Teilchenphysik

Teilchenphysik erforscht die grundlegenden Bausteine der Materie und ihre Wechselwirkungen, die den Aufbau der Materie unseres Universums bestimmen. Auf dem Weg erklärt das Grundlagenfach, was die Welt «im Innersten zusammenhält».

Proton-Proton Kollision im LHC (CERN)
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Proton-Proton Kollision im LHC (CERN)
Proton-Proton Kollision im LHC (CERN)

Die moderne Physik beruht auf einer eleganten, auf drei Symmetrien und einer Symmetriebrechung basierenden relativistischen Quantenfeldtheorie, dem «Standardmodell der Teilchenphysik». Diese Theorie beschreibt und erklärt alle bisherigen experimentellen Resultate grandios. Mit der Entdeckung des Higgs-Teilchens im Jahr 2012 am Large Hadron Collider am CERN wurde der letzte noch fehlende Baustein des Standardmodells experimentell bestätigt. Experimente am CERN und an anderen internationalen Laboratorien testen die Gültigkeit und die Grenzen des Standardmodells in immer weiteren Bereichen. Für ein umfassendes Verständnis der Gesetzmässigkeiten im ganzen Universum muss künftig auch die Gravitation in ein erweitertes Standardmodell eingebettet werden, das zudem auch die Dunkle Materie sowie die Dunkle Energie erklären kann.

  • Meldungen

Der Pixeldetektor wird ins Zentrum des CMS-Experiments geschoben. In der Mitte mit Taschenlampe: Prof. Roland Horisberger, der 'Vater des Pixeldetektors'. Foto: M. Brice / CERN
  • 09.03.2017
  • CHIPP
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Herzoperation am CERN

Während der aktuellen Betriebspause des CERN-Teilchenbeschleunigers LHC wurde Anfang März eine Schlüsselkomponente des CMS-Experiments ersetzt: Der neue Pixeldetektor ist noch leistungsfähiger als sein Vorgänger und lässt auf neue Erkenntnisse aus der Elementarteilchenphysik hoffen.
Im Dezember 2016 trafen sich in Jordanien über 100 künftige SESAME-Nutzer und -Nutzerinnen, um das künftige Forschungsprogramm von SESAME zu besprechen. Foto: Caraban Gonzalez, Noemi
  • 15.02.2017
  • CHIPP
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Forschung als Friedensprojekt

Die Gesetze der Teilchenphysik gelten unabhängig von Ort und Zeit. Doch nicht an allen Orten können die Gesetze der Teilchenphysik gleich gut erforscht oder in darauf aufbauenden Applikationen angewandt werden. Gerade in ärmeren Ländern haben kostenintensive Forschungsprojekte einen schweren Stand. Vor diesem Hintergrund ist es ein Lichtblick, dass im Sommer 2017 mit SESAME das erste Synchrotron des Nahen Ostens zur Erzeugung hochbrillianter Röntgenstrahlung seinen Betrieb aufnimmt. Die Schweiz hat zum Gelingen des Projekts beigetragen.
Der Science-Fiction-Roman 'Die drei Sonnen' von Cixin Liu ist im Dezember 2016 in deutscher Sprache erschienen.
  • 12.01.2017
  • CHIPP
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Verbaute Zukunft

Der chinesische Schriftsteller Cixin Liu hat mit dem Roman 'Die drei Sonnen' einen internationalen Bestseller gelandet. Jetzt liegt seine Geschichte über das Kräftemessen zwischen Erdenbewohnern und Trisolariern auch in deutscher Übersetzung vor. Im Kleid eines Science-Fiction-Romans vertritt der 53jährige Autor seine tiefe Überzeugung: ohne physikalische Grundlagenforschung bleibt technischer Fortschritt auf der Strecke.
Bahar Behzadi, Physiklehrerin am Freien Gymnasium Zürich. Foto: zVg
  • 07.12.2016
  • CHIPP
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„Physik anschaulich und interessant machen“

Bahar Behzadi, Physiklehrerin am Freien Gymnasium Zürich, hat mit ihren Schülern im letztjährigen Wettbewerb 'Physik im Advent' gewonnen. Der Siegerpreis war ein Besuch im Swiss Science Center Technorama in Winterthur. Im Interview berichtet die 44-jährige Lehrerin über ihre Erfahrungen.
Prof. Laura Baudis (Uni. Zürich) beim TEDxCERN event 2016
  • 28.11.2016
  • CHIPP
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„Wir sehen nicht das ganze Bild“

Laura Baudis, Professorin für Teilchenphysik an der Universität Zürich, hat kürzlich am TEDxCERN-Event in Genf über die extrem schwierige Suche nach Dunkler Materie gesprochen. Sie gibt in dem Talk, der als Video-Aufzeichnung verfügbar ist, einen gut verständlichen Einblick in eines der 'heissesten' Themen der aktuellen Teilchenphysik-Forschung.
Physik im Advent: Ob 'Nikolaus' oder 'Weihnachtsmann' - ohne Physik geht heute gar nichts mehr. Foto: PiA
  • 18.11.2016
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24 einfache und geistreiche Experimente bis Weihnachten

Gewiefte Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Schweiz sind in diesem Jahr einmal mehr zum vorweihnächtlichen Wettbewerb 'Physik im Advent' eingeladen. Die Teilnehmer lösen ab dem 1. Dezember jeden Tag ein einfaches physikalisches Rätsel – und können bei einer Verlosung tolle Preise gewinnen. Lehrerinnen und Lehrer von Schweizer Schulen sind eingeladen, sich mit ihren Klassen an dem Wettbewerb zu beteiligen. Als Preis lockt unter anderem ein Klassenausflug ans CERN.
Prof. Günther Dissertori (47), Teilchenphysiker an der ETH Zürich und neu stellvertretender Sprecher des CMS-Experiments am CERN.
  • 15.11.2016
  • CHIPP
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„Wie der CEO eines multinationalen Konzerns“

Hinter der Abkürzung CMS steckt eines der aktuell grössten Physikexperimente weltweit. Nun wurde Günther Dissertori, Teilchenphysiker an der Eidgenössisch-Technischen Hochschule (ETH) Zürich, in das dreiköpfige Leitungsgremium des CMS-Experiments berufen, das am grossen CERN-Teilchenbeschleuniger in Meyrin bei Genf angesiedelt ist. Der 47jährige Wissenschaftler übernimmt damit eine Aufgabe, die mit der Führung eines internationalen Unternehmens mit 4000 Angestellten verglichen werden kann.
Prof. Philippe Mermod, Teilchenphysiker an der Universität Genf und am CERN
  • 28.09.2016
  • CHIPP
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Verfolgen und einfangen – die langwierige Suche nach magnetischen Monopolen

Existiert ein Elementarteilchen, das eine einzelne magnetische Ladung trägt? Dieser grundlegenden Frage widmet sich ein Experiment, das gegenwärtig am CERN bei Genf durchgeführt wird. Vor kurzem hat die MoEDAL-Forschungskollaboration ihre ersten Ergebnisse publiziert. Bisher wurde noch kein neues Teilchen entdeckt, aber erst jetzt kommt das Experiment wirklich in seine heisse Phase. Prof. Philippe Mermod und sein Team an der Universität Genf spielen eine tragende Rolle bei der Suche nach einem fundamentalen magnetischen Teilchen.
Marco Valente mit dem Poster, für das er während des Jahrestreffens 2016 von CHIPP und SPG ausgezeichnet wurde. Foto: B. Vogel
  • 14.09.2016
  • CHIPP
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Präzision mit breitem Nutzen

