• 2014
  • Bericht

Gesamtsynthese: Nachhaltige Wassernutzung in der Schweiz

NFP 61 weist Wege in die Zukunft

Gesamtsynthese NFP 61: Nachhaltige Wassernutzung in der Schweiz
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Gesamtsynthese NFP 61: Nachhaltige Wassernutzung in der Schweiz
Gesamtsynthese NFP 61: Nachhaltige Wassernutzung in der Schweiz

Die umfassende Studie schildert den aktuellen Stand der Wassernutzung in der Schweiz und beschreibt Handlungsszenarien abhängig von der Entwicklung des Klimas, der Gesellschaft und der Wirtschaft.

Im Nationalen Forschungsprogramm NFP 61 "Nachhaltige Wassernutzung" wagten 16 inter- und transdisziplinär zusammengesetzte Projektteams einen ganzheitlichen Blick in die Wasserzukunft der Schweiz im 21. Jahrhundert. Gemeinsam mit der Praxis haben Forschende aus verschiedenen Disziplinen wissenschaftliche Grundlagen und Methoden für einen nachhaltigen Umgang mit den Wasserressourcen erarbeitet und erste Umsetzungsprozesse eingeleitet.

Wichtigste Ergebnisse

  • Klimawandel wird vor allem im Hochgebirge sichtbar: Dazu gehören die Gletscherschmelze und Anstieg der Schneefallgrenze, die den Wasser- und Geschiebehaushalt erheblich verändern.
  • Viele neue Seen im Hochgebirge: Durch den Gletscherschwund entstehen neue Seen. Diese haben Potenzial für die Wasserwirtschaft und Tourismus. Sie bergen aber auch Konfliktpotenzial und Risiken, wie z.B. Flutwellen. Die Schweiz verfügt nun aber als erstes Land der Welt eine Wissens- und Planungsbasis für den Umgang mit diesen neuen Gewässern.
  • Sommertrockenheit und Niedrigwasser nehmen zu: Mit dem Klimawandel häufen sich mit grosser Wahrscheinlichkeit trockene Sommer mit weniger Niederschlag.
  • Siedlungs- und Nutzungsdruck ist die grössere Herausforderung als der Klimawandel: In gewissen Regionen beeinflussen sozioökonomische Entwicklungen wie Siedlungsentwicklung, Wasserentnahme oder Schadstoffeintrag den Wasserhaushalt stärker als der Klimawandel.
  • Pilotprojekt für integriertes Wassermanagement: Das NFP 61 zeigt, wie durch Zusammenarbeit von Forschung und Praxis ein Mehrwert für die Region Crans-Montana entstehen kann. AkteurInnen der Praxis erarbeiten Zielwissen, Forschende Systemwissen. Wichtig ist nun die Umsetzung der Erkenntnisse in das Wassermanagement.

Quelle: Quelle: Leitungsgruppe NFP 61 [1]

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Mehrzweckspeicher sichern Wasser- und Energieversorgung
  • 2016
  • Bericht

Mehrzweckspeicher sichern Wasser- und Energieversorgung

Der Klimawandel hat zunehmend Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Wasser – als Trinkwasser, zur Bewässerung, als Energieressource und als Lebenselixier für die Natur. Zwar wird es in der Schweiz auch im Jahr 2100 insgesamt genügend Wasser haben, aber die Verteilung wird regional und saisonal noch stärker schwanken als heute schon. Mehrzweckspeicher – in der Schweiz sind dies meist Stauseen für die Lagerung von Wasser für verschiedene Nutzer – können hier Abhilfe schaffen. Um dies zu erreichen, ist eine nationale Wasserstrategie notwendig.
Faktenblatt "Ergebnisse und Empfehlungen des NFP 61 Nachhaltige Wassernutzung: Empfehlungen für eine nachhaltige Wassernutzung
  • 2015
  • Bericht

Ergebnisse und Empfehlungen für eine nachhaltige Wassernutzung

Der sozioökonomische Wandel und der Klimawandel verschärfen in den nächsten Jahrzehnten die Konflikte um Schutz und Nutzung von Wasser und Gewässern. Für eine umfassende und nachhaltige Wasserwirtschaft sind Politik und Praxis auf allen Ebenen gefordert – und auch die Raumplanung, die Landwirtschaft, der Tourismus und die Energiepolitik. Die Leitungsgruppe des NFP 61 hat ein Faktenblatt "Ergebnisse und Empfehlungen des NFP 61 Nachhaltige Wassernutzung: Die Politik ist gefordert" publiziert. Darin wird aufgezeigt, was sich im Wasserhaushalt in der Schweiz in Zukunft ändern wird und wo konkret Handlungsbedarf besteht.
MontanAqua: Wasserbewirtschaftung in Zeiten von Knappheit und globalem Wandel
  • 2014
  • Bericht

MontanAqua: Wasserbewirtschaftung in Zeiten von Knappheit und globalem Wandel

Ausreichende Wasservorkommen sind von zentraler Bedeutung für den Wohlstand und die Entwicklung der Gesellschaft. Die Tourismusregion Crans-Montana–Sierre liegt im von Trockenheiten geprägten Wallis und es ist zu befürchten, dass durch den Klimawandel und durch die weitere sozioökonomische Entwicklung der Region in Zukunft das Wasser öfter knapp werden könnte.

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