Die Wissenschaft trägt in verschiedenen Funktionen zur gesellschaftlichen Entwicklung bei. Das Webportal zeigt auf, welche Rollen Forschende dabei einnehmen können, und bietet Ansätze, diese zu reflektieren.

Bild: Manu Friedrich

Die Wissenschaft unterstützt die Gesellschaft

Rediro
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Forschende erarbeiten Wissen, um die Gesellschaft zu unterstützen. Dies geschieht teilweise zusammen mit weiteren gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren.

Bei der Auseinandersetzung mit Rollen hilft es, zwei idealtypische Arten zu unterscheiden, wie Forschende zu gesellschaftlichen Entwick­lungen beitragen und mit gesellschaftlichen Akteur:innen interagieren1. Die Über­gänge zwischen den beiden sind fliessend.

Produktion von Wissen für die Gesellschaft

Im diesem Fall liefern Forschende Faktenwissen, um Vorgänge in Natur und Gesellschaft zu be­schreiben und zu verstehen. Oder sie entwickeln Handlungs- und Gestaltungsoptionen wie zum Beispiel soziale und technologische Innovationen. Forschende und gesellschaftliche Akteur:innen tauschen sich dabei nicht direkt aus. Der Wissenstransfer von der Forschung in die Gesellschaft erfolgt in Form eines Vermittlungsprozesses. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse werden in einer für die Zielgruppen geeigneten Weise kommuniziert, zum Beispiel an politische Entschei­dungs­träger:innen. Vermittler:innen stammen dabei häufig auch aus der Wissenschaft: Forschungsprojekte können neben der Wissensproduktion auch die Wissensvermittlung beinhalten.

Die Produktion und die Vermittlung von Wissen an die Gesellschaft sind separate Prozesse.
Die Produktion und die Vermittlung von Wissen an die Gesellschaft sind separate Prozesse.
Die Produktion und die Vermittlung von Wissen an die Gesellschaft sind separate Prozesse.
Die Produktion und die Vermittlung von Wissen an die Gesellschaft sind separate Prozesse.

Koproduktion von Wissen gemeinsam mit weiteren gesellschaftlichen Akteur:innen

Hier greifen Wissenschaft und Gesellschaft ineinander. Bei der Wissensproduktion werden nichtakademische Fachpersonen, Betroffene und Entscheidungs­träger:innen einbezogen. Die gemeinsame Problemlösung oder Zukunftsgestaltung stehen im Vordergrund. Forschende und gesellschaftliche Akteur:innen interagieren direkt miteinander, letztere sind Teil des Forschungsprozesses. Der Wissenstransfer erfolgt gegenseitig und ist im Prozess der Zusammenarbeit angelegt. Das Wissen wird koproduziert. Bei diesem transdisziplinären Ansatz sind die Funktionen von Forschenden fliessender als bei der reinen Wissensproduktion und Wissensvermittlung.

Der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft gehören zum Forschungsprozess.
Der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft gehören zum Forschungsprozess.
Der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft gehören zum Forschungsprozess.
Der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft gehören zum Forschungsprozess.

1 Pohl C, Rist S, Zimmermann A, Fry P, Gurung GS, Schneider F, Speranza CI, Kiteme B, Boillat S, Serrano E, Hirsch Hadorn G, Wiesmann U (2010) Researchers‘ roles in knowledge co-production: Experience from sustainability research in Kenya, Switzerland, Bolivia and Nepal. Science and Public Policy, 37(4): 267–281