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Edelmetall für Experimente und Berechnungen

Am 7. und 8. März fand an der Alten Kantonsschule Aarau das Finale der Schweizer Physik-Olympiade statt. 27 Jugendliche zeigten ihr theoretisches und praktisches Wissen. Fünf von ihnen wurden mit Goldmedaillen ausgezeichnet:

Gold ging an Eric Lüscher, Leon Zimmermann, Leo Swedenborg, Levin Glatz und Leonrd Duparc
Gold ging an Eric Lüscher, Leon Zimmermann, Leo Swedenborg, Levin Glatz und Leonrd Duparc
Gold ging an Eric Lüscher, Leon Zimmermann, Leo Swedenborg, Levin Glatz und Leonrd DuparcBild: Physik-Olympiade
Bild: Physik-Olympiade
  • Leon Zimmermann, ehem. Paul Scherrer Institut/Technische Berufsschule Zürich (ZH)
  • Levin Glatz, Kantonsschule Wettingen (AG)
  • Eric Lüscher, Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium Rämibühl (ZH)
  • Leo Swedenborg, Zurich International School (ZH)
  • Leonard Duparc, Ecole Nouvelle de la Suisse Romande (VD)

Die Gewinner des ersten und zweiten Platzes, Leon Zimmermann und Levin Glatz, erhalten einen Nachwuchsförderpreis der Schweizerischen Physikalischen Gesellschaft. Ausserdem wurden Silber- und Bronzemedaillen sowie Plätze an internationalen Wettbewerben verliehen (siehe Rangliste).

Wer am nationalen Finale der Physik-Olympiade teilnimmt, löst an einem Tag fast 7 Stunden knifflige Prüfungen. Das klingt anstrengend - doch auch das gemütliche Beisammensein nach getaner Arbeit gehört zur Erfahrung. “Ich finde es lässig, dass sich bei der Physik-Olympiade Leute mit gleichen Interessen finden und sich einfach verstehen, dieser Umgang miteinander ist cool”, so Nina Fernandez. Die Physiklehrerin hat das Finale an der Alten Kanti Aarau mitorganisiert. Der Rektor der Alten Kanti unterstütze die Olympiaden in Physik und anderen Fächern und mache es daher auch möglich, dass sie am Wochenende das Schulhaus für so einen Anlass nutzen könne.

Die Preisverleihung fand am Sonntag in der Alten Kantonsschule Aarau statt, mit einem Vortrag von Dr. Simona Procacci (Universität Genf) über die Frage, was die maximale Temperatur im Universum ist. Ein gutes Resultat habe er erwartet, da er bereits zum dritten Mal teilnehme, so der Erstplatzierte Leon. Doch mit dem ersten Platz habe er dann doch nicht gerechnet. Der Physiklaborant arbeitet seit dem Sommer Vollzeit. Das sieht er als Vorteil, weil er so Einblicke in die Praxis bekommen habe. Eric Lüscher, der Drittplatzierte, ist direkt vom Finale der Philosophie-Olympiade angereist, wo er ebenfalls Gold gewonnen hat. “Ich bin extrem überrascht, dass ich in Physik und Philosophie Gold gewonnen habe, obwohl ich nicht gelernt habe. Für Mathematik habe ich tausende Stunden gelernt, aber noch nie Gold gewonnen. Vielleicht dieses Jahr!”

Der Lehrer der Silber-Gewinnerin Anna Ineichen erzählt, sie sei von selbst auf ihn zugekommen mit der Idee, an der Physik-OIympiade teilzunehmen. Gute und interessierte Schüler können aber auch zurückhaltend sein bei der Teilnahme, erklärt der Rektor der Kanti Beromünster, Marco Stössel, da diese oft mit verpassten Schultagen einhergehe. Auch Lehrpersonen zögern manchmal, erklärt Nina Fernandez: “Viele Lehrpersonen denken wohl, die Aufgaben seien zu schwierig und das sei für die Schülerinnen und Schüler dann frustrierend - aber eigentlich ist es eine gute Vorbereitung auf das Studium in den Naturwissenschaften, wo man auch mit Problemen konfrontiert wird, die man nicht gleich lösen kann.”

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Lara Gafner
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