Der Nachwuchsforscher Marco Valente ist im Tessin geboren und arbeitet heute an der Universität Genf. Dort evaluiert er die Leistungsfähigkeit eines Verfahrens, von dem erwartet wird, dass es wichtige Messungen des ATLAS-Experiments am CERN künftig verbessern wird. Für seine aktuellen Arbeiten durfte der 23jährige Teilchenphysiker einen Posterpreis der Schweizerischer Physikalischer Gesellschaft (SPG) entgegennehmen.
Mohamed Rameez, Gewinner des CHIPP-Preises 2016. Foto: Bjarne Sorensen
  • 23.08.2016
  • CHIPP
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Mohamed Rameez gewinnt den CHIPP Preis 2016

Der diesjährige Preis des Schweizer Instituts für Teilchenphysik (Swiss Institute of Particle Physics/CHIPP) geht an Mohamed Rameez. Der 27jährige Neutrino-Forscher, der vor kurzem an der Universität Genf promoviert hat, wurde für seine herausragenden Beiträge in der IceCube-Forschungskollaboration ausgezeichnet.
Aldo Antognini ist Teil der Forschungskooperation, die das Deuteron via Laserspektroskopie vermessen hat. (Foto: Paul Scherrer Institut/Markus Fischer)
  • 12.08.2016
  • CHIPP
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Auch das Deuteron gibt Rätsel auf

Das Deuteron – einer der einfachsten Atomkerne, bestehend aus nur einem Proton und einem Neutron – ist deutlich kleiner als bislang gedacht. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Forschungsgruppe, die Experimente am Paul Scherrer Institut PSI durchgeführt hat. Das neue Ergebnis passt zu einer Studie derselben Forschungsgruppe aus dem Jahr 2010, bei dem die Forschenden das Proton vermessen hatten und schon damals zu einem deutlich kleineren Wert kamen als andere Wissenschaftler mit anderen Experimentiermethoden vor ihnen. Das Ergebnis von 2010 begründete das seither sogenannte «Rätsel um den Protonradius». Das neue Messergebnis der Deuterongrösse gibt nun ein analoges Rätsel auf. Womöglich wird dies zu einer Anpassung der Rydbergkonstante führen, einer fundamentalen Grösse in der Physik. Eine weitere mögliche Erklärung ist, dass eine bislang unbekannte physikalische Kraft am Werk ist. Für ihre Messungen hatten die Forschenden mittels Laserspektroskopie sogenanntes myonisches Deuterium vermessen: Ein künstliches Atom, bestehend aus einem Deuteron, das von einem exotischen Elementarteilchen namens Myon umkreist wird. Die Experimente fanden am PSI statt, da die hier vorhandene, weltweit leistungsstärkste Myonenquelle benötigt wurde, um myonisches Deuterium in ausreichenden Mengen herzustellen. Ihre neue Studie zur Deuterongrösse haben die Forschenden in der renommierten Fachzeitschrift Science veröffentlicht.
Felicitas Pauss (ETH Zürich) hat die Paneldiskussion an der Tagung der Nobelpreisträger in Lindau moderiert. Foto: Lindau Nobel Laureate Meetings/Screenshot
  • 01.07.2016
  • CHIPP
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Über das Standardmodell hinaus spähen

Ein Highlight der traditionsreichen Nobelpreisträger-Tagung in Lindau (D), die am 1. Juli zu Ende ging, war aus Sicht der Teilchenphysik eine prominent besetzte Paneldiskussion. Sie versuchte einen Blick über das Standardmodell der Teilchenphysik hinaus zu werfen.
Prof. Dr. André Rubbia, ETH Zürich
  • 10.06.2016
  • CHIPP
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Bei der Neutrino-Forschung in der ersten Reihe

Über 30 Nobelpreis-Träger werden in diesem Jahr in Lindau/D mit rund 400 Nachwuchswissenschaftlern aus annähernd 80 Ländern diskutieren. Die 66. Tagung der Nobelpreis-Träger in Lindau (26. Juni bis 1. Juli) ist der physikalischen Forschung gewidmet. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Teilchenphysik einschliesslich der Neutrinophysik. Prof. André Rubbia (ETH Zürich) ist einer der führenden Neutrino-Experten in der Schweiz. Im Interview wirft der 50jährige Forscher einen Blick auf die wichtigsten Themen in der aktuellen weltweiten Neutrino-Forschung – und er beschreibt den Beitrag der Schweizer Teilchenphysiker.
Das Foto zeigt eine Proton-Proton-Kollision, die der CMS-Detektor des CERN-Teilchenbeschleunigers im September 2015 aufgezeichnet hat. Aus der Kollision sind unter anderem zwei Photonen mit einer Energie von insgesamt 700 bis 800 GeV (veranschaulicht durch die zwei grünen Linien) hervorgegangen. Foto: Thomas Mc Cauley/CERN
  • 01.06.2016
  • CHIPP
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Öffnet sich das Fenster zu einer neuen Physik?

Mit dem grossen CERN-Teilchenbeschleuniger wurde 2012 das Higgs-Teilchen nachgewiesen. Nun gibt es Hinweise, dass die CERN-Physiker mit dem weltweit einmaligen Forschungsgerät abermals ein neues Elementarteilchen entdecken könnten. Die Spannung steigt.
Das Portal "Teilchenphysik.ch" wie in 2015
  • 03.05.2016
  • CHIPP
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«Teilchenphysik.ch» ist jetzt auf dem Portal der SCNAT

Das Öffentlichkeitsportal von CHIPP - dem Schweizer Institut für Teilchenphysik – präsentiert sich neu als Themenportal der SCNAT zur Teilchenphysik. Dies ist ein wichtiger Schritt hin zu einer grösseren Sichtbarkeit der Schweizer Teilchenphysik. Der Kontakt zu anderen Bereichen der Naturwissenschaften wird gestärkt.
Two Black Holes Merge into One ©SXS
  • 02.05.2016
  • CHIPP
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Das Graviton bleibt ein Phantasma

Der experimentelle Nachweis von Gravitationswellen in diesem Frühjahr hat Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie grandios bestätigt. Bis allerdings das Phänomen der Gravitation verstanden ist, hat die Physik noch eine Herkulesaufgabe vor sich. Ein grosser nächster Schritt ist das LISA-Experiment mit Beteiligung von Universität und ETH Zürich.
Mercedes Paniccia hat den Onlinekurs zur Teilchenphysik gemeinsam mit ihrem einstigen Doktorvater Martin Pohl erstellt. Foto: B. Vogel
  • 23.03.2016
  • CHIPP
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Teilphenphysik für alle

Ein frei und kostenlos zugänglicher Einführungskurs ermöglicht interessierten Personen einen unkomplizierten Einstieg in die Welt der Teilchenphysik. Dr. Mercedes Paniccia und Prof. Martin Pohl vom Departement für Nuklear- und Teilchenphysik der Universität Genf haben den Kurs aus 57 Videolektionen gestaltet. Bislang ist der Kurs in französischer Sprache verfügbar.
Hans Peter Beck erklärt Rosanna und den jungen Fernsehzuschauerinnen und -zuschauern, was beim Zusammenprall von zwei Protonen passiert.
  • 12.10.2015
  • CHIPP
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Auch Kinder verstehen Teilchenphysik

