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Regenerative Landwirtschaft in Europa: Eine kritische Analyse der Beiträge zu den EU-«Farm-to-Fork»- und Biodiversitäts-Strategien

Regenerative Landwirtschaft ist ein vielversprechender Schlüssel zur Verringerung der Klimarisiken bei gleichzeitiger Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln und Förderung biologischer Vielfalt. Dies die Schlussfolgerungen eines neuen Berichts mit einer erstmaligen wissenschaftlichen Analyse durch europäische Wissenschaftsakademien.

EASAC Policy Report "Regenerative agriculture in Europe"
Bild: EASAC

Die regenerative Landwirtschaft hat das Potenzial, die biologische Vielfalt in den Böden wiederherzustellen und damit deren Fähigkeit zu erhöhen, CO2 aus der Atmosphäre zu entnehmen und wieder im Boden zu binden. Dies ist wichtig, weil die Landwirtschaft die Hauptursache für die weltweite Abholzung und Landumwandlung ist, und die Lebensmittelsysteme für mehr als ein Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Der wissenschaftlichen Bericht betont, dass die regenerative Landwirtschaft nicht im Widerspruch zur modernen Pflanzen- und Tierzucht, zur Bodenbearbeitung, zum Einsatz von Mineraldünger oder Pestiziden steht. Vielmehr zielt sie auf einen begrenzten, gezielteren Einsatz sowie auf die Verwendung biologischer Alternativen, wie z.B. den Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen, die gegen Krankheitserreger resistent sind, oder sogar die Einführung von Raubtieren.

Pascal Boivin (HES-SO Genf) hat im Namen der Akademien der Wissenschaften Schweiz an diesem Bericht mitgearbeitet und Christian Schöb (ETH Zürich) war einer der Gutachter.

Ausgabe / Band: EASAC Policy Report, 44
Seitenangabe: 58 S.
Standard-Nummer: ISBN 978-3-8047-4372-4

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