sehr stabil. Sie gibt aber weiterhin grosse Rätsel auf. So scheint die Materie die wir kennen nur ein Bruchteil der gesamten Materie im Universum zu sein. Das wissen Forscher aus theoretischen Überlegungen und astronomischen Messungen.

„Die Masse unseres Universums besteht zu 96 % aus Dingen, die wir nicht verstehen: dunkle Materie und dunkle Energie“, sagt der Physiker Rolf Landua. Von der 'dunklen Materie' gehen gewaltige Gravitationskräfte aus, die durch die uns bekannte Materie allein nicht erklärbar sind. Die 'dunkle Energie' führt dazu, dass sich unser Universum immer schneller ausdehnt. Die Gravitationskraft für sich genommen müsste die Ausdehnung eigentlich abbremsen – genau dies geschieht aber nicht.

Galaxien in vielfältigen Formen
Galaxien in vielfältigen Formen (Bild: NASA, ESA, and The Hubble Heritage Team (STScI/AURA))
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Galaxien in vielfältigen Formen
Galaxien in vielfältigen Formen (Bild: NASA, ESA, and The Hubble Heritage Team (STScI/AURA))