Nein, ganz einfach ist Teilchenphysik nicht zu verstehen. Doch wenn man die richtigen Worte und Bilder findet, können auch Kinder schon eine Vorstellung von der Welt der Elementarteilchen gewinnen. Das zeigt die Sendung 'Rosanna checkt's' des Schweizer Fernsehens, die am 29. September ausgestrahlt wurde.
Particle Fever
  • 28.09.2015
  • CHIPP
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'Particle Fever' im Doppelpack

Am letzten September-Wochenende feierte die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz in Sitten ihren 200. Geburtstag. Für vier Tage machte die Wissenschaftstournee 'Forschung live' in der Kantonshauptort des Wallis Halt. Ein Programmpunkt der Jubiläumsveranstaltung war die zweimalige Aufführung des Dokumentarfilms 'Particle Fever' über die Entdeckung des Higgs-Bosons am CERN.
'Particle Fever' war der Schlusspunkt des Aarauer Open Air Kinos 2015 – und zugleich Auftakt für die 'Forschung live'-Wissenschaftstournee der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz in Aarau. Foto: B. Vogel
  • 24.08.2015
  • CHIPP
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Open Air Kino Aarau

Vom 26. bis zum 29. August feiert die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) in Aarau mit der Wissenschaftstournee 'Forschung live' ihren 200. Geburtstag. Aus diesem Anlass wurde am Aarauer Open Air Kino der US-amerikanische Dokumentarfilm 'Particle Fever' über die Entdeckung des Higgs-Teilchens am CERN gezeigt. Ein Highlight des Filmabends setzte die Physikerin Lea Caminada (Universität Zürich). Die Forscherin sprach zum Auftakt der Filmvorführung über die Tätigkeit am CERN und über ihr Selbstverständnis als Naturwissenschaftlerin. Impressionen von einem gut besuchten Filmabend auf dem Gelände der Pferderennbahn Schachen in Aarau.
Regelmässig fährt die Teilchenphysikerin Lea Caminada von Zürich nach Genf, wo sie am grossen Teilchenbeschleuniger des CERN forscht. Foto: BV
  • 13.08.2015
  • CHIPP
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Das 'Higgs' nochmals neu entdecken

Am 23. August 2015 läuft im Rahmen der Wissenschaftstournee «Forschung live» am Aarauer Open Air Kino der Film 'Particle Fever' über die Entdeckung des Higgs-Teilchens. Live dabei: die Zürcher Teilchenphysikerin Lea Caminada. In einer einführenden Talkrunde wird die CERN-Wissenschaftlerin den Kinobesucherinnen und -besuchern über sich und ihre Arbeit als Physikerin Auskunft geben. In ihrer aktuellen Forschung befasst sich Lea Caminada mit Detektortechnologie und arbeitet darauf hin, die Eigenschaften des 2012 entdeckten Higgs-Teilchens noch besser zu verstehen.
Der 'Stargast' des Abends: Der in Weggis geborene und heute an der Uni Bern lehrende Teilchenphysiker PD Dr. Hans Peter Beck gab vor dem Film Auskunft über seine Forschertätigkeit am CERN, befragt vom Wissenschaftsjournalisten Dr. Benedikt Vogel.
  • 11.08.2015
  • CHIPP
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Open Air Kino Luzern

Am 9. August 2015 wurde am Open Air Kino Luzern der Dokumentarfilm 'Particle Fever' (Regie: Mark Levinson) über die Entdeckung des Higgs-Teilchens am CERN gezeigt. Es war die erste Aufführung der amerikanischen Produktion in einem Schweizer Kino, noch bevor sie drei Tage später am Filmfestival in Locarno lief. Die Kinopremiere war Teil der Wissenschaftstournee 'Forschung live', mit der die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz am zweiten Augustwochenende in Luzern ihren 200. Geburtstag feierte. Zum 'Forschung live'-Event in der Leuchtenstadt gehörten neben dem Filmabend eine Ausstellung am Kornmarkt in der Altstadt und beim Bahnhof, zudem Veranstaltungen in zahlreichen Luzerner Institutionen. Hier einige Fotoimpressionen von dem anregenden 'Particle Fever'-Filmabend vor der bezaubernden Kulisse des Luzerner Seebeckens.
Der an der Universität Genf lehrende Physiker Tobias Golling (39) forscht am ATLAS-Experiment am CERN.
  • 13.07.2015
  • CHIPP
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Aufbruch in die 'neue Physik'

Seit Anfang Juni ist der Large Hadron Collider (LHC) – der grosse Teilchenbeschleuniger am CERN – nach einer gut zweijährigen Revisionspause wieder in Betrieb und liefert neue experimentelle Daten. Die Daten sollen es Wissenschaftlern weltweit möglich machen, völlig neue Einsichten in den Aufbau der Materie zu gewinnen. Einer der beteiligten Physiker ist Tobias Golling (39). Der in Freiburg, Heidelberg, Bonn und am Fermilab bei Chicago ausgebildete Teilchenphysiker lehrt seit Herbst 2014 als Associate Professor an der Universität Genf und forscht am ATLAS-Experiment des LHC. Laut Golling könnten die Daten, die der LHC in den nächsten Monaten und Jahren liefern wird, das Weltbild der modernen Physik einen grossen Schritt voranbringen.
Porträt Lilian Witthauer
  • 29.06.2015
  • CHIPP
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CHIPP-Preis 2015

Der Universalgelehrte Heinrich Faust stellt in Johann Wolfgang von Goethes bekanntem Theaterstück die Frage, was die Welt im Innersten zusammenhält. Um eine Antwort zu finden, verschreibt sich Faust sogar der Magie. Die Basler Teilchenphysikerin Lilian Witthauer befasst sich in ihrer Doktorarbeit ebenfalls mit dieser grossen Frage. Sie hat Antworten nicht mithilfe von Magie gefunden, sondern mit durchdachten Experimenten an Elektronenbeschleunigern. Für die hohe Qualität ihrer wissenschaftlichen Arbeit durfte sie am 29. Juni den CHIPP-Preis 2015 entgegennehmen.
Zwei CERN-Physiker diskutieren in einer Szene des Films 'Particle Fever'.
  • 01.05.2015
  • CHIPP
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SCNAT-Jubiläum

In diesem Jahr feiert die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) ihr 200jähriges Bestehen. Aus dem Anlass zeigen wir im August und September in drei Schweizer Städten den Film 'Particle Fever' über die Entdeckung des Higgs-Teilchens am CERN. Beim Higgs-Boson handelt es sich um einen der spektakulärsten Funde naturwissenschaftlicher Forschung in den letzten Jahren.
Fotolegende: Jane (Felicity Jones) lernt ihren künftigen Ehemann Stephen (Eddie Redmayne) kennen.
  • 22.01.2015
  • CHIPP
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Hawking-Film 'Die Entdeckung der Unendlichkeit'

Wenn Physik in die Kinos kommt, dann typischerweise als Science fiction. Ganz anders der Blickwinkel des englischen Spielfilms 'Die Entdeckung der Unendlichkeit'. Die Kinoproduktion von James Marsh (Regie) und Anthony McCarten (Drehbuch) stellt den Astrophysiker Stephen Hawking und dessen Beziehung zu seiner ersten Ehefrau Jane ins Zentrum einer biografischen Erzählung. Der Film schildert den körperlichen Verfall des Physikers, der an der Muskelkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) leidet, und er erzählt, wie Hawkings aufopferungsbereite Ehefrau ihren Partner bis an die Grenzen ihrer Kräfte pflegt - und ihm treu bleibt.
Die Journalistin Elisabeth Chardon ('Le Temps') hat die Diskussion moderiert. Foto: M. Turiault
  • 12.12.2014
  • CHIPP
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Podium Genf

