• 23.09.2016
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Verantwortungsvoller Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung: ein Bottom-up Ansatz

Specimen bag for biological sample.
Bild: A. Chiang (flickr)
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Specimen bag for biological sample.
Specimen bag for biological sample. (Bild: A. Chiang (flickr))

Im Frühling 2016 haben über 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der akademischen Schweizer Biologie- und Medizinforschung darüber diskutiert, wie das Missbrauchspotential von Forschungsmaterialen und -ergebnissen angegangen werden kann. Die Resultate dieser Diskussionen sind nun in einem Kurzbericht einsehbar.

Forschung in den Life Sciences produziert wertvolles Wissen und Technologien. Diese können die Gesundheit und das Wohlbefinden von Mensch und Tier verbessern und lassen uns nachhaltiger mit der Umwelt umgehen. Aber viele dieser Erkenntnisse und Errungenschaften könnten auch Leid und Schaden zufügen, wenn sie zu bösartigen Zwecken eingesetzt werden.

Wie geht die Wissenschaftscommunity mit diesem “Dual use” Dilemma um? Welche zusätzlichen Werkzeuge könnten dabei nützlich sein? Diese Fragen standen im Zentrum dreier Workshop, welche vom Forum Genforschung mit der Unterstützung des Bundesamts für Gesundheit durchgeführt wurden.

Lebhafte Diskussionen zeigten ein grosses Bedürfnis für verstärkte Reflexion und Ausbildung, um das Bewusstsein zu erhöhen und einen verantwortungsvollen Umgang mit heikler Forschung zu bekräftigen. Die Workshop-Teilnehmenden unterstützen einen Bottom-up Ansatz innerhalb der akademischen Forschungscommunity, der auf Leitdokumenten und Bildungsinstrumenten aufbaut. Hingegen erachten die Teilnehmenden formelle und strengere Kontrollmechanismen – sei es in Form eines Verhaltenskodex, eines Biosecurity-Kommitees oder von Biosecurity-Gesetzen – als wenig zielführend in einem Gebiet, wo klare Grenzen fehlen. Weitere Ergebnisse aus den Diskussionen stehen in Form eines Kurzberichtes zur Verfügung.
(Bild: A. Chiang)

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