Alpen

Bergpanorama
Bergpanorama (Bild: M. Bolliger)
×
Bergpanorama
Bergpanorama (Bild: M. Bolliger)

Für die Biodiversität der Schweiz, sowie auch für ganz Europa, sind die Alpen ausserordentlich wichtig. Sie bieten Lebensraum für zahlreiche spezialisierte Pflanzen und Tiere, die anderswo nicht vorkommen. Die Alpen bedecken zwei Drittel der Schweiz und sie sind das am intensivsten genutzte Gebirge der Welt. Die enge Verzahnung von Kultur- und Naturlandschaft hat zu einer hohen biologischen Vielfalt beigetragen.

Lange Zeit war der Druck auf die Lebensräume und die biologische Vielfalt in den Alpen im Vergleich zu den Lebensräumen des dicht besiedelten und intensiv genutzten Flachlandes weniger stark. Doch der Wandel der Landnutzung ist mittlerweile auch im Alpenraum eine bedeutende Einflussgrösse auf die Situation der Biodiversität. Gut erreichbare Flächen werden landwirtschaftlich intensiver genutzt, während die Nutzung steiler, schwer erreichbarer Flächen aufgegeben wird und Gebüsche oder Wald auf diese Flächen vordringen.

Aufgrund des Klimawandels werden wärmeliebende Arten vermutlich ihr Verbreitungsgebiet in die Berggebiete erweitern. Dies ist heute bereits bei vielen Arten feststellbar. Für diejenigen, die heute schon auf höher gelegene Gebiete beschränkt sind, wird der Lebensraum markant schrumpfen. Für kälteliebende, alpine Arten, für deren Erhaltung die Schweiz eine besondere Verantwortung trägt, besteht zukünftig deshalb ein erhöhtes Aussterberisiko.

Intakte Ökosysteme mit hoher Biodiversität bieten im Alpenraum zahlreiche wichtige Leistungen wie z.B. den Schutz vor Lawinen und Steinschlag (Wald) oder die Verhinderung von Bodenerosion und Schneerutschungen (artenreiche Wiesen, Wald). Besonders wichtig ist jedoch auch der Beitrag der biologischen Vielfalt zu einer als schön empfundenen Landschaft, die wiederum für den Tourismus einen hohen Wert aufweist. Umgekehrt wirken sich aber gerade der Tourismus und diverse Freizeitaktivitäten teilweise negativ auf die Biodiversität in den Alpen aus.

Permafrost-Beobachtungseinrichtungen auf dem Blockgletscher Corvatsch-Murtèl (2670 m ü.M., GR)
  • 21.07.2020
  • EKK
  • Medienmitteilung

Erwärmung des Permafrosts in der Schweiz

In den letzten Jahrzehnten hat sich der Permafrost in der Schweiz erwärmt. Es wurden zahlreiche Anzeichen von Degradation beobachtet, und die meisten Blockgletscher bewegen sich deutlich schneller. Das zeigen Langzeitmessungen des Schweizer Permafrostmessnetzes PERMOS. PERMOS wurde im Jahr 2000 als weltweit erstes nationales Permafrostmessnetz ins Leben gerufen und ist heute ein anerkannter Bestandteil der internationalen Gemeinschaft. Es liefert die grösste Datensammlung zu Permafrost in Gebirgsregionen, wobei die längste Zeitreihe mehr als 30 Jahre abdeckt.
Bild Symposium
  • 19.06.2020
  • FoLAP
  • Meldung

Call for papers: Symposium on mountains as contexts for global change

CIRM, MRI, and FoLAP are organizing a symposium on the challenges and opportunities of interdisciplinary mountain research. We welcome contributions from all fields of study.
Bild pitch your project
  • 15.06.2020
  • Meldung

Wettbewerb für Jugendliche und junge Erwachsene zur nachhaltigen Entwicklung des Alpenraums

Die Europäische Kommission hat sich im Rahmen der EU-Alpenraumstrategie (EUSALP) zum Ziel gesetzt, junge Menschen aktiv einzubinden, wenn es darum geht, die Zukunft der Alpenregion zu gestalten. Dazu wurde der Wettbewerb „PITCH YOUR PROJECT“ eingerichtet, der sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 25 Jahren wendet.

Weitere Informationen

Hotspot 27

HOTSPOT Zeitschrift

Factsheet Grünerlen

Factsheets der Akademien

Hotspot Furka. Biologische Vielfalt im Gebirge

Publikation «Hotspot Furka. Biologische Vielfalt im Gebirge»