Das Podiumsgespräch vom Mittwoch, 10. Dezember, mit Ruth Durrer (Physikprofessorin an der Universität Genf) und dem Genfer Künstler Christian Gonzenbach versprach ergiebig und leidenschaftlich zu werden. Die Debatte hat dieses Versprechen gehalten. Die Diskussion unter dem Titel 'Dunkle Materie – das Unsichtbare existiert' wurde von Elisabeth Chardon, Journalistin bei der Tageszeitung 'Le Temps', moderiert.
Das Alpha Magnetic Spectrometer hoch über der Erde. Foto: AMS-Kollaboration
  • 13.10.2014
  • CHIPP
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Noch behalten die Positronen ihr Geheimnis für sich

Vom AMS-Experiment zur Vermessung der Kosmischen Strahlung erhoffen sich Astroteilchenphysker Hinweise auf die rätselhafte Dunkle Materie, die unser Weltall ausfüllen muss, deren Natur aber bislang ungeklärt ist. Zwar liefern die neusten Resultate des AMS-Experiments noch keinen Durchbruch. Doch gewähren die Resultate, die unter Mitwirkung der Universität Genf zustanden gekommen sind, einen Einblick in die Kosmische Strahlung von bisher ungekannter Präzision.
Podium zu 'Particle Fever': Unter der Moderation von Hanna Wick (2. v.l.) diskutieren (v.l.n.r.): der Physiker Hans Peter Beck, der Kommunikationswissenschaftler Mike Schäfer, die Sozialpsychologin Clara Kulich. Foto: Nathalie Laissue
  • 03.10.2014
  • CHIPP
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Debatte Particle Fever

Am Swiss Science Center Technorama in Winterthur diskutierten der CERN-Physiker Hans Peter Beck, der Kommunikationswissenschaftler Mike Schäfer und die Sozialpsychologin Clara Kulich über Möglichkeiten und Grenzen bei der Vermittlung von Teilchenphysik an eine breite Öffentlichkeit. Anlass zur Debatte gab der Dokumentarfilm 'Particle Fever' des US-amerikanischen Regisseurs Mark Levinson über die Entdeckung des Higgs-Bosons. Der Film wurde am 1. Oktober 2014 im Auditorium des Technorama als Deutschschweiz-Premiere aufgeführt.
Zwei Protagonisten von 'Particle Fever': Fabiola Gianotti und David Kaplan im Untergrundlabor des ATLAS-Experiments am CERN in Genf. Foto: PF Productions.
  • 29.09.2014
  • CHIPP
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Zu Besuch bei Einsteins Enkeln: Film 'Particle Fever'

Wie forschen moderne Physiker? Eine Antwort auf diese Frage gibt Mark Levinson mit seinem Dokumentarfilm 'Particle Fever'. An diesem Mittwoch feiert der Film im Swiss Science Center Technorama in Winterthur Deutschschweiz-Premiere. Wir haben den Film vorgängig visioniert. Eine Besprechung.
invitation debat big science
  • 11.09.2014
  • CHIPP
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Debatte Neuenburg

Das CERN in Meyrin bei Genf oder das Human Brain Project in Lausanne und Genf sind zwei wissenschaftliche Ozeandampfer mit zahlreichen Wissenschaftlern und erheblichen finanziellen Mitteln. Wer profitiert davon? Diese und weitere Fragen wurden während einer Debatte in der Microcity von Neuenburg diskutiert.
"xxxx": Der Wissenschaftspublizist Eduard Kaeser. Foto: Annette Boutellier
  • 28.08.2014
  • CHIPP
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Kaeser zu Big science

Im Mai 2014 wurde in Neuenburg die Microcity eröffnet. Mit diesem Zentrum für Mikrotechnik wollen der Kanton Neuenburg und die ETH Lausanne den Forschungsplatz Neuenburg stärken. Doch wie behauptet sich Neuenburg gegen Grossforschungsprojekte wie das Europäische Labor für Teilchenphysik in Genf (CERN) oder das in Lausanne angesiedelte EU-Leuchtturmprojekt Human-Brain-Project? Dazu ein Gespräch mit dem in Bern lebenden Wissenschaftspublizisten Dr. Eduard Kaeser.
SPS-Präsident Andreas Schopper (l.) und CHIPP-Präsident Olivier Schneider. Foto: Benedikt Vogel
  • 03.07.2014
  • CHIPP
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CERN-Podium

Während der gemeinsamen Jahrestagung der Physikorganisationen CHIPP und SPS hat am 2. Juli an der Universität Fribourg ein prominent besetztes Podium über den 'Einfluss des CERN auf die Schweiz und ihre Gesellschaft' diskutiert. Die Debatte anlässlich des 60-Jahr-Jubiläums des Europäischen Labors für Teilchenphysik (CERN) handelte von grossem Nutzen, aber auch von verpassten Chancen.
Marco Peruzzi
  • 02.07.2014
  • CHIPP
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CHIPP-Preis 2014

ETH-Doktorand Marco Peruzzi ist anlässlich der CHIPP-Jahresversammlung in Fribourg mit dem CHIPP-Preis 2014 ausgezeichnet worden. Der 26jährige Physiker italienischer Herkunft untersucht im CMS-Experiment am CERN sogenannte Diphoton-Zerfälle. Seine Forschung trägt nicht zuletzt zu einem besseren Verständnis des Higgs-Teilchens bei.
Olivier Schneider, Professor für Teilchenphysik an der ETH Lausanne
  • 25.06.2014
  • CHIPP
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60 Jahre CERN

Olivier Schneider, Professor für Teilchenphysik an der ETH Lausanne (EPFL), ist Präsident des 'Swiss Institute of Particle Physics' (CHIPP), einer Organisation, welche alle in der Schweiz tätigen Teilchenphysiker umfasst. Anlässlich des 60 Jahr-Jubiläums, das das CERN in diesem Jahr feiert, erläutert Olivier Schneider im Interview die Bedeutung des CERN für die Schweiz.
teaser 'auf der Suche nach dem 'sterilen' Neutrino
  • 22.05.2014
  • CHIPP
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Auf der Suche nach dem 'sterilen' Neutrino

In wenigen Monaten startet am Fermilab bei Chicago (USA) ein aufsehenerregendes Experiment, mit dem Physiker abklären wollen, ob neben den drei bekannten Typen von Neutrinos ein vierter Typ besteht. Bemerkenswert an diesem Experiment ist auch die personelle Zusammensetzung der Kollaboration: Die rund 120 beteiligten Forscherinnen und Forscher stammen vorwiegend aus den USA, aber die wissenschaftliche Leitung des Experiments obliegt aber einem Schweizer, nämlich dem Berner Physikprofessor Michele Weber.
Abha Eli Phoboo. Foto: B. Vogel
  • 20.05.2014
  • CHIPP
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Kathmandu ruft

Im reichen Westen ist der Gedanke der universitären Forschung und Lehre eine Selbstverständlichkeit: In den hiesigen Ländern existiert ein breites Spektrum von Instituten aller nur erdenklichen Wissensdisziplinen. In Entwicklungsländern aber ist Bildung oft noch eine knappe Ressource. Das gilt auch für die Teilchenphysik. Vertreter des Europäischen Labors für Teilchenphysik (CERN) in Genf haben nun in einer privaten Initiative Schritte unternommen, damit die Saat dieser Grundlagendisziplin auch in Nepal aufgeht.
Thimothée Delubac
  • 09.05.2014
  • CHIPP
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BOSS-Experiment

