Das Grundwasser konsequent schützen

Das Grundwasser ist in der Schweiz die mit Abstand wichtigste Trinkwasserressource. Trotz generell guter Qualität enthält es verbreitet Spuren von unerwünschten Fremdstoffen. Dies zeigen die neusten Resultate des landesweiten Messprogramms NAQUA.

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Messungen helfen, rechtzeitig auf mögliche Gefährdungen zu reagieren

Die Nationale Grundwasserbeobachtung NAQUA bildet eine zentrale Grundlage für die langfristige Erhaltung und nachhaltige Nutzung der wichtigsten Trinkwasserressource.

Unerwünschte Spuren von Pestiziden

In Einzugsgebieten, wo eine intensive Landwirtschaft oder Siedlungen die Bodennutzung dominieren, ermittelte das BAFU in jedem sechsten Fall Pestizid-Konzentrationen über dem Anforderungswert der Gewässerschutzverordnung (GSchV).

Erneuter Anstieg der Nitrat-Konzentrationen

Nach einem mehrjährigen Zeitraum mit sinkenden Nitrat-Konzentrationen sind diese zwischen 2003 und 2006 vor allem in landwirtschaftlich geprägten Einzugsgebieten wieder deutlich angestiegen.

Spuren von Kohlenwasserstoffen sind weit verbreitet

Die Belastungen des Grundwassers mit flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) sind in der Regel ein Abbild der Besiedlungsdichte. Je urbaner eine Region und je intensiver das Verkehrsaufkommen, umso eher finden sich VOC-Spuren im Untergrund.

Arzneimittel gelangen vom Fluss- ins Grundwasser

Mikroverunreinigungen durch Arzneimittel treten vor allem in Grundwasservorkommen in der Nähe von infiltrierenden Fliessgewässern auf. Um diese Belastungen zu reduzieren, müssen die Kläranlagen den Eintrag solcher Substanzen in die Oberflächengewässer vermindern.

Quelle: Bundesamt für Umwelt BAFU (Hrsg.), 2009. Das Grundwasser konsequent schützen. Bern.

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