Über diese Webseite

Dieses Webportal bietet Zugang zu Methoden und Tools für die Zusammenarbeit zwischen ExpertInnen und Betroffenen aus Wissenschaft und Praxis, um realeweltliche, kontextspezifische gesellschaftliche Herausforderungen wissenschaftlich zu bearbeiten.Es ist nach typischen Prozessphasen beziehungsweise Herausforderungen gegliedert, wie beispielsweise die Integration von Wissen zwischen verschiedenen Fachbereichen.

Das Netzwerk für Transdisziplinäre Forschung (td-net) der Akademien der Wissenschaften Schweiz zeichnet sich für das Portal verantwortlich. Das td-net unterstützt inter- und transdisziplinäre Forschung und Kompetenzaufbau in allen Fachbereichen. Es hat sich zudem der Unterstützung und Stärkung von Communities zu Methoden und Tools zur Ko-Produktion von Wissen verpflichtet.

Die detaillierten Methodenbeschriebe werden von ausgewiesenen Expertinnen und Experten geschrieben und vom Editorial Board freigegeben. Feedback und Vorschläge für zusätzliche Ressourcen sind jederzeit willkommen.

Die Zusammenarbeit in der inter- und transdisziplinären Forschung beinhaltet spezifischen Aufgaben und Herausforderungen, für deren Bearbeitung sich disziplinäre Forschungsmethoden und -methodologien nur bedingt eignen. Dazu gehören die Auseinandersetzung mit Interessenkonflikten, mit unterschiedlichen Erwartungen oder politischen Zielen sowie die Identifikation von Möglichkeiten, die Forschung gesellschaftlich relevant zu machen. Spezielle Tools helfen, entsprechende Kooperationsprozesse systematisch und nachvollziehbar zu gestalten.

Methoden und Tools, die für inter- und transdisziplinäre Forschungskooperationen nützlich sind, werden von diversen Fachgemeinschaften online bereitgestellt. Über die inter- und transdisziplinäre Forschung hinaus arbeiten sie in Bereichen wie Team Science, Partizipative Forschung, Managementwissenschaften oder Responsible Research and Innovation. Mit dem Portal soll der Zugang zu diesem «Universum» von Methoden und Instrumenten erleichtert werden. Das td-net bettet seine eigene Toolbox mit Fokus auf die gemeinsame Wissensproduktion in heterogenen Gruppen in diese breitere Methoden-Landschaft ein. Es regt damit den grundsätzlichen Austausch über Methoden und Tools an, die helfen sollen, wissenschaftliche Forschung mit gesellschaftlicher Problemlösung zu verbinden. Die Methoden und Tools werden von verschiedenen Fachgemeinschaften in unterschiedlichen online-Ressourcensammlungen bereitgestellt.

Die hier vorgestellten Methoden verzahnen wissenschaftliche Forschung mit der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen. Im Gegensatz zu allgemeineren Prinzipien oder Richtlinien für die Zusammenarbeit, beschreiben die Methoden und Tools konkrete Verfahren in Form von schrittweisen Anweisungen. Sie kommen ohne technische Hilfsmittel aus, sind mehrheitlich in Alltagssprache beschrieben und können situativ angepasst werden. Einige von ihnen lassen sich ohne grosse Vorbereitung einsetzen, andere erfordern besondere Fähigkeiten und Erfahrung mit inter- und transdisziplinären Prozessen. Die Tools unterscheiden sich in ihrer Komplexität. Einige von ihnen beziehen sich auf sehr spezifische Schritte in einem Kooperationsprozess, während andere breiter oder eher übergreifender Natur sind. Einige Methoden können im gleichen Prozessschritt (z.B. in einem Workshop) kombiniert, oder kaskadenartig aneinandergereiht werden.

Die Zusammenarbeit in heterogenen Gruppen mit unterschiedlichen Anliegen benötigt neben geeigneten Methoden auch gute Moderationsfähigkeiten. Im Allgemeinen müssen kooperationsbezogene Interaktionen sorgfältig konzipiert, vorbereitet und begleitet werden. Voraussetzungen von Seiten aller KooperationspartnerInnen sind Offenheit und Interesse an anderen Ansichten sowie die Bereitschaft zum Dialog.

Das Portal bietet einen möglichst direkten Zugang zu Methoden, welche über eine Reihe typischer Projektphasen oder eine Liste zentraler Herausforderungen in inter- und transdisziplinärer Forschungsprozessen aufgerufen werden können. In beiden Listen werden typische Situationen, in denen sich Projektbeteiligte befinden können, beschrieben und Methoden für situationsadäquates Handeln vorgeschlagen. Die Methoden sind entweder Teil der td-net Toolbox oder einer externen Online-Ressourcensammlung.

Die Auswahl der aufgeführten Methoden und Tools erfolgt auf Basis von Empfehlungen aus der Fachgemeinschaft. Die Nützlichkeit für die Verbindung wissenschaftlicher Forschung mit gesellschaftlicher Problemlösung sollte durch die Erfahrung der Expertinnen und Experten bestätigt sein. Über die Aufnahme von Methoden und Tools entscheidet schlussendlich das Editorial Board.

Dieses Portal konzentriert sich auf Dialog-, Austausch- und Kooperationsprozesse. Es enthält keine Methoden und Tools zur Unterstützung und Gestaltung von Informations- und Kommunikationsaktivitäten. Methoden für die Verbreitung von Wissen, Wissenstransfer oder (klassische) Politikberatung sind also nicht im Fokus.

Das Portal wird vom Netzwerk für transdisziplinäre Forschung td-net der Akademien der Wissenschaften Schweiz betrieben. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit einer Reihe von EditorInnen sowie ExpertInnen, die eine offene Community in der inter- und transdisziplinären Forschung sowie verwandten Fachbereichen bilden.

Wir fördern unsere Community of Practice, um Methoden und Werkzeuge zu entwickeln, zu testen und anzupassen, die die Zusammenarbeit zwischen ExpertInnen und Anspruchsgruppen aus Wissenschaft und Praxis unterstützen.


Wir sammeln kurze Erfahrungsberichte über praktische Erfahrungen, die WissenschaftlerInnen mit den in unserer Toolbox vorgestellten Methoden machen. Sie veranschaulichen die Vielfalt der möglichen Anwendungen und Ergebnisse der Methoden.


Das td-net sammelt und teilt alle Arten von Erfahrungen mit transdisziplinärer (TD) Forschung auf seiner Webseite "doing transdisciplinarity".

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td-net – Network for Transdisciplinarity Research