Nur vier Prozent unseres Universums bestehen aus der uns bekannten Materie. Der grösste Teil des Weltalls hingegen – davon ist die moderne Physik überzeugt – besteht aus Dunkler Energie. Was diese Dunkle Energie ist, kann heute noch niemand wirklich erklären. Hinweise zu einem besseren Verständnis des Phänomens liefert ein Astrophysiker der ETH Lausanne (EPFL): Dort wertet der 26jährige Nachwuchsforscher Timothée Delubac Daten vom Sternenhimmel aus, die in Zukunft einmal eine besseres Verständnis von Dunkler Energie erlauben könnten. In den letzten Monaten hat Delubac im Rahmen des BOSS-Experiments faszinierende neue Erkenntnisse gewonnen.
Das Alpha Magnetic Spectrometer (AMS) wurde im Mai 2011 auf der Internationalen Raumstation installiert und liefert seither ständig Daten über kosmische Strahlung. Foto: DPNC
  • 08.05.2014
  • CHIPP
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Kosmische Strahlung aus noch unbekannter Quelle

Seit dem 19. Mai 2011 ist das Alpha Magnetic Spektrometer (AMS) auf der Internationalen Raumstation ISS in Betrieb. Das Hightech-Messgerät funkt seither ständig Messdaten über die kosmische Strahlung zur Erde. Nach knapp zwei Jahren macht das Experiment mit spektakulären Ergebnissen auf sich aufmerksam.
Das Publikum: Gut 50 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums von Locarno. Foto: B. Vogel
  • 06.04.2014
  • CHIPP
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Debatte Locarno

Lohnt sich das eigentlich? Milliarden von Franken an Investitionen, um ein neues Teilchen zu entdecken? Und dann? Leben die Menschen wirklich besser? Was nützt die Physik? Und welche Folgen hat sie für die Medizin? Genau über diese Fragen haben am 4. April 2014 die Physikerin Martina Bucciantonio (35) und der Mediziner Franco Cavalli (71) unter der Leitung des Journalisten Gerhard Lob im Gymnasium von Locarno leidenschaftlich diskutiert. Das Gespräch mit dem Titel „Lebendige Materie oder tote Materie?“ fand im Beisein von gut 50 Schülerinnen und Schülern der 13. Klasse statt.
Prof. Antonio Ereditato
  • 25.03.2014
  • CHIPP
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Neutrino

Jetzt ist es so gut wie sicher: Myon-Neutrinos können sich in Tau-Neutrinos verwandeln. Das haben Wissenschaftler des OPERA-Experiments in Gran Sasso (Italien) – darunter Physiker der Universität Bern – mit bisher ungekannter Genauigkeit nachgewiesen. Dieses Ergebnis gaben die Forscher heute anlässlich eines Seminars in Gran Sasso bekannt.
Foto_durrer
  • 18.03.2014
  • CHIPP
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Gravitationswellen-Signal von Big Bang entdeckt

Einem internationalen Forscherteam ist mit dem Mikrowellenteleskop Bicep2 am Südpol der Nachweis von Gravitationswellen gelungen. Dies gaben die Wissenschaftler am Montag bekannt. Hält diese Nachricht einer unabhängigen Überprüfung stand, handelt es sich um eine der spektakulärsten Entdeckungen der modernen Physik. Damit würden erstmals die Gravitationswellen experimentell nachgewiesen, die Albert Einstein in seiner Relativitätstheorie vorausgesagt hatte. Im Interview erläutert die an der Universität Genf tätige Kosmologin Ruth Durrer die Hintergründe.
Die Forscherin Martina Bucciantonio. Foto: B. Vogel
  • 13.03.2014
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Protonentherapie

In der Schweiz studieren vergleichsweise wenig junge Frauen Physik. Anders in Italien, wo das Physikstudium für Frauen eine Selbstverständlichkeit darstellt. Kein Zufall daher, dass es mit Fabiola Gianotti eine italienische Physikerin war, die im Juli 2012 im Namen des ATLAS-Experiments am CERN die Entdeckung des Higgs-Teilchens bekanntgab. Auch Martina Bucciantonio ist italienische Physikerin, und auch sie arbeitet am CERN. Während sich die Nachwuchswissenschaftlerin zu Beginn ihrer Forscherkarriere vor allem mit grundlegenden Fragestellungen unter anderem in der Datenauswertung befasste, beschäftigt sie sich in der Doktorarbeit aktuell mit Fragen medizinischer Anwendungen. Am 4. April diskutiert Martina Bucciantonio an der Kantonsschule Locarno mit dem bekannten Krebsarzt Franco Cavalli zum Thema: „Lebendige Materie oder tote Materie – Forschen in der Medizin, Forschen in der Physik“ (geschlossene Veranstaltung). Bereits am 20. März findet um 16 Uhr ein Google-Hangout zum selben Thema statt.
„Das am CERN gewonnene Wissen ist unverrückbar und wird ewig Bestand haben.“ Hans Peter Beck, Physiker der Uni Bern und Forscher am CERN. Foto: Nathalie Laissue
  • 12.03.2014
  • CHIPP
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Was die Teilchenphysik heute weiss

Dr. Hans Peter Beck, Privatdozent für Physik an der Universität Bern und Teilchenphysiker am Europäischen Labor für Teilchenphysik (CERN) in Genf gewährt in einem Interview mit der Webplattform Xecutives.net Einblick in das Weltbild der modernen Physik. Er erläutert die Hintergründe, die 2012 zur Entdeckung des Higgs-Teilchens führten, er spricht über die Geheimnisse der Dunklen Materie und erklärt aus seiner Sicht, was Physik und Mathematik verbindet.
Drei Teilchenbeschleuniger im Grössenvergleich: der bestehende LHC und die beiden Projekte FCC und CLIC. Grafik: NZZ
  • 26.02.2014
  • CHIPP
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Future Circular Collider

Mit dem Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collider) am CERN wurde 2012 das Higgs-Teilchen entdeckt, und in den nächsten 20 Betriebsjahren werden von der Grossforschungsanlage in Genf weitere bahnbrechende Erkenntnisse erwartet. Trotzdem tüfteln Physiker bereits am Bau eines neuen, noch grösseren Beschleunigers unter dem Namen FCC, mit dem Teilchenkollisionen von noch höherer Energie möglich werden sollen. Stefan Antusch, Professor für Theoretische Physik an der Universität Basel, erläutert im Interview Stand und Zielsetzung des neuen Projekts.
Entstehung Top-Quark
  • 25.02.2014
  • CHIPP
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Top-Quark

Sieht man vom Higgs-Teilchen ab, war das Top-Quark das letzte Elementarteilchen des heute gültigen Standardmodells, das experimentell nachgewiesen wurde. Dieser Nachweis gelang 1995 am Fermilab unweit von Chicago/USA. Wissenschaftlern dieser Forschungseinrichtung ist nun eine weitere Entdeckung rund um das Top-Quark gelungen: Sie haben einen neuen, sehr selten zu beobachtenden Weg experimentell nachgewiesen, auf dem das Top-Quark erzeugt werden kann.
Aus der Forschung von Teilchenphysiker Roland Horisberger (links) sind mehrere Unternehmen hervorgegangen. Foto: Helen Dietsche
  • 24.02.2014
  • CHIPP
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Debatte Brugg

