Gewässer und Auen

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Gewässer und ihre Uferbereiche sind vielfältige, dynamische Lebensräume und wichtige Vernetzungselemente in der Landschaft: Fast ein Zehntel der in der Schweiz vorkommenden Tierarten lebt in Fliessgewässern und stehenden Gewässern. Naturnahe Bäche und Flüsse, denen genügend Raum zur Verfügung steht, erfüllen viele wichtige Funktionen. Dazu gehören der gefahrlose Transport von Wasser, Geschiebe und Schwemmholz, die Grundwasserneubildung sowie die Vernetzung von Lebensräumen in der Landschaft. Strukturreiche und naturnahe Fliessgewässer und Seen sind zudem besonders beliebt bei Erholungssuchenden.

Die Gewinnung von Landwirtschafts- und Siedlungsflächen, Gewässerverbauungen, Nährstoffeinträge, Massnahmen zum Hochwasserschutz und die hydroelektrische Nutzung haben den Lebensraum Gewässer in den letzten beiden Jahrhunderten massiv beeinträchtigt. Die Austauschprozesse mit dem umgebenden Land sowie die Längsvernetzung innerhalb der Gewässer wurden auf ein Minimum reduziert.

Fische und andere Bewohner der Flüsse, Bäche und Seen reagierten auf diese Beeinträchtigungen mit einem Rückgang der Artenvielfalt, der Dichte und der Biomasse. Unzählige künstliche Barrieren verhindern zudem quellwärts gerichtete Wanderungen von Fischen und Wirbellosen. Sieben Fisch- und Rundmaularten sind in der Folge in der Schweiz ausgestorben. Probleme mit der Wasserqualität (z. B. Abwasser, Pestizide, Überdüngung der Seen) haben ebenfalls zu Veränderungen der Fauna und zum Verlust von Arten geführt.

Die Wasserqualität von Seen hat sich dank verschiedener Massnahmen wieder deutlich verbessert. Allerdings stellen Mikroverunreinigungen (z.B. Pflanzenschutz- und Arzneimittel) nach wie vor Probleme dar. Mit Gewässerrevitalisierungen werden seit einigen Jahren weitere Defizite angegangen. Die Qualität der Eingriffe wird beeinflussen, ob sich die Biodiversität in den Gewässern und Auen wieder erholen kann. Notwendig sind Revitalisierungen, welche zur Wiederherstellung von naturnahen und dynamischen Gewässern mit standorttypischen Organismen führen.


SGHL / SSHL Flyer 49/50
  • 2019
  • SGHL
  • Broschüre/Flyer

SGHL / SSHL Flyer 49/50

Die 33. Mitgliederversammlung der SGHL findet erstmals seit vielen Jahren nicht im Rahmen des „Swiss Geoscience Meeting“ statt. In den letzten Jahren haben immer weniger Mitglieder und meistens nur For-schende die GV besucht. Die SGHL vertritt aber auch die Behörden und die Fachleute in der Privatwirt-schaft. Darum hat sich der Vorstand dafür entschieden, einen Anlass für die Gesellschaft und Ihre Mitglie-der zu organisieren- Wir Hydrologen und Hydrologinnen - Wir Limnologen und Limnologinnen. Ich freue mich die 25 angemeldeten MitgliederInnen in Luzern am 6. November begrüssen zu dürfen.
Wir werden anlässlich der GV drei neue Vorstandsmitglieder vorstellen, die Präsidentin für die nächste Pe-riode 2020-2022 wählen und einen neuen einschneidenden strategischen Entscheid des Vorstanden vorstellen. Die Details dazu finden Sie auf Seite 9 dieses Flyers.
BAFU et al. (Hrsg.) 2019: Hitze und Trockenheit im Sommer 2018. Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.
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  • BAFU
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Hitze und Trockenheit im Sommer 2018

Die Schweiz erlebte 2018 erneut einen aussergewöhnlich heissen Sommer. Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 15,3 Grad Celsius in den Monaten Juni, Juli und August war er nach 2003 und 2015 der drittwärmste Sommer seit Messbeginn 1864. Auch die Niederschlagsmengen waren sehr gering. Im landesweiten Mittel fielen im Sommerhalbjahr von April bis September nur 69 Prozent der Normperiode 1981 bis 2010. Hitze und Trockenheit hatten gravierende Auswirkungen. Wegen der hohen Temperaturen waren ungefähr 200 Todesfälle mehr zu beklagen als in einem normalen Jahr. Im Wald hinterliess die Trockenheit deutliche Spuren. Vielerorts verfärbten sich die Laubbäume bereits im Juli. Mit dem Klimawandel dürften Verhältnisse wie in den Sommern 2003, 2015 und 2018 zum Normalfall werden.
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  • 11.09.2019
  • IPBES
  • Meldung

A thematic assessment of the interlinkages among biodiversity, water, food and health

This assessment will use a nexus approach to examine the strong interlinkages among the Sustainable Development Goals related to food and water security, health for all, protecting biodiversity on land and in the oceans and combating climate change, among others. Interlinkages take various forms, including synergies, co-benefits and trade-offs.