Genomeditierung in der EU: Wissenschaft, Öffentlichkeit und Politik

Neue molekularbiologische Methoden zur zielgerichteten Veränderung von Erbinformationen bei Menschen, Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen – die sogenannte "Genom-Editierung" – sind eine Herausforderung für Politik und Wissenschaft. Ein neuer Bericht des European Academies Science Advisory Council (EASAC) macht hierzu Empfehlungen.

EASAC-Bericht "Genome editing: scientific opportunities, public interests and policy options in the European Union"
Bild: European Academies Science Advisory Council (EASAC)

Zuhanden der Politik wird die Notwendigkeit unterstrichen, allfällige Regulierungen von Anwendungen auf Fakten abzustützen, unter Einbezug wahrscheinlicher Nutzen und hypothetischer Risiken, sowie angemessen und ausreichend flexibel auf künftige Fortschritte in der Wissenschaft zu reagieren. Wissenschaftsgemeinschaft und Politik werden weiter aufgefordert, den Dialog mit der Öffentlichkeit zu gesellschaftlichen Auswirkungen wichtiger wissenschaftlicher Ergebnisse im Sinne von Vertrauensbildung zu intensivieren.

Als Mitglied unterstützen die Akademien der Wissenschaften Schweiz die politikberatende Arbeit des EASAC mittels Delegation von wissenschaftlichen Expertinnen und Experten. Im vorliegenden Fall war Bruno Studer, Professor für Molekulare Pflanzenzüchtung an der ETH Zürich und Mitglied des Forums Genforschung der Akademie der Naturwissenschaften (SCNAT), Mitglied des EASAC-Autorenteams.

Ausgabe / Band: EASAC Policy Report, 31
Seitenangabe: vi, 34
Standard-Nummer: 978-3-8047-3727-3

Kategorien

  • Genom-Editierung
  • Gentechnik
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