Teilchenphysikerinnen und Teilchenphysiker leisten mit ihrer Forschung einen Beitrag zum Verständnis der Welt. Sie tragen aber oft auch bei zur Weiterentwicklung der Wirtschaft durch innovative Produkte. Diesen Aspekt hat am 12. Februar 2014 eine Podiumsdebatte am Hightech Zentrum Aargau in Brugg beleuchtet, an der Roland Horisberger, ETH-Professor und Leiter der Hochenergiephysik am Paul Scherrer Institut in Villigen/AG, mit Wirtschaftsvertretern diskutierte. Am 23. April 2014 fand mit den Teilnehmern eine Internetdiskussion (Hangout) zum gleichen Thema statt (die Aufzeichnung finden Sie auf dieser Seite ganz unten). Podiumsgespräch und Hangout waren Veranstaltungen im Rahmen des vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Projekts 'Interactions'.
Beschleuniger
  • 20.02.2014
  • CHIPP
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Protonenbeschleuniger

Materialforschung, Teilchenphysik, Molekularbiologie, Archäologie – seit 40 Jahren ermöglicht der grosse Protonenbeschleuniger des Paul Scherrer Instituts PSI Spitzenforschung auf verschiedenen Gebieten. Anfangs sollte er helfen, aktuelle Fragen der Teilchenphysik zu klären – dafür wurden mit seiner Hilfe Pionen erzeugt. Später wurden die Anlagen um den Beschleuniger herum ausgebaut, sein Protonenstrahl wurde nun auch zur Erzeugung von Neutronen und Myonen für unterschiedlichste Experimente genutzt – vielfach auf Forschungsgebieten, an die beim Bau der Anlage niemand gedacht hatte. Heute können hier bis zu zwanzig Experimente gleichzeitig stattfinden, der Beschleuniger liefert den leistungsstärksten Protonenstrahl der Welt. Die Anlage schuf die Grundlage für die Einrichtung der Protonentherapie, mit der am PSI bereits mehrere Tausend an Krebs erkrankte Patienten erfolgreich behandelt worden sind.
Wechselwirkung einzelner (Anti-)Protonen mit einem atomaren Ion
  • 08.02.2014
  • CHIPP
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Quantencomputer

Einzelne Ionen als Qubits eines zukünftigen Quantencomputers lassen sich sehr effizient mit Hilfe von Laserstrahlen kühlen und detektieren. Ein neu gestartetes Projekt möchte dieses Wissen nun auch zur Kühlung und Detektion einzelner (Anti-)Protonen nutzbar machen. Bei erfolgreicher Demonstration bietet sich eine hochinteressante Perspektive: die Anwendung der experimentellen Techniken zur Kühlung von Antiprotonen am BASE-Experiment am CERN in Genf.
Antiteilchenstrahl
  • 30.01.2014
  • CHIPP
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Antiwasserstoff

Einem Forscherteam am Europäischen Labor für Teilchenphysik (CERN) in Genf ist es erstmals gelungen, einen Strahl aus Antiwasserstoff-Atomen herzustellen. Dies ist ein wichtiger Zwischenschritt hin zu einem besseren Verständnis von Antimaterie. Dieses Verständnis könnte eine Grundlage schaffen, damit Physiker in Zukunft einmal die grosse Frage beantworten können, warum unser Universum und wir Menschen aus Materie, nicht aber aus Antimaterie bestehen. Stefan Ulmer, der im Rahmen des ASACUSA-Experiments Antiwasserstoff untersucht, erläutert die aufsehenerregenden neuen Erkenntnisse.
Im Herz von CERN, der Protonenquelle. Am Modell erklärt Mick Storr, wie dem Wasserstoffgas hier die Protonen entzogen werden, die dann im Large Hadron Collider (LHC) miteinander kollidieren. Foto: Christine Plass
  • 20.12.2013
  • CHIPP
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Forschungssoziologie

Die österreichische Psychologin Dr. Clara Kulich (32) arbeitet an der Universität Genf und hat zusammen mit einem Kollegen untersucht, wie Forscherinnen und Forscher im Forschungszentrum CERN zusammenarbeiten. Die Resultate haben sie in Genf vorgestellt.
Andreas Knecht
  • 19.12.2013
  • CHIPP
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PSI-Myonenforscher

Wie findet ein Physiker – oder eine Physikerin – einen Sachverhalt, der das Wissen über unsere Welt auf ein neues Fundament stellt? Durch Knochenarbeit, lautet eine simple Antwort. Dies weiss auch Andreas Knecht, ein Schweizer Nachwuchsforscher, der am Paul Scherrer Institut (PSI) im aargauischen Villigen zur Zeit ein Experiment aufbaut, das an den Grundfesten unseres Weltbildes rütteln könnte. Doch bis Ergebnisse vorliegen, braucht der Teilchenphysiker Geduld. Viel Geduld. Ein Jahrzehnt mindestens.
(Bild: Myonen-Forscher Andreas Knecht in der Experimentierhalle des Paul Scherrer Instituts. Foto: BV)
Foto Beam Line
  • 30.11.2013
  • CHIPP
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CERN-Wettbewerb

Das CERN ist bekannt für den Large Hadron Collider (LHC), aber das Europäische Labor für Teilchenphysik in Genf ist mehr als der LHC. So nehmen Teilchenstrahle, bei denen Strahlen auf fixierte Materialproben gelenkt werden, um diese zu untersuchen, grossen Raum in den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des CERN ein. Die Teilchenstrahle werden für eine grosse Vielfalt von Experimenten verwendet, etwa um zu untersuchen, wie Protonen im Innern zusammenwirken, oder um die geheimnisvolle Antimaterie zu verstehen.
Mesonen
  • 27.11.2013
  • CHIPP
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Mesonenzerfall

Forschende des Paul Scherrer Instituts haben aus den am CMS-Detektor am CERN gemessenen Daten erstmals den sehr seltenen Zerfall des Bs-Mesons in zwei Myonen mit hinreichender Sicherheit beobachtet und seine Häufigkeit bestimmt. Ihre Ergebnisse stimmen sehr gut mit den Voraussagen des Standardmodells der Teilchenphysik überein.
Sabine Weider und Jonas Knüsel
  • 07.11.2013
  • CHIPP
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Debatte Neufeld

Der Physiker Jonas Knüsel (SWAN Isotpen AG) und Nuklearmedizinerin Sabine Weidner (Inselspital Bern) haben bei einer Podiumsdiskussion am Gymnasium Neufeld in Bern über Nutzen und Perspektiven der Medizinphysik insbesondere im Bereich der Krebsdiagnostik diskutiert. Bereits zuvor hatte eine Internetdebatte (Hangout On Air) zum selben Thema stattgefunden. Dabei handelte es sich um den zweiten von sieben Double dialogues im Rahmen des vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierten Projekts 'Interactions'. Beide Diskussionsveranstaltungen standen unter dem Titel 'Physik macht – gesund!'.
Rund 400 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Rämibühl verfolgten die von Wissenschaftsjournalist Benedikt Vogel moderierte Debatte. Foto: Balz Murer
  • 03.11.2013
  • CHIPP
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Debatte Rämibühl

