Niederschlag

Regen und Schnee sind die Hauptquellen für das Wasser, das in Schweizer Seen, Flüssen und im Grundwasser fliesst. Aus welchem Gebiet die Feuchtigkeit für die Niederschläge kommt, hängt von der Grosswetterlage und damit auch der Jahreszeit ab.

Gewitter über dem Mittelmeer
Gewitter über dem MittelmeerBild: Bruno Schädler

Das herrschende Wettersystem entscheidet über Ursprung, Form und Intensität der Niederschläge in der Schweiz. Im Sommer fällt der Niederschlag meist in flüssiger Form als Folge konvektiver Prozesse (Gewitter). Im Winter sind die Niederschläge flächendeckender (advektiv) und oft in fester Form (Schnee). Besonders zwei, allerdings relativ seltene, Wetterlagen können zu Extremen führen, wie Abbildungen unten zeigen. Die obere Lage führt zu Trockenheit, die untere zu Überschwemmungen. Im Gebirgsland Schweiz spielt auch die Höhenlage über Meer eine wichtige Rolle für die Menge und die Form der Niederschläge: Je höher oben, desto mehr Niederschläge und desto häufiger als Schnee.

5b-Wetterlage
5b-Wetterlage

Zwei typische Wetterlagen, die in der Schweiz zu Extremen führen können: Die „Omega-Lage“ (oben) mit einem ausgeprägten und stabilen Hochdruckgebiet (H) über Europa führt zu Trockenperioden wie im Sommer 2003. Die „5b-Wetterlage“ (unten) mit dem charakteristischen Verlauf des Tiefs (T) hingegen ist bekannt für grosse Niederschlagsmengen. Sie bringt vor allem im Frühling und Herbst sehr feuchte und milde Luft in die Schweiz, so dass die Schneefallgrenze steigt. Falls die Böden schon mit Wasser gesättigt sind, kann dies zu grossen Hochwassern führen.

Omega-Lage
Omega-Lage
wassertropfen
Bild: C. Ritz

Woher stammen die Niederschläge, wie und wo werden sie gemessen, und welche Daten gibt es dazu? Das und viel mehr erwartet sie auf den folgenden Seiten im Portal Wasser Schweiz


Jedes Jahr fallen in der Schweiz durchschnittlich rund 1.5 Meter Niederschlag. Das sind 60 Millliarden Kubikmeter Wasser. Ein Drittel davon, nämlich 20 Milliarden Kubikmeter, fallen in Form von Schnee.


Niederschlagsmessung im Hochgebirge. Dort liefern sogenannte "Totalisatoren" die Niederschlagsmenge über ein ganzes Jahr. Die Unsicherheiten sind aber wegen dem Schnee und dem Wind relativ gross.
Bild: M. Mattmark

Ein dichtes Messnetz von Niederschlagsmess-stationen überzieht die Schweiz. Im Hochgebirge werden Niederschlags-totalisatoren, welche nur 1 bis 2 mal abgelesen werden müssen, verwendet. Alle Daten dazu findet man bei MeteoSchweiz

Veranstaltungen, Meldungen, Publikationen

Hochwasser Neuenburgersee vom Mai 2015, Hafen Chevroux, Westdamm
Aqua Urbanica 2020 - VERSCHOBEN AUF 2021

Im Jahr 2020 findet die Veranstaltung mit der Universität Innsbruck als Gastgeberin zum zehnten Mal statt. Mit dem Motto «Schwammstadt –Versickerung 2.0?» widmet sich die Tagung schwerpunktmässig der Frage, welche

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August mit Hitzewelle und massiven Regenfällen

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Global wärmster Juni, gleichauf mit Juni 2019
Global wärmster Juni, gleichauf mit Juni 2019

Nach Angaben des europäischen Copernicus-Dienstes lag die globale Durchschnittstemperatur im Juni 2020 um 0,53 °C über dem Durchschnitt des Zeitraums 1981–2010. Damit war der diesjährige Juni der global wärmste Juni

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März unter Hochdruck

Die Märzwitterung war überwiegend hochdruckbestimmt. Durch die unterschiedliche Lage der Hochdruckgebiete floss zunächst über längere Zeit milde Meeresluft, dann aber frostig kalte Festlandluft zur Schweiz. Die Märztemperatur stieg im landesweiten

BAFU et al. (Hrsg.) 2019: Hitze und Trockenheit im Sommer 2018. Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.
Hitze und Trockenheit im Sommer 2018

Die Schweiz erlebte 2018 erneut einen aussergewöhnlich heissen Sommer. Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 15,3 Grad Celsius in den Monaten Juni, Juli und August war er nach 2003 und 2015

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Wärme und Regenarmut ohne Ende, so präsentierte sich das Jahr 2018 in der Schweiz. Zehn von zwölf Monatstemperaturen lagen deutlich über der Norm, sechs davon im extremen Bereich. Die unendliche

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Das «Leitbild Fliessgewässer Schweiz» der Bundesämter BUWAL, BWG, BLW und ARE bringt die drei Entwicklungsziele für unsere Fliessgewässer den Fachleuten und Interessierten näher: - Ausreichender Gewässerraum - Ausreichende Wasserführung -

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Relative Änderung des mittleren jahreszeitlichen Niederschlags im Winter (DJF: Dezember–Februar), Frühling (MAM: März–Mai) Sommer (JJA: Juni–August) und Herbst (SON: September–November)auf der Alpennordseite und der Alpensüdseite im Jahr 2050 gegenüber 1990