Die Physikerin Laura Baudis (Universität Zürich), der Theologe Luzius Müller (Basel) und der deutsche Lyriker Jochen Winter haben bei einer Podiumsdiskussion am Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Gymnasium (MNG) Rämibühl vor 400 Schülerinnen und Schülern über Aussagekraft und gesellschaftliche Relevanz der modernen Physik diskutiert. Bereits am 22. Oktober hatten die Podiumsteilnehmer in der gleichen Zusammensetzung eine Internetdebatte (Hangout On Air) geführt. Bei der Doppelveranstaltung handelte es sich um den ersten von sieben Double dialogues im Rahmen des vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierten Projektes Interactions. Beide Diskussionsveranstaltungen standen unter dem Titel Mit welcher Sprache begreifen wir die Welt?.
Günther Dissertori, Professor für Teilchenphysik an der ETH Zürich
  • 12.10.2013
  • CHIPP
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Volkshochschule

Günther Dissertori, Professor für Teilchenphysik an der ETH Zürich, sprach an der Volkshochschule Zürich vor interessierten Laien über das Phänomen Supraleitung. Im Interview berichtet er über seine Erfahrungen bei dem Vortrag – und erklärt, was Supraleitung mit dem Higgs-Mechanismus gemeinsam hat.
François Englert (left) and Peter Higgs at CERN on 4 July 2012, on the occasion of the announcement of the discovery of a Higgs boson by the ATLAS and CMS experiments (Image: Maximilien Brice/CERN)
  • 08.10.2013
  • CHIPP
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Nobelpreis 2013

Die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften hat den diesjährigen Nobelpreis für Physik an Peter Higgs und François Englert vergeben. Wir befragten dazu Heinrich Leutwyler, bis zu seiner Pensionierung Professor für theoretische Physik an der Universität Bern. Leutwyler, der am 12. Oktober seinen 75. Geburtstag feiern kann, hat international anerkannte Beiträge zur Entwicklung der Quantenchronodynamik geleistet. Er hat die Entwicklung des modernen Standardmodells der Teilchenphysik von Anfang an miterlebt und in Teilen mitgeformt. Im Interview erläutert der Berner Physiker den historischen Kontext, der zur Entdeckung des Higgs-Mechanismus führte, und er erläutert die Bedeutung des Nobelpreises für die heutige Gesellschaft.
In derartigen Glaschips werden Elektronen durch einen Laser beschleunigt. Foto: SLAC
  • 06.10.2013
  • CHIPP
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Beschleuniger im Bonsai-Format

Computerchips brauchen dank technischem Fortschritt immer weniger Platz. Dieser Trend zur Miniaturisierung könnte bald auch die Teilchenphysik erfassen. US-amerikanische Forscher arbeiten an einer neuartigen Technik, die längerfristig zu kleineren und günstigeren Beschleunigern in der physikalischen Grundlagenforschung, aber auch für medizinische Anwendungen führen könnte.
Visualisierung der kosmischen Saiten (engl. cosmic strings). Grafik: zVg
  • 24.09.2013
  • CHIPP
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„Zur Zeit herrscht ein goldenes Zeitalter“

Das Jahr 2013 machte mit aufsehenden Entdeckungen von sich reden: mit der Entdeckung des Higgs-Teilchens im Juli 2013, und zuvor schon im März 2013 mit der präzisen Messung der Fluktuationen in der Temperaturverteilung bei der Entstehung des Universums aus dem Urknall durch den Planck-Satelliten. Wir stellten dem in Basel geborenen Physiker und heute an der Universität Genf tätigen Kosmologen Martin Kunz ein Paar Fragen am Rande der "Nacht der Europäischen Forscher" Origins 2013.
Prof. Klaus Kirch, Vorsitzender CHIPP
  • 23.08.2013
  • CHIPP
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Europäische Strategie

Klaus Kirch, Vorsitzender des Swiss Institute of Particle Physics CHIPP, Leiter der Teilchenphysik am Paul Scherrer Institut PSI und Physikprofessor an der ETHZ, beleuchtet in einem Autorenbeitrag die Europäische Strategie für Teilchenphysik und erläutert deren Konsequenzen aus Schweizer Sicht. Kirch betont dabei die Bedeutung des CERN-Standorts Genf für die Schweizer Teilchenphysik und plädiert für die Einrichtung einer zweiten Schweizer Professur für Beschleunigerphysik. Zugleich signalisiert er Offenheit für Diskussionen zum Projekt eines neuen Linearbeschleunigers in Japan und ruft dazu auf, international die Kräfte für ein 'long-baseline' Neutrinoexperiment zu bündeln.
*Alex Capus: Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer. München 2013. Carl Hanser Verlag.
  • 22.08.2013
  • CHIPP
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Bombenbauer aus gutem Grund

Am Manhattan-Projekt – dem Bau der US-amerikanischen Atombombe während des Zweiten Weltkriegs – war auch der Schweizer Atomphysiker Felix Bloch beteiligt. Der Schriftsteller Alex Capus zeichnet in seinem neusten Roman den Lebensweg des jüdischen Wissenschaftlers literarisch nach. Er zeigt an seiner Lebensgeschichte, wie Blochs physikalische Erkenntnisse zu Massenvernichtungswaffen, aber gleichzeitig zu Geräten von erheblichem medizinischen Nutzen geführt haben.
Foto des Aufsatzes zur verallgemeinerten Relativitätstheorie
  • 06.08.2013
  • CHIPP
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Einstein & Grossmann

Zwischen Physik und Mathematik – also zwischen der Beschreibung der physischen Welt und den Strukturen mathematischen Denkens – besteht seit jeher ein Spannungsfeld. Norbert Straumann, emeritierter Professor für Theoretische Physik der Universität Zürich, hat am Beispiel des Physikers Albert Einstein und des Mathematikers Marcel Grossmann dargestellt, wie sich die beiden Disziplinen im Idealfall anregen und ergänzen. Die Zusammenarbeit der an der ETH Zürich tätigen Wissenschaftler führte von 1912 bis 1915 zur Entstehung der Allgemeinen Relativitätstheorie.
Prof. Uwe-Jens Wiese (Universität Bern, Physik)
  • 25.07.2013
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Forschung in der Quantenphysik

Uwe-Jens Wiese, Professor für Theoretische Physik an der Universität Bern, wird vom Europäischen Forschungsrat (ERC) mit einem «ERC Advanced Grant» ausgezeichnet. Für sein Projekt zur Quantenphysik erhält er rund 2,4 Millionen Franken.
Prof. Karl-Heinz Lotze (Friedrich-Schiller-Universität Jena)
  • 19.07.2013
  • CHIPP
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Physikdidaktik

Karl-Heinz Lotze (62), Professor für Physik und Didaktik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, führt vom 15. - 17. Juli in Jena und - zusammen mit Frau Prof. Gesche Pospiech (Universität Dresden) - vom 22. - 26. Juli in Bad Honnef zwei Weiterbildungsveranstaltungen unter anderem für deutsche Physiklehrkräfte durch. Mit von der Partie sind mit Prof. Norbert Straumann (Universität Zürich, emeritiert) und PD Dr. Hans Peter Beck (Universität Bern/CERN) zwei Schweizer Teilchenphysiker, die ihr jeweiliges Wissen einbringen. Im Interview erläutert der Didaktikspezialist Lotze, wie Teilchenphysik Breitenwirkung entfalten kann.
ND280-Detektor des "T2K"-Experiments zur Vermessung des Neutrino-Strahls nahe der Strahlenquelle. Foto: N. Nirkko, Universität Bern
  • 19.07.2013
  • CHIPP
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Neutrinoforschung

Was bereits beobachtet wurde, konnte nun signifikant nachgewiesen werden: Es gibt eine weitere Umwandlung von Neutrinos – denjenigen Elementarteilchen, die wichtig sind für das Verständnis unseres Universums. Am Gross-Experiment in Japan sind auch Berner Teilchenphysiker beteiligt.
EPFL-Professor Tatsuya Nakada. Foto: Benedikt Vogel
  • 01.07.2013
  • CHIPP
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„Gleichgewicht zwischen Schwerpunkten und Vielfalt“

Am CHIPP-Jahrestreffen vom 24. bis 26. Juni 2013 in Sursee haben die in der Schweiz tätigen Teilchenphysiker und Teilchenphysikerinnen auch die 'Europäische Strategie für Teilchenphysik' erörtert, die der CERN-Rat einen Monat zuvor verabschiedet hatte. Die Strategie definiert die Forschungsfelder und Grossprojekte, die die Teilchenphysiker künftig bearbeiten wollen. Die zentralen Elemente der Strategie sind der Weiterbetrieb und Ausbau des Large Hadron Collider (LHC) am CERN sowie die europäische Beteiligung am Projekt eines neuen Linearbeschleunigers (International Linear Collider, ILC). Tatsuya Nakada, Physikprofessor an der ETH Lausanne (EPFL), gibt Auskunft.
  • 26.06.2013
  • CHIPP
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CHIPP-Preis 2013

Anlässlich des Jahrestreffens 2013 in Sursee (LU) hat das Schweizer Institut für Teilchenphysik (CHIPP) den jährlich vergebenen Preis für eine herausragende Forschungsarbeit im Bereich der Teilchenphysik verliehen. Ausgezeichnet wurde Martin Fertl (29), der am Paul Scherrer Institut (PSI) in Villigen (AG) den Einfluss von elektrischen Feldern auf Neutronen untersucht.
Im Herz von CERN
  • 18.06.2013
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Im Herz von CERN

Anfang Juni 2013 reisten 18 Lehrerinnen und Lehrer aus der Deutschschweiz nach Genf. Der Weiterbildungstag am CERN vermittelte ihnen Anschauungsmaterial und Experimente, um Hochenergiephysik zu unterrichten.
Teresa Montaruli
  • 30.05.2013
  • CHIPP
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Boten aus einem noch unbekannten Universum

Ice Cube ist ein physikalisches Grossexperiment im ewigen Eis des Südpols, mit dem Forscher die Neutrinos – eine bislang noch sehr rätselhafte Klasse von Elementarteilchen – untersuchen. Nun liegen erste, spektakuläre Messresultate vor. Sie wecken Hoffnung, dass die Astrophysiker mithilfe der Neutrinos neue Einsichten über Geschichte und Aufbau des Universums gewinnen könnten.
Illustration eines Myonen-Events im MEG-Experiment. Grafik: PSI
  • 26.04.2013
  • CHIPP
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Myonenforschung

Alles, was die moderne Physik über Elementarteilchen und die zwischen ihnen wirkenden Kräfte weiss, ist im sogenannten Standardmodell zusammengefasst. Das Myonen-Experiment MEG am Paul Scherrer Institut im aargauischen Villigen sucht nach Hinweisen, die den Blick auf eine bisher unbekannte Physik jenseits des Standardmodells eröffnen würden. Die bisherigen Messungen des MEG-Experiments geben allerdings – noch – keinen Hinweis auf einen solch spektakulären Durchbruch. So das Fazit einer neuen wissenschaftlichen Publikation.
Der Berner Physiker Peter Jenni, gern "Vater des ATLAS-Experiments" genannt. Foto: CERN
  • 15.12.2012
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Jenni ausgezeichnet

Der Sonderpreis der Fundamental Physics Prize Foundation ist nicht die erste Auszeichnung, die der Berner Physiker Peter Jenni erhält, mit 500 000 Dollar aber die am höchsten dotierte. Jenni wird mit dem Preis für seine Verdienste beim Aufbau des ATLAS-Experiments am CERN geehrt. Mit diesem Experiment war im Sommer 2012 ein Teilchen entdeckt worden, bei dem es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um das lange gesuchte Higgs-Teilchen handelt. Im Interview sagt Peter Jenni, was ihm die jüngste Auszeichnung bedeutet und welche Schwierigkeiten einem auf dem langen Weg zu einer physikalischen Entdeckung begegnen.
Thomas Becher, Professor für Theoretische Physik an der Universität Bern
  • 20.11.2012
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Lehrerfortbildung

Im November trafen sich die Physiklehrer aller Kantonalberner Gymnasien in Burgdorf zu einem Weiterbildungstag. Ein Referent war Thomas Becher, Professor für Theoretische Physik an der Universität Bern. Becher nutzte die Gelegenheit, den Lehrkräften einen vertieften Einblick in das Higgs-Teilchen zu gewähren. Das neue Elementarteilchen war vor wenigen Monaten am CERN in Genf entdeckt worden. Mit seiner Entdeckung bestätigten die Forscher auch die Existenz des zugehörigen Higgs-Feldes. Was aber hat es mit diesem Higgs-Feld genau auf sich? In Medienberichten war zu lesen, dieses Feld sorge dafür, dass Materie Masse habe. Das ist so nicht richtig, wie Thomas Becher den Physiklehrerin in Burgdorf erklärte. Wir zitieren hier die entscheidende Passage aus seinem Vortrag:
Prof. Ulrich Straumann
  • 12.11.2012
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Mesonenzerfall

Wie oft zerfällt ein Bs0-Meson in zwei Myonen? Die Frage treibt Physiker seit fast 25 Jahren um. Jetzt haben sie am CERN in Genf eine Antwort gefunden. Die Universität Zürich war bei dem Experiment an vorderster Front mit dabei.
Franz Herzog
  • 13.09.2012
  • CHIPP
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CHIPP-Preis 2012

Anlässlich des Jahresmeetings des Swiss Institute of Particle Physics (CHIPP) in der Kartause Ittingen wurde dem 28jährigen Franz Herzog der CHIPP-Preis 2012 verliehen. Herzog erhielt den Preis für seine Doktorarbeit, mit der er in diesem Sommer bei Prof. Anastasiou an der ETH Zürich promoviert hat.
  • 07.08.2012
  • CHIPP
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Hinweis auf Higgs-Mechanismus in Magnet

Die Wechselwirkung mit dem Higgs-Feld verleiht Elementarteilchen ihre Masse. Der Higgs-Mechanismus scheint aber auch jenseits der Elementarteilchenphysik eine Rolle zu spielen, wie ein internationales Forscherteam nun vermutet.
  • 04.07.2012
  • CHIPP
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Higgs-ähnliches Teilchen entdeckt

“Wir beobachten in unseren Daten eindeutige Hinweise für ein neues Teilchen", sagte heute Fabiola Gianotti, Sprecherin des ATLAS-Experiments am CERN in Genf. Viele Indizien sprechen dafür, dass es sich bei dem ca. 126 Gigaelektronenvolt (GeV) schweren Teilchen um das lange gesuchte Higgs-Boson handeln dürfte. "Es ist schwierig, nicht begeistert von diesen Resultaten zu sein", meinte Sergio Bertolucci, Forschungsdirektor des CERN. Rolf Heuer, Direktor des CERN, sprach von einem "Meilenstein in unserem Verständnis der Natur".

Schweizer Teilchenphysiker im Dialog mit der Gesellschaft

Das Teilchenphysik-Portal ist eine Initiative des Swiss Institute of Particle Physics (CHIPP) und ist aus dem durch den SNF finanzierten Agora-Projekt ‚Interactions’ sowie aus dem davor laufenden und durch das SBFI unterstützte Projekt ‚Das verflixte Higgs’ hervorgegangen.

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